Gestatten, Walter – Seite 73 – Teil 1 – Donnerstag, Walter

Täglich wird hier eine Seite einer Geschichte veröffentlicht – sie trägt den Arbeitstitel Gestatten, Walter und untersteht dem alleinigen Copyright von Pascal Wiederkehr. Die Geschichte stammt aus einem Manuskript, welches nur grob überarbeitet wurde, und kann deshalb Fehler in Grammatik und Rechtschreibung aufweisen. Ich hätte gerne einen Spruch, den ich vorbringen könnte, im Moment in dem der Tod des Opfers kurz bevorsteht. „Es betrübt mich“, oder „Geniesst eure Reise“. Mein alter Spruch: „Wie willst du sterben? Ich habe viele Ideen“ ist einfach zu lange und ich will keine Antworten. Hoffentlich wird es einfacher den Wegmüller abzumurksen als die Hauser. Das war eine reine Katastrophe, obwohl doch Ende alles nach Plan gelaufen ist. Noch nie habe ich so was erlebt. Ja, damit musst du rechnen, du machst ja auch keinen alltäglichen Job. Niemand konnte wissen, dass die Hauser kein Leben ausserhalb ihres Unternehmens führte und ihre Wohnung niemals besuchte. Ein riesen Zufall zeigte auf, dass sie sich jeden morgen im WC des verlassenen dritten Stocks auffrischte und nachts entweder arbeitete oder im Büro schlief. Meine Pläne verschoben sich deshalb stark, dies muss man ja erst mal rausfinden. Neunundneunzig Probleme aber kein wegen einer Frau. Ich rolle das Rad meines iPods, der schon die ganze Zeit Hintergrundmusik gespielt hatte, drehe die Lautstärke höher und wähle „99 Problems“ von Jay-Z, einer der finanziell erfolgreichsten New Yorker Rapper aller Zeiten. Er macht nicht nur Geld mit Musik, sein Kleiderlabel wirft ebenfalls viel ab. „99 problems but a bitch ain’t one, If you havin’ girl problems i feel bad for you son, I got 99 problems but a bitch ain’t one. Hit me!“, rappt Jay-Z im Refrain der mir eingängig direkt ins Blut überging. „99 Probleme aber keine wegen einer Frau, wenn du Frauenprobleme hast, dann fühl ich mit dir, ich habe 99 Probleme aber keine wegen einer Frau. Spiel das!“ „The year is ninety-four, in my trunk is raw, In my rear view mirror is the motherfuckin’ law, Got two choices y’all, pull over the car or, Bounce on the devil, put the pedal on the floor“, rappt Jay-Z in seiner unverwechselbaren Art nach dem Refrain weiter. Damals war, der gute, Jay-Z noch Drogendealer gewesen und er verarbeitet hiermit seine Erlebnisse. „Es ist vierundneunzig, in meinem Kofferraum befindet sich ungeschnittenes Kokain, im Rückspiegel sehe ich die verdammte Polizei. Ich habe zwei Möglichkeiten Leute, den Wagen an den Strassenrand lenken oder, ich vertraue dem Teufel und drücke das Gaspedal durch.“ Copyright Pascal Wiederkehr