#Gott gibt uns mehr als nur etwas #Gutes

Zu Beginn dieses Impulses möchte ich einen Abschnitt aus Lukasevangelium vorlesen. Er ist aus dem 11. Kapitel entnommen und umfaßt die Verse 9 bis 13.:
„Darum sage ich euch: Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn eine Schlange gibt, wenn er um einen Fisch bittet, oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet? Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wieviel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.“ (Lk 11, 9-13).
Jesus fragt seine Zuhörer, ob sie es nicht auch so wahrnehmen, daß der Vater seinem Sohn das gibt, worum der Sohn bittet. Im Falle des Beispiels Jesu den Fisch statt einer Schlange bzw. das Ei statt des Skorpions. Jesus macht hier einen interessanten Zusatz. „Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist.“ (Lk 11, 12). Jesus kennt das Herz des Menschen durch und durch und weiß, daß nicht alle Eltern immer ihren Kindern das geben, was die Kinder wirklich brauchen. Dennoch ist er sich bewußt, daß sich die Eltern im großen und ganzen darum bemühen, ihren Kindern das zu geben, was gut ist. Mit den Beispielen von Fisch und Ei greift Jesus materielle Dinge auf. Und so mancher Christ bleibt bei seinen Bitten an Gott bei diesen materiellen Wünschen stehen. „Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.“ (Lk 11, 9). So manche Bitte, die an Gott Vater gerichtet wird, bleibt im Materiellen stecken. Und so mancher Gläubiger ist von Gott enttäuscht, wenn seine Bitten nicht erhört werden. Und im Frust hat sich schon so mancher von Gott abgewendet. Was in der Bibel steht, stimmt vorne und hinten nicht, ist dann ein abwertendes Urteil.
Die vorgelesene Perikope nimmt aber eine interessante Wende. Jesus sagt: „Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wieviel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.“ (Lk 11, 12-13). Jesus gibt hier eine überraschende Wendung. Ihr Menschen gebt euren Kindern, was gut ist. Der Vater aber, so führt er weiter aus, gibt etwas anderes, etwas, das mehr als nur gut ist. Der Vater gibt den Heiligen Geist. Das ist die überraschende Wende. Der Vater gibt mehr als Gutes. Er gibt den Heiligen Geist.In der Pfingstsequenz ist in 10 Strophen wunderbar zusammengetragen, was der Heilige Geist alles bewirkt: 1. Komm herab, o Heil'ger Geist, / der die finstre Nacht zerreißt, / strahle Licht in diese Welt.  2. Komm, der alle Armen liebt, / komm, der gute Gaben gibt, / komm, der jedes Herz erhellt. 3. Höchster Tröster in der Zeit, / Gast, der Herz und Sinn erfreut, / köstlich Labsal in der Not, 4. in der Unrast schenkst du Ruh, / hauchst in Hitze Kühlung zu, / spendest Trost in Leid und Tod. 5. Komm, o du glückselig Licht, / fülle Herz und Angesicht, / dring bis auf der Seele Grund. 6. Ohne dein lebendig Wehn / kann im Menschen nichts bestehn, / kann nichts heil sein noch gesund. 7. Was befleckt ist, wasche rein, / Dürrem gieße Leben ein, / heile du, wo Krankheit quält. 8. Wärme du, was kalt und hart, / löse, was in sich erstarrt, / lenke, was den Weg verfehlt. 9. Gib dem Volk, das dir vertraut, / das auf deine Hilfe baut, / deine Gaben zum Geleit.10. Laß es in der Zeit bestehn, / deines Heils Vollendung sehn / und der Freuden Ewigkeit.
Soweit die Pfingstsequenz. Sie steht im neuen Gotteslob unter der Nummer 344. Die Sequenz gibt eine Ahnung davon, daß der Vater uns mit dem Heiligen Geist mehr schenkt als nur Gutes. Und diese Gabe gibt der Vater jedem, der ihn darum bittet. Und so mancher durfte schon in bedrückenden Lebenssituationen erfahren, wie der Heilige Geist im Herzen gewirkt hat. Neuer Lebensmut, Zuversicht, Hoffnung, Tröstung oder gar die Erkenntnis, warum sich gewisse Dinge im Leben ereignet haben, ist geschenkt worden. Daher sind wir immer wieder eingeladen, die Pfingstsequenz betend zu betrachten und Gott Vater um ihn zu bitten.

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