Gelesen: Halo von Alexandra Adornetto

Hallo meine lieben Leser!
Heute kommt für Euch die Rezi zum ersten Buch, das im Jahr der Engel veröffentlicht wurde! Einige von Euch haben vielleicht auch Ende des letzten Jahres dieses kleine Kärtchen vom Rowohlt Verlag erhalten, die dieses spezielle Jahr angekündigt hat.
"Halo" macht den Auftakt und hat leider einige Macken, schade!
Für das Rezensionsexemplar möchte ich mich ganz herzlich beim Rowohlt Verlag bedanken!
Gelesen: Halo von Alexandra AdornettoEckdaten
Hardcover, 560 Seiten
Rowohlt Verlag; 1. Ausgabe vom März 2012
ISBN: 978-3-499-21600-8
Euro (D): 17.95
beim Verlag
Leseprobe
Inhalt
In dem verschlafenen Ort Venus Cove scheint die Welt noch in Ordnung. Doch dunkle Mächte sammeln sich, immer öfter kommt es zu unerklärlichen Todesfällen. Bis eines Nachts drei Engel auf der Erde landen, vom Himmel gesandt, um dem Bösen Einhalt zu gebieten. Fasziniert vom Leben der Menschen, mischt sich Bethany, die jüngste und unerfahrenste der drei himmlischen Geschwister, unter die Schüler der Highschool– und verliebt sich Hals über Kopf in den attraktiven Schulsprecher Xavier. Doch ihre Liebe bringt die Mission der Engel in Gefahr, denn niemand darf über ihre eigentliche Herkunft Bescheid wissen. Und schlimmer als der Zorn des Himmels ist die Bedrohung durch das Böse, das bereits ein Auge auf Bethany geworfen hat …
Meine Meinung
Bethany, Gabriel und Ivy sind Engel und sie wurden vom Himmel hinunter nach Venus Cove geschickt, um dort das sich ausbreitende Böse in seine Schranken zu verweisen. Für Beth ist es das erste Mal, dass sie zur Erde kommt. Sie hat Angst, ist unerfahren und begeht schon bald den größten Fehler, den ein Engel begehen kann: sie verliebt sich in einen Sterblichen, den jungen Xavier. Und als wäre das nicht schon genug an Schwierigkeiten, taucht auch bald noch ein anderer, düsterer Junge auf, der es auf Beth abgesehen hat.
Der Klappentext klingt vielversprechend und auch das Cover ist wirklich wunderschön anzusehen, ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und war während des Lesens auch gefesselt von der Geschichte, aber letztendlich musste ich leider feststellen, dass dieses Buch sehr viele Macken hat.
Das fängt für mich schon bei einer grundlegenden Sache an. Ja, es geht um Engel in dieser Geschichte und in meiner Auffassung zählen diese Gestalten genau so zu den fantastischen Erfindungen wie zum Beispiel Zwerge oder Vampire. Hier wird man aber gleich mit einer sehr religiösen Fassung des Begriffs "Engel" konfrontiert und auch während des gesamten Buches kommen immer wieder sehr stark religiöse Elemente vor, zum Beispiel ist Xaviers Familie strengstens katholisch. Ich habe nichts gegen jemanden, der einer Religion nachgeht, ich bin aber konfessionslos und habe mich durch die extrem vielen, auch schleichenden und versteckten, Anspielungen auf Gott, den Himmel usw. fast schon ein wenig bedrängt gefühlt - man bekommt quasi das religiös vorgefertigte Bild des Engels aufgedrückt und darf sich keine eigenen Vorstellungen machen, das hat mir gar nicht gefallen.
Der zweite Punkt sind die Charaktere. Die drei himmlischen Geschwister sind allesamt perfekt, keiner von ihnen hat wirklich einen schwerwiegenden Fehler. Natürlich sind sie keine Menschen, aber durch diese total fehlende Charakterisierung bleiben sie völlig blass. Beth ist zwar ein wenig menschlicher, aber ist so dermaßen naiv und überängstlich, dass es mir manchmal richtig auf den Senkel gegangen ist. Xavier ist auch so ein absoluter Musterknabe, perfekt, ohne Fehler und, wie schon erwähnt, überaus christlich, was natürlich auch Keuschheit nach sich zieht.
Wer also eine Teenager-Romanze vom Feinsten erwartet, der wird enttäuscht sein. Die knisternden Szenen sind extrem harmlos und für heutige Verhältnisse sogar für Leser unter 10 Jahren geeignet! Ich fand die Situation zwischen den beiden einfach nur extrem kitschig und das kann ich leider gar nicht ausstehen.
Aber es gibt nicht nur Negatives über das Buch zu berichten. Ich fand den Schreibstil sehr angenehm, was mir ein sehr flüssiges Lesen ermöglicht hat. Auch die Dialoge sind nicht zu aufgesetzt oder zu kurz und von der Anzahl her gut dosiert. Auch wenn die Geschichte über weite Strecken nichts, aber wirklich gar nichts,  an Action zu bieten hat und größtenteils vor sich hin plätschert, zieht sie einen trotzdem in ihren Bann. Mir ging es jedenfalls so, dass ich das Buch ganz schlecht weglegen konnte, weil ich mich durch den Schreibstil der Autorin und die lebendigen Dialoge sehr gut in die Geschichte hineinversetzen konnte, es kommt einem alles sehr lebending vor.
Ein Fazit zu diesem Buch fällt mir sehr schwer. Zum einen hat mich das Buch gefesselt, obwohl der Plot größtenteils von Alltäglichem berichtet, und zum anderen bin ich sehr enttäuscht von den Charakteren, von der fast schon aufdringlichen Religiösität und von dem extremen Kitsch.
Wer sich mit diesen Kritikpunkten anfreunden kann bzw. kein Problem damit hat, dem dürfte dieses Buch gefallen, aber für meinen Geschmack waren es einfach zu viele unangenehme Macken.
Bewertung
Eine schwierige Entscheidung! Einerseits kitschig, sehr religiös und mit blassen Charakteren auf der anderen Seite war es ein absoluter Pageturner, also muss es ja fesselnd gewesen sein. Ob man das Buch mag oder nicht ist wirklich sehr große Geschmackssache!
Ich gebe 3 von 5 Sternen ***

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