George Clooney und das Kaffeekochen bei Nestle – Vom großen Erfolg eines Doubles

Am 07.09.2011 habe ich über die Aktion der Solidar Suisse bezüglich fair gehandelten Kaffees bei Nestle berichtet. Nun scheint es so, als könnte man von einem Erfolg sprechen. Denn der UNO-Botschafter möchte nun Beweise von Nestle haben, dass diese Firma keine Kinder auf den Plantagen beschäftigt und fair-gehandelten Kaffee verarbeitet. Ansonsten würde er den Werbevertrag nicht verlängern. So bestätigt es die Nestle-Zentrale. Wieder einmal zeigt es sich, dass man mit solchen Aktionen doch was bewegen kann.

Auszüge aus dem Taz-Artikel:

„Bereits über eine Million Menschen haben seit Ende August den bei YouTube geschalteten satirischen Werbespot gesehen, in dem ein herabfallendes Nespresso-Werbeschild Clooney unter sich begräbt. Dazu tönt eine Stimme aus dem Off: „Sorry, George, so fühlt es sich an, wenn man als Kaffeepflücker ausgebeutet wird. Nespresso ist einer der teuersten Kaffees der Welt, wird aber leider immer noch nicht fair gehandelt. George Clooney könnte das ändern. Schreiben Sie ihm eine E-Mail: Entweder fair gehandelter Kaffee oder kein George Clooney mehr in den Nespresso-Werbespots“.

Dieser Aufforderung folgten inzwischen fast 20.000 Menschen. Produziert wurde der Werbespot von dem international ausgerichteten Schweizer Arbeiterhilfswerk „Solidar Suisse“. Nach den Recherchen der Organisation werden die ArbeiterInnen auf den Plantagen, von denen der weltgrößte Nahrungsmittelkonzenr Nestlé den Kaffee für die Nespresso-Kapseln bezieht, ausgebeutet.

Doch der von „Solidar Suise“ mit dem YouTube-Spot ausgelöste öffentliche Druck hat bei dem Hollywoodstar offensichtlich ein Umdenken bewirkt. Nach Informationen aus der Nestlé-Zentrale in Vevey am Genfer See will Clooney seinen demnächst auslaufenden Werbevertrag für die Nespresso-Kapseln nur verlängern, wenn Nestlé ihm sowie gegenüber „Solidar Suisse“ nachweist, dass die Arbeiter auf den Kaffeeplantagen nach den Kriterien des fairen Handels bezahlt und keine Kinder unter 18 Jahren beschäftigt werden.“

LG

Dirk



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