Gewagte Kost aus Fernost

Gewagte Kost aus Fernost Ein Fiasko: Erst kotzen die Augen, dann zittert der Gaumen, schlussendlich ächzt der Magen. Ein harmloses italienisches Gericht, vergewaltigt durch den Versuch, mit Exotik Varianz im täglichen Reigen lustlosen Speisematsches zu simulieren: Thai-Spaghetti.
Speisen aus Thailand mögen, wie allgemein bekannt und sofern dort am Straßenrand gekauft, den abwärts und auswärts führenden Ringmuskel in einen Springbrunnen verwandeln; neu ist, dass sich dieser Einfluß bis auf hiesigen Kantinen erstreckt. Wenn das nun wenigstens mit Schärfe erkauft würde, schließlich assoziiert so mancher eine brennende Nudel mit Thailand - aber nein, geschmacklich bleibt auch diese Kreation im Bereich von Fugenmasse, bei einer Optik, als hätte sich die exotische Vielfalt thailändischer Fauna versammelt, um die gleichwohl fremdartige Flora auf die arglos drapierten Spaghetti zu kotzen. 

Wer sich diese Zumutung trotzdem um die Gabel wickelte, dem blieb am Ende die Erkenntnis, dass sich mancher Kompost daneben jung gefühlt hätte. 

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