Gerecht wirtschaften – Geldreform, ein Brief an Freunde

St. Peter, 12. 9. 2012

Sehr geehrte Damen und Herrn, liebe Freundinnen und Freunde,

die große Herausforderung Fehler in der Finanzarchitektur zu überwinden, kann nur in einem ganz breiten Miteinander gelingen. Dazu ist es notwendig, in Gedanken, sowie dort wo es sich fügt auch in Worten und Werken, Beziehungen zu knüpfen und sich und andere über Hoffnungen und Auswege zu informieren.

Gerechteres Geld kann dort entstehen, wo das Wohl aller ins Blickfeld kommt. Im regionalen Bereich gibt es weltweit ca. 5000 Arten von Währungen, welche, z. B. als Zeitgutscheine, niemanden benachteiligen und so Gemeinschaft fördern. Es gäbe auch Modelle für gerechteres nationales Geld, für eine faire globale Handelswährung. Politiker aber sind überfordert. Sie wagen es nicht, die Hintergründe der Finanzkrise zu enttabuisieren und Schritte für eine Renovierung des Geldwesens einzuleiten. Wegen der Staatsverschuldung sind sie u. a. auch den Sachzwängen ständiger Umschuldung ausgesetzt.

Zukunftsfähige Finanzpolitik braucht genügend Wissen und eine breite Unterstützung von der Basis: überparteilich, kreativ und mit jener fröhlichen, liebevollen Selbstverständlichkeit, welche Menschen hilft schwierigste Probleme gemeinsam zu lösen. Bitte, machen sie mit! Überlegen Sie, ob Sie auch ein wenig Zeit für Informationen, welche für eine gerechtere Zukunft notwendig sind, investieren möchten! Siehe unten.

Bauen wir gemeinsam an einem Netz, welches Bedrohungen durch unser Geldwesen auffangen könnte. Bitte, überlegen Sie die folgenden Tipps! Falls Sie sich überfordert fühlen: Für den Einstieg würde es auch schon genügen, den letzte Punkt zu beachten.

Geglücktes Leben baut auf geglückten Beziehungen. Dabei kommt es weniger auf unsere Gefühle an, sondern auf unsere Entscheidungen. Denken Sie sich 2 Fäden, welche Sie in der Mitte zu einem Kreuz verknoten. Jener Knopf symbolisiert Ihre Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen.

  • Denken Sie sich den ersten der 4 Fadenenden als Zeichen für Ihren guten Willen, gelungene Beziehungen im Familien- Freundes- und Bekanntenkreis zu pflegen.
  • Der 2. Beziehungsfaden steht für Menschen, denen Sie lieber aus dem Weg gehen, die Sie nicht mögen, deren politische oder religiöse Einstellung Ihnen sehr fremd ist. Entscheiden Sie sich dafür, ihnen im Notfall zu helfen und zu versuchen zu verstehen, warum sie so ganz anders sprechen und handeln, als es in Ihren Augen richtig wäre
  • Der 3. Beziehungsfaden symbolisiert die Bereitschaft, gedanklich jenen Menschen nahe zu sein, die unvorstellbar leiden, weil die Dynamik des Zinseszinsmechanismus und das damit eng zusammenhängende Prinzip der Gewinnmaximierung, sie unentrinnbar tiefer und tiefer in die Not drängt, ganz automatisch. Immerzu noch größeren Guthaben an Geld stehen Schuldenberge im selben Ausmaß gegenüber. Die Wirtschaft ist gezwungen zu wachsen, damit unser Geld funktionieren kann. Da dies auf Dauer unmöglich ist, sind Neuanfänge, Kriege! notwendig.

Beziehung zu Menschen die in Not sind drängt uns, einem gerechteren, friedlicheren Miteinander zu dienen, sie macht uns kreativ und letztlich glücklich.

  • Mit dem 4. Faden sind Sie gebeten, gedanklich ist dies immer möglich, wohlwollende, heilsame Beziehungen zu Menschen zu gestalten, welche Verantwortung dafür tragen, dass unsere derzeitige Geldordnung schweres Unrecht provoziert und die Zukunft der Menschheit gefährdet. Gemessen an Kriterien für Lebensqualität sind  längst alle Menschen Verlierer unserer derzeitigen Geldordnung. Wir brauchen die Zustimmung aller, für gerechtere Alternativen. Es könnte angeboten werden, Ansprüche auf Geld teilweise in einer Wertaufbewahrungswährung einzufrieren und diese bei Bedarf in eine neue, stabile umlaufende Währung für Konsumzwecke einzutauschen. Jeder vernünftige Mensch müsste damit zufrieden sein können.
  • Aller Trost und alle Hoffnung, sich bedingungslos geliebt wissen, strömt aus jener inneren Quelle, welche durch bewusste Gottesbeziehung freigelegt werden kann. Es ist ein Geschenk einfach nur leben zu dürfen, auch wenn wir meinen, keinen Beitrag (mehr) für die Gesellschaft leisten zu können. Der Sinn unseres Lebens liegt alleine schon in der Entscheidung, für jeden Menschen inneren und äußeren Frieden und ein glückliches Leben zu wünschen. Dies ist uns auch dann möglich, wenn wir rund um die Uhr auf Hilfe anderer angewiesen sind und nicht mehr sprechen können.

Die Grenze zwischen Gut und Böse geht durch unser aller Herzen. Es kommt darauf an, welche Seite wir in uns und in anderen „füttern“.

Wissen über Voraussetzungen für zukunftsfähiges Geld könnte uns mit Freude und Begeisterung für neue Wege erfüllen. Bitte machen Sie sich kundig und bitten Sie  interessierte Menschen, dies ebenfalls zu tun. Dazu wäre es möglich, diesen Brief einfach weiterzuleiten, oder ihn mit Ihren Worten für Ihren Freundeskreis, für Ihre Organisation, neu zu gestalten.

Unter  www.arge-gerecht-wirtschaften.at  finden Sie den Ausstellungsführer von „Segen und Fluch des Geldes. Von www.wirgemeinsam.net ist es möglich den Bestseller „Neues Geld – Neue Welt“ von Tobias Plettenbacher gratis herunterzuladen. www.geldreform.de bietet immer wieder neue Filme zu diesem Thema.

Unter Andreas Claus „Crashkurs Geld“ finden Sie im Internet den Vortrag eines ehemaligen Finanzdienstleisters, welcher Ihnen auf humorvolle Weise innerhalb einer Stunde erklärt, warum wir dringend einen Systemwandel in der Geldordnung brauchen.

Seit über 20 Jahren beschäftigen mich Info- und Vernetzungsarbeit für gerechteres Geld. Freunden meines Gatten verdanke ich die riesige Hoffnung, auf diese Weise etwas für Menschen in Not tun zu können. Und: Es ist überaus spannend zu erfahren, wie die Funktion des Geldes in der Geschichte Wohl und Wehe der Menschen geprägt hat.

Wir dürfen nun auf allem Ringen nach Gerechtigkeit und Frieden von Menschen bauen, die vor uns gelebt und dafür auch gelitten haben.

Abschließend noch ein Wort von Karl Rahner, an uns, damals Jugendliche:

„Ihr habt immer zwei Möglichkeiten: Hoffnung oder Resignation!“

Mit allen guten Wünschen grüßt Sie/ Euch sehr herzlich, Josefa Maurer [email protected]

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