Gedichte am Rande

Guten Morgen ihr Lieben!!!

Heut hab ich ein Wort zum Sonntag für euch ;-) Genauer gesagt mehrere Wörter!! Und ich blogge zu einer ungewöhnlichen Zeit…wir waren heute schon früh munter und ich hab schon sooo viel erledigt, schön ist das!!

Heute möchte ich euch von meinem Lieblingsonkel erzählen!! Wenn ich an meinen Onkel Gynther denke, dann fallen mir nächtliche Spaziergänge mit „Sterne schauen“ im Waldviertel ein, lange Fahrradtouren, anspruchsvolle Gesellschaftsspiele (Worttüftel, Scrabble…), Malen und Literatur! Als ich ein Kind war war er immer der gescheiteste Mensch auf der Welt für mich, er wusste einfach alles, bis ins Detail! Seine Bilder waren die schönsten auf der Welt, so detailgetreu und surreal (á la M.C.Escher – auch so ein Genie) und die Gedichte lustig und doch oft zum nachdenken. Ich hab viel von ihm gelernt!!

Jetzt hat Gynther ein Buch veröffentlicht, „Gedichte am Rande“:

„Surreale Gedichte und Kurzgeschichten, die sich in phantastischen Grenzräumen der Realität bewegen, im unnachahmlichen Stil des Autors verfasst.“

Gedichte am Rande

Ich hab das Buch auf einen Sitz durch gelesen, auch mein Bruder (der nie Bücher liest, ehrlich!) Daher hier exklusiv für euch zum rein lesen:

Der Kragenbär

Neulich fragte mich der Kragenbär,
wo denn wohl sein Kragen wär’.
Er wär’ ganz neu, und ausserdem
kratze er den Hals so schön.

Nun war, seit siebzehn Stunden,
das gute Stück verschwunden,
und der Hals war schutzlos jetzt
Wind und Wetter ausgesetzt.

Doch das Schlimmste an der Sache,
was ihm den grössten Kummer mache:
Der Kragen (der rosa war, und blau)
war ein Geschenk von seiner Frau!

Zum Geburtstag, vor acht Tagen,
hatte sie beim Kaufhausjagen
hohe Kosten nicht gescheut,
damit der Gatte sich auch freut.

Der Kragenbär war so betreten,
dass er den Nasenbären gebeten,
des Kragen Fährte aufzunehmen.
Denn sicher rieche er doch jenen.

Der Nasenbär tat überheblich,
doch seine Mühe war vergeblich,
fand keine Spur und keine Fährte
auf das Kleinod, das begehrte.

Daher fragte mich der Kragenbär,
ob ich ihm nicht behilflich wär’.
Und damit ichs leichter hab’,
gab er folgende Beschreibung ab:

„Er ist vorn an beiden Ecken
besetzt mit grünen Bärlauchflecken
und hat seitlich eine Borte
von der Geburtstags-Erdbärtorte.“

Kurz kombiniert und nachgedacht,
erwachte alsbald ein Verdacht.
Da war nämlich das Stück, das fesche,
bei Frau Waschbär – in der Wäsche.

Der Nasenbär war ganz beleidigt
und hat damit sich verteidigt,
dass ihm die Suche leicht gelinge,
wenn’s um kräftigere Dinge
(zum Beispiel: Braunbärs Hose) ginge.

Hihi, ich find das süß!! In dem Buch sind viele Gedichte, über Tiere und Pflanzen, über den Mondolin und andere seltsame Gesellen, Bemerkenswertes aus dem Leben, Wirkungen der Liebe, und auch drei kurze Geschichten („Eine Geschichte am Rande“ – genial!).

Man kann das Buch im Buchhandel bestellen (direkt über den Verlag), ihr könnt mir aber auch sagen wenn ihr es wollt, dann organisier ich es euch ;-)

So, das wars für heute, wünsch euch noch einen schönen Sonntag!!!

Gedichte am Rande

“Starting out to make money is the greatest mistake in life. Do what you feel you have a flair for doing, and if you are good enough at it, the money will come.” (Greer Garson)

PS: Bettina hat meine Duschsmoothies ausprobiert, mit tollen Aromen, schaut super aus!!



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