Gesammelt: Vernünftige Ansichten zum Buschkowsky-Buch

Lesehinweise

Der Journalist Ertugrul Özkök in der "BILD":
Ein „Rassist“ ist der Bezirksbürgermeister von Neukölln ganz sicher nicht. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Buschkowsky ist ein sozialdemokratischer Politiker. In seinem Bezirk hat die SPD bei den letzten Wahlen 27 Sitze bekommen. Das sind genauso viel wie die Summe der Sitze der anderen Parteien. 40 Prozent der Einwohner in Neukölln sind nicht deutscher Herkunft. Wiederum mehr als die Hälfte von ihnen kommen aus muslimischen Ländern. Die Menschen, über die Buschkowsky spricht, sind auch seine eigenen Wähler. Deshalb sollte man die Sätze dieses Klartext-Politikers ernst nehmen, statt sie in Zweifel zu ziehen. Meiner Meinung nach ist Buschkowsky ein mutiger Politiker.
http://www.bild.de/politik/kolumnen/oezkoek-ertugrul/beruehmtester-tuerkischer-journalist-schreibt-in-bild-26717734.bild.html

Der Kabarettist und Autor Kerim Pamuk im "Hamburger Abendblatt":
Arabische und türkische Eltern, die zwar kaum ein Wort Deutsch sprechen, aber Experten sind, wenn es darum geht, Transferleistungen zu beantragen oder mit einem ärztlichen Gutachten ihre Töchter vom Schwimmunterricht befreien zu lassen. Frustrierte einheimische "Bio-Deutsche", die ihren Kiez nicht mehr wiedererkennen, alltägliche Belästigungen durch Anmache, Pöbelei und Lärm nicht mehr ertragen und wegziehen - genauso wie Einwanderer, die seit Jahrzehnten im Land leben, sich ein neues Leben aufgebaut haben, aber nicht mehr einsehen, warum sich die Töchter auf der Straße vor selbst ernannten islamischen Sittenwächtern rechtfertigen müssen, weil sie keine Kopftücher tragen. Ängstliche Polizisten, die bei Konflikten beide Augen zudrücken oder gar nicht erst eingreifen, weil sie nicht selbst Opfer tätlicher Gewalt werden wollen. Ein Viertel, in dem Gesetze keinen Pfifferling mehr wert sind und immer mehr das Recht des Stärkeren den Alltag bestimmt. Nirgendwo sonst scheint die Integration gründlicher gescheitert zu sein als in Neukölln. Buschkowskys Bestandsaufnahme der Zustände ist im wahrsten Sinne des Wortes krass und ungeschönt und genau darum lesenswert, weil er im Gegensatz zu anderen Berufenen weiß, wovon er redet. Weil er nicht im herabsetzenden Ton über andere Kulturkreise und deren Verhaltensweisen schwadroniert, sondern immer konkret aufzeigt, woraus sich die Probleme zusammensetzen. Weil er die jahrzehntelange Ignoranz der Politik und das Versagen des deutschen Staates genauso ins Visier nimmt. Er zeigt auf, welche fatalen gesellschaftlichen Folgen es haben kann, wenn deutsche Ignoranz und Kulturrelativismus auf Abschottung und Integrationsunwilligkeit mancher Einwandererschichten trifft.
http://www.abendblatt.de/kultur-live/article2410678/Neukoelln-ist-ueberall-Wo-Gesetze-nichts-mehr-gelten.html

Der Politikwissenschaftler Armin Pfahl-Traugbher auf "Endstation Rechts":
Buschkowsky sieht die geschilderten Probleme nicht auf der Basis von ethnischer Herkunft. Es ginge hauptsächlich um die Fähigkeit und den Willen, „sich an die herrschenden Lebensregeln anzupassen“ (S. 198). Der Autor ist somit ein einseitiger und vereinfachender, aber ein durchaus beachtenswerter und problemorientierter Akteur in der Debatte um „Integration“.
http://endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=7688:%E2%80%9Eneuk%C3%B6lln-ist-%C3%BCberall%E2%80%9C-%E2%80%93-einseitige-und-vereinfachende-aber-beachtenswerte-und-problemorientierte-beitr%C3%A4ge-zur-integrationsdebatte&Itemid=618

