Gedenken der Novemberpogrome 1938

Jüd.FriedhofSenefelder1.jpg Jüdischer Friedhof Prenzlauer Berg

Ein Pogrom wurde inszeniert: Etwa 400 Menschen wurden während der Novemberpogrome 1938 ermordet, Hunderte zusammengeschlagen oder in den Selbstmord getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie 7.500 Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört.

Jüd.FriedhofWS2.jpg Jüdischer Friedhof Weißensee

Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, Schicksale, Geschichten, Traditionen, Glaube und Kultur. Das alles sollte ausgelöscht werden. Damit diese Menschen nicht in Vergessenheit geraten, wurde gestern auf den jüdischen Friedhöfen Prenzlauer Berg und Weißensee der Opfer gedacht: Große Stille, wenige aber wichtige Worte vom Bezirksbürgermeister Matthias Köhne.
Anschließend besuchten Burkhard Kleinert (Vorsteher BVV Pankow), Michael van der Meer, Matthias Zarbock (beide Linksfraktion Pankow), Christine Keil (Stadträtin Pankow) und Stefan Liebich noch das Grab von Stefan Heym. Ein trauriger aber schöner Abschluss.
Möge kein Staat dieser Erde jemals wieder Anlass zu einem solchen Gedenktag geben! Ich glaube, mit diesem Gedanken endete heute für viele Menschen der Tag.