Geringe Chancengleichheit in Deutschland

Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) belegt, worauf Sozialverbände immer wieder hinweisen: Das Elternhaus hat in Deutschland einen erheblichen Einfluss auf den beruflichen Erfolg der Menschen. Der Traum, vom Tellerwäsche zum Millionär zu werden, sei nicht nur in den USA eine Legende, sondern auch in Deutschland, so Daniel Schnitzlein, Autor der Studie.
Schnitzlein hat in seiner Studie Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) ausgewertet. Die Daten zeigen: Etwa 40 Prozent der Ungleichheit beim individuellen Arbeitseinkommen lassen sich durch den Familienhintergrund erklären, beim Bildungserfolg sind es sogar über 50 Prozent. Von Chancengleichheit könne deshalb in Deutschland nicht die Rede sein, so Schnitzlein. Im internationalen Vergleich stehe Deutschland auf einer Stufe mit den USA, die sich am unteren Ende der Chancengleichheit befinde.
Besonders groß sei der Einfluss des familiären Hintergrunds bei Männern. Beim individuellen Arbeitseinkommen erklärt er 43 Prozent der Ungleichheit, beim Familieneinkommen 47 Prozent und bei den Stundenlöhnen knapp 46 Prozent. Bei Frauen liegen diese Werte etwas niedriger. So erklären bei ihnen der familiäre Hintergrund 39 Prozent der Ungleichheit beim Arbeitseinkommen und 32 Prozent beim Familieneinkommen. Bei den Stundenlöhnen sei der Anteil ungefähr gleich zu den der Männer. Der Bildungserfolg lasse sich noch stärker vom familiären Hintergrund ableiten: 66 Prozent der Ungleichheit gehen bei den Männern und 56 Prozent bei den Frauen gehen auf ihn zurück.
Deutschland zähle im internationalen Vergleich zu den Ländern mit einer wenig ausgeprägten Chancengleichheit. Auf der Skala der sozialen Mobilität befinde sich die Bundesrepublik auf einer Stufe mit den USA am unteren Ende. Demgegenüber sei die Gesellschaft in Dänemark von einer hohen Durchlässigkeit gekennzeichnet: Maximal 20 Prozent der Ungleichheit des individuellen Arbeitseinkommens gehen in der dänischen Gesellschaft auf den Einfluss familiärer Hintergründe zurück.
Die Ausgestaltung des Bildungssystem sei eine mögliche Ursache für die Chancenungleichheit, so Schnitzlein. Zweifelsfrei lasse sich dies nicht bestimmen für die Ursachen der starken internationalen Unterschiede. Eine Studie auf der Grundlage dänischer Daten hätte allerdings ergeben, dass die Einflüsse des Familienhintergrunds bei Migranten ähnlich gering sind wie bei Dänen ohne Migrationshintergrund. Daraus ließe sich ableiten, dass es weniger auf kulturelle Gründe als auf institutionelle zurückzuführen ist wie die Ausgestaltung des Bildungssystems. In der Forschungsliteratur gäbe es außerdem Hinweise, dass das Bildungssystem ein treibender Faktor für die Chancengleichheit ist, so Schnitzlein weiter.
Die Ergebnisse der DIW-Studie wurden mit einem neuen methodische Verfahren ermittelt, dass Geschwister, die unter ähnlichen Bedingungen groß wurden, mit anderen gleichaltrigen Personen vergleicht.

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