Dr. Klaus Paatzsch, Lehrer in Berlin-Moabit, im "Focus" (nur Printausgabe):
Auch bei den anschließenden ausgiebigen Rundgängen von Journalisten in Neukölln werden oft Menschen zitiert, die das Buch nicht gelesen haben, aber behaupten, dass der Bürgermeister provoziert und seine Zeit vergeudet, obwohl er doch eigentlich etwas für die Verbesserung der Schulsituation tun müsste. Halt, da ist doch jemand, die Schulleiterin einer Grundschule, die in der Berliner Zeitung aussprechen darf, dass sie Buschkowsky dankbar sei, denn er sage die Wahrheit. Darauf die Wertung durch den Interviewer: "Es gibt Menschen, die sich durch ihn vertreten fühlen." Ja, es gibt sie, und sie sind ungeduldig, und es sind bestimmt nicht wenige, ja, es sind sogar Migranten unter ihnen. Es sind all die, die sich nicht abgehoben auf die Schenkel klopfen ob ihrer Selbstgewissheit und sich nicht in diese unsäglich destruktive Politicial Correctness flüchten. [...] Entweder wird die öffentliche Debatte weiter von den Beschwichtigern und Abseitsstehenden oder endlich von den Deutlichwerdenden und Betroffenen bestimmt, von Lehrern, Polizisten, Sozialarbeitern, den Angestellten bei den Jobcentern und der Justiz. Ehe sie vielleicht noch in die Fäuste der Krawallmacher und Rechtsextremen fällt.
In: Focus Nr 41/12, S. 38.

Der stellvertretende Chefredakteur der "Saarbrücker Zeitung" Bernard Bernarding:
Solange Soziologen, Feuilletonisten und Multikulti-Freunde die bekannten Vorwürfe gegen bestimmte Zuwanderungsgruppen (Bildungsverweigerung, Missachtung des Rechtstaats, Patriarchalismus, Zwangsehen) negieren oder kleinreden, solange jede Kritik an den Zuständen mit dem Standard-Hinweis abgebügelt wird, hier spiele jemand „mit Ressentiments und Rassismen der Mehrheitsgesellschaft gegenüber muslimisch markierten Bevölkerungsgruppen“ (Arbeitskreis Integration in der SPD), wird sich daran nichts ändern. Buschkowsky hat absolut Recht, wenn er sagt: „Der größte Feind einer vernünftigen Integration ist die Ignoranz.“ Ein Rätsel, warum so viele Integrationspolitiker die Augen vor der Realität verschließen und somit eine Problemlösung verhindern. Was ist denn falsch an mehr Härte gegenüber Familienverbänden, die sich im Sozialsystem eingerichtet haben; gegen kriminelle Machos, die ganze Straßenzüge terrorisieren; gegen Fundamentalisten, die die Scharia über das Grundgesetz stellen? Die Angst der Deutschen vor der Diskriminierungsfalle ist offenbar groß.
http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/leitartikel/Bernard-Bernarding-Saarbruecken-Sarrazin-Integration;art222429,4448896

Der Journalist Alexander Marionos im "General-Anzeiger" (Bonn):
Was heißt hier “rechtspopulistisch”? Es sind die immer selben, inzwischen müde machenden Reflexe, mit deren Hilfe wichtige Debatten beendet werden sollen, bevor sie überhaupt begonnen haben. Darum sei an dieser Stelle klar gesagt: Heinz Buschkowsky hat recht. [...] Wie krampfig sich die Politik dem Thema sonst nähert, zeigt ja schon die steigende Zahl verbotener Begriffe: “Ausländer” darf man nicht sagen, “ausländische Mitbürger” auch nicht, “Migranten” auch nicht; Menschen mit Migrationshintergrund – das geht schon eher, klingt aber nicht gut. Die meisten Türken von nebenan sind da klarer: “Wir sind Türken”, sagen sie, auch wenn sie hier geboren sind, und hängen bei der EM die türkische Fahne aus dem Fenster. Wer ist also schuld, wenn Integration so nicht gelingt? Die Deutschen? Wie sehr Buschkowsky Sozialdemokrat ist, zeigt sich, wenn er in bester SPD-Tradition das Heil in der Bildungspolitik sucht.
http://www.blogspan.net/presse/general-anzeiger-leitartikel-wohnen-im-kiez-das-neue-buch-des-neukollner-burgermeisters-heinz-buschkowsky/mitteilung/344737/

Der Journalist Jonas Gerding im "STERN":
Wer die 400 Seiten komplett durchliest, weiß: Buschkowsky ist nicht Sarrazin. Und schon gar kein Rassist. Sondern einer, der mit dem politischen Schatten der Integration ringt. Täglich.
http://www.stern.de/politik/deutschland/integrations-buch-neukoelln-ist-ueberall-buschkowsky-ist-nicht-sarrazin-1899751.html

