Gesicht zeigen!

WEDO_GEZ_ich_bin_wenn_du_18-1_sRGB_MK-300x212Die inter­na­tio­na­len Wochen gegen Rassismus erin­nern mit dem Datum „21. März“ an das Massaker von im süd­afri­ka­ni­schen Sharpeville, bei dem am 21.03.1960 von der Apartheit-Polizei 69 fried­li­che Demonstranten erschos­sen wur­den. Die Generalversammlung der UN hat im Jahre 1979 ihre Mitgliedschaft auf­ge­for­dert, jähr­lich in der auf den 21. März fol­gen­den Woche Aktionen der Solidarität mit den Gegnern und Opfern von Rassismus zu orga­ni­sie­ren.

In Berlin wer­den in die­ser Woche ver­schie­dene Veranstaltungen durch­ge­führt und mit einer Plakatkampagne „Gesicht Zeigen ! Für ein welt­of­fe­nes Deutschland !“ gegen Ausgrenzung von Menschen auf­grund ihrer Religionszugehörigkeit, ihrer Lebensweisen oder ihrer Hautfarbe.

Beteiligt sind an der Kampagne zahl­rei­che Prominente, wie Ulrich Wickert, Astrid Frohloff, Markus Kavka, Sebastian Krumbiegel, Jörg Thadeusz, Gesine Cukrowski, Kurt Krömer, Paul von Dyk und der Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit.

Initiator der Kampagne ist der in Berlin ansäs­sige Verein „Gesicht zei­gen für ein welt­of­fe­nes Deutschland“.
Bei der Präsentation der Kampagnenbilder hatte der Vorstandsvorsitzende des Vereins Uwe-Karsten Heye (ein frü­he­rer Regierungssprecher) auf Artikel 3 des Grundgesetzes ver­wie­sen: »Niemand darf wegen sei­nes Geschlechtes, sei­ner Abstammung, sei­ner Rasse, sei­ner Sprache, sei­ner Heimat und Herkunft, sei­nes Glaubens, sei­ner reli­giö­sen oder poli­ti­schen Anschauungen benach­tei­ligt oder bevor­zugt wer­den.«, aber auch deut­lich gemacht, dass die Realität in Deutschland anders aus­sehe: die Fremdenfeindlichkeit – so Heye – sei gestie­gen, in Ostdeutschland hät­ten nach einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung rund 15 Prozent der Bevölkerung ein geschlos­sen rechts­ex­tre­mes Weltbild.

In ande­ren Bundesländern wer­den – so der aktu­elle Informationsstand – keine ähn­li­chen Aktionen durch­ge­führt. Warum ist nicht bekannt.

W.O.

[Erstveröffentlichung: Säkulare Grüne]


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