Genug Trinken – Ein Selbstversuch

Life-Style-Check hat einen neuen Beitrag für Dich! Genug Trinken – Ein Selbstversuch

Es heisst immer „Trinken Sie ausreichend Wasser!“ oder auch „Trinken Sie genug!“. Das klingt immer total einfach und logisch. Klar, unser Körper besteht bis zu 60 % aus Wasser, alles was im Körper passiert braucht Flüssigkeit. Und davon dann bitte auch genug. Aber wie viel ist denn genug? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung spricht von 1,5 Litern pro Tag, aber nicht weniger als 1 Liter Flüssigkeit. Andere sprechen von 30ml Wasser pro kg Körpergewicht. Wiederum andere ermahnen mindestens 2 Liter zu sich zu nehmen. Ich habe die Schnittmenge genommen und versucht sieben Tage lang mindestens 2 Liter zu trinken.

In diesem Post gibt es ein kleines Trink-Tagebuch und meine Erkenntnisse über mehr Flüssigkeit im Alltag.

Genug Trinken - Ein Selbstversuch

Genug Trinken – Ein Selbstversuch

Trink – Tagebuch oder: Warum Bäder manchmal wirklich trist sind

Tag 1 – Aller Anfang ist schwer 

Am ersten Tag meines Selbstversuchs trotte ich wie üblich in den Tag. Nur heute nehme ich schon vor dem ersten Kaffee tatsächlich ein Glas Wasser zur Hand. Die Erkenntnis: Tut gut. Diese Vorgehensweise wird ohnehin empfohlen, denn der Körper braucht die Flüssigkeit zum Auffüllen der Depots. In der Nacht verlieren wir schließlich bis zu einem Liter Flüssigkeit.

Mein Tag beginnt mit ein wenig Recherche bei einem Kaffee. Am Ende dieses Tages werde ich 2,5 Liter Flüssigkeit zu mir genommen haben. Auf dieses Ergebnis komme ich nur mit steter Erinnerung zu trinken. Die Flasche Wasser steht am günstigsten Platz, zwischendurch ein O-Saft und Tee darf auch nicht fehlen. Mir fällt auf, wie schwierig es ist sich selbst daran zu erinnern zu trinken. Ich denke mir Tricks aus, um das Trinken nicht zu vergessen. Ein Glas am richtigen Platz und ich verspüre die Notwendigkeit es zu füllen, der Tee am Abend und der O-Saft nach dem Essen.

Tag 2 – Routine in weiter Ferne 

An diesem Tag komme ich auf 2,35 Liter Flüssigkeit. Auch heute musste ich mich wieder erinnern. Spürbare Veränderungen kann ich noch nicht wahrnehmen. Bis auf eines: Ich brauche dringend ein „Pipi-Management“. Unglaublich, wie oft ich heute ein Bad betrachtet habe. In mir reift der Plan in unserem Badezimmer dringend etwas ändern zu müssen. Umso öfter ich es besuche, umso mehr Ideen zu einer Umgestaltung bekomme ich. Im Laufe des Tages konnte ich einige Vergleichsmöglichkeiten sammeln. Parallel dazu habe ich die „On the road“-Lösung gefunden. Meine Trinkflasche für unterwegs wird mit Tee gefüllt, die Flasche Wasser habe ich ohnehin dabei. Auf dem Schreibtisch steht nun ein Glas, immer wenn ich es anschaue, muss es gefüllt und getrunken  werden. Ich erwische mich dabei, das Glas zu ignorieren. Es funktioniert nur bedingt.

Tag 3 – Jetzt läuft es 

3,1 Liter sind es heute insgesamt. Und der Witz dabei: Es fiel mir gar nicht schwer. Gut, ich habe mich selbst ein wenig auf den Arm genommen. Ich habe mir einfach eine Kanne grünen Tee gekocht und den über den Tag verteilt getrunken. Kalt schmeckt der richtig gut! Die Flasche Wasser war schon gegen Mittag nur noch eine leere Hülle und der O-Saft gehört mittlerweile dazu. Inzwischen habe ich meine Taktik geändert. An strategisch günstigen Punkten steht entweder ein Glas oder eine Flasche Wasser. Gehe ich an diesen Punkten vorbei, muss etwas getrunken werden. Interessant, wie oft ich bestimmte Wege am Tag mache.

