Fussball-Maut: 8,50 Euro Mindestverzehr

Die Übertragung von “Sportereignissen” ist längst zum milliardenschweren lukrativen Medien-Kommerz geworden. Haben sich die öffentlich-rechtlichen wegen ihrer einseitig-manipulativen und “machtnahen” Berichterstattung das Prädikat “Propaganda-Fernsehen” eingehandelt, so hat das staatliche Zwangsbeitrags-TV doch für den ein oder anderen Fussballbegeisterten immer noch einen hohen Wert. Nicht jeder kann sich die teuren Abos der Privaten Spektakel-Sender wie SKY leisten, die sich unter anderem die Rechte für die Live-Übertragungen zahlreicher deutschen Liga-Events und Champions League gesichert haben. Dazu ist das gemeinsame Ansehen von Spielen in der Stammkneipe für viele Deutsche eine ihrer zentralen Freizeitbeschäftigungen.
Für die Wirte der Gaststätten, die überwiegend von Sportinteressierten, insbesondere Fussbalfans leben, geht´s nicht ohne kommerzielles Abo beim himmlischen Sender. Der verlangte bis letztes Jahr noch 320 Euro pro Monat, wollte danach 434, dann 660 haben. (1)  Seit diesem Jahr nun 700Euro Monats-Abo-Gebühren.

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Fussball & Auto – die große Abzocke in Schland – Foto: © Andrea Damm / pixelio.de

Eine Wirtin in Köln hat zur Finanzierung dieser Kosten jetzt begonnen – witzigerweise in Anlehnung an den “Mindestlohn”- 8,50Euro Mindestumsatz von Gästen zu fordern, die zum Fussball-Schauen kommen.

Irgendwie müssen die horrenden Kosten wieder eingespielt werden. Angeblich würden ihre Stammgäste dafür viel Verständnis aufbringen und wegen dieser Misere auf SKY schimpfen. (2)
Sich ein Übertragungsmonopol zu sichern, um dann diejenigen abzuzocken, die auf das Abo existenziell angewiesen sind, könnte man auch als eine erpresserische Geschäftsmethode empfinden. Dass “Sportereignisse” “eigentlich” ohne Kosten öffentlich zugänglich bleiben müssten, ist eine Forderung, die immer mehr in den Hintergrund gerät und durch privatwirtschaftliche Interessen untergraben wird. Zu groß sind die Gewinnaussichten wohl für finanzstarke Medienunternehmen mit Blick auf die Möglichkeiten, hier eine Monopol-Situation zu erlangen.

Ebenso, dass die staatlich finanzierte Grundversorgung, die Bereitstellung von Infrastruktur, beispielsweise die kostenlose Straßen- und Autobahnnutzung, die mehrfach von in Deutschland Steuerzahlenden finanziert wurde, in private Hände kommen soll. Einige Bundesländer wehren sich schon gegen Pläne der CDU/CSU-“SPD”-Regierung zu einer schleichenden Privatisierung, die geschickt eingeleitet wird. “Verkehrsinfrastrukturgesellschaften” für Bund und Kommunen sollen gegründet werden. Hierbei plant Verkehrsminister Dobrindt (CSU) die private Beteiligung von Investoren (öffentlich-private Partnerschaften, ÖPP). Die Finanzierung soll über Mautgebühren und öffentliche Fonds -an denen sich z.B. Versicherungen beteiligen können- erfolgen. Die Mautpläne, die offiziell als eine Entlastung der deutschen Steuerzahler verkauft werden, indem sich ausländische Straßennutzer durch Maut an den Kosten für deutsche Straßen-Infrastruktur beteiligen, würde so zur Einführung von Monopolgesellschaten mit privater Beteiligung mutieren.

Mancher, der ehrenamtlich in seinem Fussball-Verein engagiert ist, seine Zeit und sein Engagement einbringt, reibt sich im Moment verwundert die Augen und denkt möglicherweise, dass er als Basis für diese Finanzpyramide dient, die ihn gerade in seiner Stammkneipe nochmals abzockt. Wenn wir auch die Straßen in private Hände abgeben, was wird uns dann bevorstehen? Noch mehr Denkprozesse? Eine Revolution?

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Quellen – weiterführende Links

Foto: © Andrea Damm / pixelio.de

(1) Wirte sauer: „Sky will uns abzocken
(2) Köln: Wirtin muss monatlich 700 Euro an Sky zahlen – so holt sie das Geld wieder rein.


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