Gedanken zum Leben und Wirken Nelson Mandelas

Der Südafrikanische Präsident Zuma über seinen Vorgänger: "Unsere Nation hat ihren größten Sohn verloren."
Ladies & Gents,
der Tod des 95-jährigen Nelson Mandela kam nicht überraschend. Dennoch war es für viele Südafrikaner ein Schock: Der Nationalheld, der Heilige, der Friedensnobelpreisträger, der erfolgreiche Kämpfer gegen die Apartheid-Politik, - er lebt nicht mehr.
Mich stimmen die Berichte über das Leben und Wirken Nelson Mandelas nachdenklich und traurig. Traurig nicht nur, weil ein verdienter alter Mann, der sehr viel erreicht hat und noch mehr gelitten hat, gestorben ist. Mir wurde an der Person Mandela in besonderem Maß bewußt, wie verlogen die Politik und die Medien sind und wie dumm und leichtgläubig Völker den Verrücktheiten ihrer Anführer blind  und gedankenlos zu folgen pflegen. Das ist weiterhin so und daran hat sich in keiner Weise etwas geändert.
Ich will das kurz erläutern:Ein südafrikanischer Staatsanwalt, forderte im Jahr 1964 die Todesstrafe für Nelson Mandela. Diese wurde dann vom Richter Quartus de Wet in eine lebenslängliche Freiheitsstrafe umgewandelt, - auch wenn 27 Jahre Gefängnis schlimmer sein mögen als der Tod es je sein könnte.
Interessant wäre zu erfahren, - falls Staatsanwalt und Richter noch leben - wie diese heute das Urteil von damals wohl beurteilen. - Und wo war zu jener Zeit die Stimme der Nobelpreisverleiher? Geschlafen? Wo war die energische Stimme der Medien weltweit?
US-Präsident Ronald Reagan und die britische Regierungschefin Margret Tatcher bezeichneten Nelson Mandela als einen gefährlichen Terroristen. Heute wurden in den USA die Flaggen auf Halbmast gesenkt, um das Andenken an den verstorbenen schwarzen Südafrikaner entsprechend zu würdigen. Erst im Jahr 2008, also vor fünf Jahren, war Mandela von der Terroristenliste gestrichen worden. Bei der WM-Auslosung in Brasilien wurde zum Gedenken Mandelas heute eine heuchlerische Schweigeminute eingelegt. Die Fußballgötter hatten sich allerdings keinen Deut um den Südafrikaner gekümmert, als er wirklich Hilfe gebraucht hätte während er unendlich lang in der Gefängniszelle schmachtete. Nun nützt ihm die Heuchel-Show natürlich nicht mehr.
Wie kann es sein, dass ein- und derselbe Mann, der seine Ansichten nicht geändert hatte, vom Terroristen zum Nationalhelden mutierte? Wo war der Aufschrei der Medien weltweit geblieben, nachdem Mandela als Terrorist eingestuft worden war?
Mandela indes, der in seinem Leben auch als Schwergewichtsboxer agierte, war kein Heiliger. In seiner politischen Mission hatte er große Irrtümer und Fehler begangen: So bezeichnete er zum Beispiel Fidel Castro und Muammar Gaddafi, die er als Vorbilder sah, als seine 'Kampfgenossen'. Nach meiner Meinung war das eine haarsträubende Fehleinschätzung!
Zum Schluss eine kleine, aber wahre Geschichte, die ich selbst erlebt habe. Diese eher lustige Story mit ernstem Hintergrund macht den Wahnsinn der Rassentrennung deutlich:Zusammen mit meiner Tochter Julia fuhr ich Anfang der 90-er im Leihwagen von Kapstadt in Richtung Port Elisabeth entlang der wunderschönen Gartenroute. In Port Elisabeth angekommen, suchten wir das Hotel Holyday Inn, welches wir gebucht hatten. Auf der Straße kam uns ein Farbiger entgegen, der einen ortskundigen Eindruck machte. Ich kurbelte das Autofenster herunter und fragte ihn höflich nach dem Weg zum Hotel. Sehr beflissen und präzise erklärte er mir den Weg und wiederholte zur Sicherheit sorgfältig alles noch einmal, damit auch gar nichts schief gehen kann. Ich bedankte mich freundlich. Doch dann geschah etwas Unerwartetes:.Der Südafrikaner antwortete: "Ich sagte die Wahrheit. Sie können auch einen Weißen fragen, aber der wird Ihnen genau dasselbe sagen, wie ich."Peter Broell

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