Tag 4 – Automatismen sind schon toll 

3,6 Liter Flüssigkeit und ich freu mich wie Bolle. Gut, auch heute war wieder eine Kanne Tee dabei und die platzierten Gläser und Flaschen haben ihr übriges getan. Aber: 3,6 Liter! An diesem Tag war es allerdings auch sehr warm. Ich stelle fest, dass ich während der letzten Tage keinen Durst mehr verspürt habe. Kein Wunder, ich trinke ja auch genug. Körperliche Veränderungen kann ich inzwischen feststellen (dazu mehr weiter unten). Inzwischen habe ich auch mein „Pipi-Management“ im Griff. Wenn es eines gibt, was ich wirklich nervig fand, dann war es nachts aufstehen, weil eines meiner Organe meint voll sein zu müssen. Pffff!

Tag 5 – Läuft! 

3,7 Liter stehen auf dem Zettel. Bei 33 Grad Außentemperatur auch kein Wunder. Heute fiel mir das Trinken überhaupt nicht schwer. Durst hatte ich auch keinen. Mein Vorhaben scheint sich langsam aber sicher zu verfestigen. Das Glas wird inzwischen nicht mehr ignoriert, es wird automatisch danach gegriffen.

Tag 6 und Tag 7 – Das machen wir jetzt immer so! 

Auch an diesen beiden Tagen komme ich auf gut 3 Liter pro Tag. Davon eine Kanne Tee und viel Wasser. Der Weg dahin war mit Disziplin gepflastert und mit ständiger Erinnerung. Insgesamt hat es sich aber gelohnt.

Wasser ist der Ursprung von allem

Wasser ist der Ursprung von allem

Was hat sich geändert?

In allen Artikeln, Ratgebern und guten Empfehlungen wird immer behauptet: Trinken Sie genug, es wird ihrem Körper gut tun. Ich wollte wissen: Was genau verändert sich denn?

In den ersten vier Tagen hat sich eigentlich nichts so richtig geändert. Ich fühlte mich wie immer, mein Körper war wie immer. Bis auf die Tatsache, dass ich unheimlich oft zur Toilette musste – kein Wunder! Aber ab Tag fünf konnte ich tatsächlich eine Änderung feststellen. Es ging eigentlich schleichend los:

  • Ich fühle mich insgesamt wacher und fitter
  • Meine Haut fühlt sich elastischer an und ist weniger trocken als sonst
  • Ich kann mich besser konzentrieren
  • Morgendliche Kopfschmerzen sind weg
  • Heisshungerattacken sind weniger geworden

Das morgendliche Glas Wasser lässt mich tatsächlich besser richtig wach werden. Insgesamt stelle ich auch ein verbessertes Wohlbefinden fest und das Fehlen von Durst.

Diese Punkte allein lassen mich weiterhin auf genügend Flüssigkeit achten. Es sind Kleinigkeiten, aber jede für sich ist schön zu beobachten. Da ich keine Gewichtsabnahme anstrebe und mit der Verdauung auch keine Probleme habe, kann ich hierzu nichts sagen. Ich habe aber auch zu diesen Punkten Positives gelesen.

Was habe ich getrunken?

Nur Wasser wäre ja öde 🙂 Meine Wahl fiel auf bekanntes Terrain. Pures Mineralwasser war natürlich dabei, aber auch Tee in allen Variationen. Ich nehme dazu losen Tee und brühe den frisch auf. Abgekühlt lässt sich mit wenigen Handgriffen ein Eistee zaubern oder einfach ein paar Eiswürfel rein. Welchen Tee ich bevorzuge, habe ich hier (Tee in allen Variationen) schon einmal gepostet, für unterwegs nutze ich die auslaufsichere Trinkflasche von Isybe, um unschönen Handtaschenerlebnissen vorzubeugen und sonst greife ich zwischendurch mal zum O-Saft (derzeit sehr gerne von Innocent), einem Smoothie oder auch einem Mixgetränk. Ich achte auf zuckerfreie Getränke und bevorzuge Fruchtzucker.

Ganz normales Wasser kann man ganz einfach aufpeppen: Ein paar Spritzer Zitrone rein, Gurkenscheiben in die Karaffe oder auch mal frische Minze. Mit frischer Minze lässt sich übrigens auch ein sehr schmackhafter, frischer Tee machen.

Wie handhabt ihr das ausreichende Trinken?