Gold, Weihrauch, Myrrhe und das Gewissen

Heilige drei Könige feiern wir heute, wie das Fest Epiphanie auch genannt wird. In diesen Tagen sind in vielen Städten und Dörfern unseres Landes Jungen und Mädchen als drei Könige verkleidet unterwegs und sammeln für arme Kinder in aller Welt. Gleichzeitig bringen sie den Segen von Weihnachten zu den Häusern.Eine gute Aktion, die erst gut 50 Jahre alt ist und durch den Besuch der drei Weisen aus dem Morgenland inspiriert ist.Die drei Weisen, Kaspar, Melchior und Balthasar, machen sich auf eine beschwerliche Reise, um den Stern folgend Jesus ihre Huldigung zu erweisen. Jesus Christus, den menschgewordenen Sohn Gottes, der unerkannt in einer Krippe im Stall zu Bethlehem liegt.Die Weisen bringen Geschenke mit, um durch eben diese die Gottheit Jesu anzudeuten: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Betrachte wir die Geschenke ein wenig näher.Das Gold fasziniert durch seine Reinheit und seinen warmen Glanz seit alters her. Es ist ein Symbol für Reichtum und Überlegenheit. So wurde das Gold verwendet, um eine besondere Würde eines Menschen oder Gottheit anzudeuten. Das Gold an der Krippe will andeuten: Jesus Christus ist ein König und von besonderer Würde.Der Weihrauch ist ein wunderbares Symbol, daß wir mit den Sinnen des Auges und der Nase erfassen können. Das Weihrauchharz wird vom Weihrauchbaum gewonnen. Ein kostbares Harz, das als Symbol der Gottesverehrung gebraucht wird. „Wie ein Rauchopfer steige mein Gebet vor dir auf“ heißt es in Psalm 141, 2. Weihrauch als Geschenk möchte sagen: Dieses Kind in der Krippe ist wahrer Gott.Myrrhe ist auch ein Harz und hat auch medizinische Bedeutung bei Entzündungen, wirkt desinfizierend und findet innerliche Anwendung. Myrrhe wird zur körperlichen Heilung verwendet. Daß die drei Weisen Myrrhe mitbringen zeigt, daß Jesus der Erlöser und Heilsbringer ist, der letztlich mehr schenkt als körperliche Heilung: die Überwindung des Todes.Gold, Weihrauch und Myrrhe bringen die heiligen drei Könige mit zur Krippe. Eigentlich eindeutige Zeichen. Doch in heutiger Zeit können sie eine Doppeldeutigkeit beinhalten. So können uns das Gold, der Weihrauch und die Myrrhe als Zeichen der Königswürde, Gottheit und Heilandes Jesus Christi für uns zu Zeichen einer Gewissenserforschung werden.Gold kann als Zeichen des Egoismus stehen. Wieviel Leid hat nicht der Kampf um Gold den Menschen gebracht, da nach dem persönlichen Vorteil gesucht wurde? Wieviele haben sich nicht ungerechtfertigter Weise bereichert?Der Weihrauch riecht gut und seine Rauchwolken sind interessant anzusehen. Aber überlagert der Duft nicht auch andere Gerüche? So kann ich leicht etwas überspielen mit dem Duft. Ich überdecke die tatsächliche Sicht, um mich in einer falschen Sicherheit zu wiegen.Myrrhe als Mittel der Heilung kann zu einem Zeichen der Verdrängung werden. Das Leid des anderen schiebe ich beiseite. Vielleicht gibt es auch Situationen, in denen ich mich von der Not anderer abwende. Vor der Gewissenserforschung brauchen wir als Christen nicht erschrecken. Gerade die Menschwerdung Jesu Christi darf uns eigentlich mit Freude und ohne Furcht in den Gewissensspiegel schauen lassen. Denn Weihnachten zeigt uns: Gott wird Mensch, um unsere Wunden und Sünden zu heilen; ja sogar uns das Tor zum ewigen Leben zu öffnen. Bei so einem Gott, der sich aus Liebe zu uns hinabbeugt, um uns zu retten, dürfen wir uns ihm mit froher Zuversicht nähern. Trotz oder gerade wegen unserer Schwäche. So ein Blick in den Gewissensspiegel geht immer mit Heilung einher. Besonders dann, wenn dieser Blick in eine sakramentale Beichte mündet.

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