Goldstaub aus Baruth

Goldstaub aus BaruthJa, Sie lesen richtig! Goldstaub aus Baruth. Natürlich kein Goldstaub im wahrsten Sinne des Wortes. Aber aus Baruth kommt ein Wein, der den Namen Baruther Goldstaub zurecht trägt.
Das I-KU – Institut zur Entwicklung des ländlichen KulturRaums e.V. mit Sitz in Baruth/Mark macht es möglich. Jahrelang haben die aus Berlin Kreuzberg kommenden Initiatoren des Projektes nahe Baruth/Mark einen Weinberg urbar gemacht. Nun ist das stolze Ergebnis zu sehen. Es ist ein echter Landwein, der Definition laut deutschem Lebensmittelrechtes auch wirklich erfüllt.
Denn dieses seit 1982 gültige Recht besagt, dass die zum Keltern verwendeten Trauben ausschließlich aus dem entsprechenden Gebiet stammen müssen. Will heißen, wenn man einen Wein Baruther Goldstaub nennt, dann müssen logischerweise die Trauben in Baruth gewachsen sein und nicht in der Toskana.
Als nun mehr seit Jahren eingefleischte Freunde von Manufakturewaren jeglicher Art legen wir darauf besonderen Wert. Die vielen Glasbläser des schwedischen Glasreiches rund um Orrefors kommen ja auch nicht auf die Idee, ihr Glas bspw. am Nordkap blasen zu lassen, um ihm dann nur noch das Etikett Glasriket aufzudrücken.
Bei anderen aus dem Land Brandenburg kommenden Weinen sind wir uns nämlich schon aus Verbrauchersicht nicht mehr sicher, ob diese vielen Liter Wein, die es in und um Potsdam mit dem Vermerk Brandenburg in diversen Supermärkten gibt, auch wirklich von Trauben stammen, die hier wuchsen. Wie sagt der Berliner in diesem Falle immer so schön: Nachtijall, ick hör Dir trapsen. Denn hier gilt einfach: Ja! Im westlich Berlins gelegenen Havelland wird Wein angebaut! Nein! Das Havelland war und wird nie das Weinbaugebiet schlechthin sein, wo man hektoliterweise Wein wie bspw. in der österreichischen Wachau keltern kann. Dafür hatte das Havelland einfach nie die Kapazität und wird es schon auf Grund der Topografie nie haben können. Das sich von Potsdam bis westlich der Stadt Brandenburg a.d.H. erstreckende Havelland ist a) sehr wasserreich, wo man höchstens Wasserpflanzen anbauen kann, b) stark mit anderweitig landwirtschaftlich genutzter Fläche durchschnitten und c) einfach sehr dicht besiedelt. Trotz Abwanderung der letzten Jahre befinden sich in diesem Areal allein mit Potsdam und Brandenburg a.d.H. zwei Städte mit mehr bzw. um die 100.000 Einwohner.
So bleibt eigentlich für die Zukunft nur ein Wunsch offen: Möge der in Baruth/Mark begonnene Weinbau der Anfang einer Brücke in das schwedische Glasreich sein. Nicht nur deshalb, weil im Glasreich natürlich auch Weingläser geblasen werden. Sondern weil die Wurzeln des schwedischen Glasreiches bis weit nach Brandenburg reichen. Ein prominenter Vertreter dieser Art ist der Brandenburger Johannes Kunkel.

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