Geschichtliche Essenz No.136 – Heute vor 100, 50 und 25 Jahren!

GB.6

5. JULI 1914

In der bulgarischen Hauptstadt Sofia unterzeichnen ein deutsches Bankenkonsortium unter Führung der Berliner Großbank Deutsche Disconto-Gesellschaft und das bulgarische Finanzministerium einen Vertrag über eine Anleihe in Höhe von 500 Millionen Francs (400 Millionen Mark). Bulgarien verpflichtet sich dabei, deutschen Unternehmen u. a. Vorrechte beim Bau von Eisenbahnlinien einzuräumen. Politisches Ziel der Anleihe ist eine Verminderung des Einflusses von französischem Kapital in Bulgarien.
Die österreichisch-ungarische Regierung übersendet dem deutschen Kaiser Wilhelm II. im Rahmen der sog. Hoyos-Mission ein Memorandum zur Balkanpolitik sowie ein Handschreiben des österreichisch-ungarischen Kaisers Franz Joseph I. In den Dokumenten wird die Ausschaltung Serbiens als politischer Machtfaktor in Südosteuropa nach dem Attentat von Sarajewo gefordert.

5. JULI 1964

“Bande à Part” (Die Außenseiterbande) ein Spielfilm von Jean-Luc Godard, wird in Berlin (West) uraufgeführt.
Der “Würger von Paris”, Mörder eines elfjährigen Jungen, der seit vielen Wochen die Polizei und die Bevölkerung in Paris mit Morddrohungen in Atem hält, wird verhaftet.
Algerien begeht, begleitet von revolutionären Umtrieben gegen die Regierung von Staatspräsident Mohammed Ahmed Ben Bella, den zweiten Jahrestag der Unabhängigkeit.

5. JULI 1989

Das Bundesverfassungsgericht befindet die 1983 eingeführte gesetzliche Regelung zur Vermeidung von Härtefällen beim Versorgungsausgleich im Scheidungsfall für mit dem Grundgesetz vereinbar.
Der südafrikanische Schwarzenführer Nelson Mandela, der vor 25 Jahren zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, wird überraschend von Staatspräsident Pieter Willem Botha empfangen.
Das 120. Deutsche Galopper-Derby in Hamburg wird am grünen Tisch entschieden. Taishan, der als erster durchs Ziel ging, wird zugunsten des zweiten, Mondrian aus dem Stall Hanse unter Jockei Kevin Woodburn, wegen Behinderung disqualifiziert.
Beim Besuch von DDR-Umweltminister Hans Reichelt in Bonn unterzeichnen beide Seiten eine Vereinbarung, wonach die Bundesrepublik sechs Umweltprojekte in der DDR mit insgesamt 300 Mio. DM fördern wird.