Der Journalist Harry Nutt in der "Frankfurter Rundschau":
Es wäre viel gewonnen, wenn jetzt keine Debatte über den Lokalpolitiker Buschkowsky entsteht. Vielmehr sollte man seine Schilderungen auch andernorts zum Anlass nehmen, eine dichte Beschreibung der sozialen Wirklichkeit unserer Städte vorzunehmen. Dazu müssten Auf- und Einstiegsgeschichten von Menschen mit Migrationshintergrund ebenso gehören wie die von erfolgreichen Neustarts von einst abgeschriebenen Gegenden und ihren Bewohnern.
http://www.fr-online.de/politik/leitartikel-wir-muessen-buschkowsky-ernst-nehmen,1472596,18171124.html

Die Journalistin Regina Mönch in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung":
Heinz Buschkowsky ist ein Träumer, aber kein Phantast, die Hälfte dieser fast vierhundert Seiten sind kluge Analyse und Konzept, wie man ändern könnte, was andere lieber gar nicht erst sehen wollen. Er ist sich sicher, dass „wir den Knick im Tunnel, hinter dem das Licht ist“, erreichen können. Nicht alle halten an seiner Seite durch. Aber er findet immer wieder neue Helfer – Schüler, Lehrer, Richter, Polizisten, Journalisten –, weil in Neukölln nicht nur überbordende Straßengewalt zu besichtigen ist und eine sich offenbar immer von Neuem reproduzierende Bildungsabstinenz, sondern weil dort ein Klima der Offenheit herrscht, in dem Konflikte erkannt werden und man darüber streitet in einer Art, die von der Konsenskultur des politischen Mainstreams abweicht. Das regt die Phantasie an und erzeugt Hoffnung. Man wird in Deutschland wenig Vergleichbares finden.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/buschkowskys-gesellschaftsanalyse-das-zuschauen-muss-ein-ende-haben-11896017.html

Der Journalist Harald Martenstein im "Tagesspiegel":
Die Rassismus-Vorwürfe gegen Heinz Buschkowsky und sein Buch kotzen mich an. Ich rede so drastisch, weil gerade die Erinnerung an diese Ohrfeigen in mir hochgestiegen ist. Klar, ein bisschen demütigend war das schon. Buschkowsky ist kein Sarrazin, man findet bei ihm kein rassistisches Wort. Er mag Menschen.
http://www.tagesspiegel.de/meinung/martenstein-ueber-buschkowskys-buch-wenn-ich-verpruegelt-werde-ist-das-kein-grosses-ding/7198554.html

Die Soziologin Necla Kelek in der "WELT":
Heinz Buschkowsky, weiß wovon er spricht. Er sagt, was ist – und das in einer Sprache, die die Menschen verstehen. Er geht dahin, wo es weh tut, und wenn nötig, gibt er den Volkstribun. Für mich ist er der letzte Sozialdemokrat seiner Art: ehrlich, authentisch und witzig. Ich gestehe, ich bin ein Fan des Bürgermeisters der Herzen. Ohne ihn würden viele Themen unseres Zusammenlebens unter den Teppich gekehrt.
http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article109515326/Warum-Heinz-Buschkowsky-Recht-hat.html

Die Journalistin und Schriftstellerin Güner Balci beim "Deutschlandradio":
Auch der Bürgermeister in Mitte würde niemals so konkret und Tacheles sprechen wie Heinz Buschkowsky. Bei Heinz Buschkowsky kann man dankbar sein, dass der Mann einfach in politischer Hinsicht auch nichts mehr zu verlieren hat und deswegen auch die Wahrheit nicht scheut. Und er ist einer der einzigen, die ich kenne, der so offen und direkt und oft auch politisch unkorrekt die Wahrheiten anspricht, die da anzusprechen sind, weil sonst würde sich nie was verändern. [...] Ja, so jemand wie Cem Özdemir sollte sich mal persönlich fragen, warum er aus einem Haus auszieht, in dem ihm ein Moschee-Verein nicht gefällt, aber ansonsten nicht möchte, dass andere Menschen über solche Zustände sprechen und sich vielleicht auch darüber empören, dass sie irgendwelche Moschee-Vereine oder diverse andere Vereine mit Aktivitäten, die sich ihrer Kenntnis entziehen, in ihrer Gegend haben und sich einfach unsicher fühlen.
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1876276/

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