Fußabdrücke

Politiker, Manager, Königskinder, Schulschwänzer sowie grüne Kanzlerkandidaten haben uns erklärt, warum ihr CO2-Fußabdruck um ein Vielfaches höher ist, als der „klimaverträgliche Wert“ und auch der Durchschnittswert der Bundesbürger.
Robert Habeck Begründung in der Märkischen Allgemeinen lautete: Wenn er abends einen Termin in München und am nächsten Morgen in Hamburg habe, dann schaffe er das nur mit dem Flugzeug. Auf die Idee einer besseren Terminplanung kam er noch nicht. Ferner ist ihm der Klimaschutz nicht Grund genug, das Bonn-Berlin-Gesetz abzuschaffen, da gehe es schließlich um "Strukturpolitik" (also Wählerklientel).
Diese "Begründungen" werte ich aber nicht als Rechtfertigung sondern als Startwert an dem wir künftige Verbesserungen messen können, bis ihre Carbon-Footprint-Gaps geschlossen sind.
Ich erwarte von Protagonisten sogar, dass sie als Vorbild voran gehen und den zulässigen Footprint als ihren Maximalwert ansehen. Wer es ernst meint, geht mit gutem Beispiel voran.
Wir haben alle "Gründe", warum wir mit dem Auto zur Arbeit oder Einkaufen fahren. Schlechte Wohnungsbaupolitik und Stadtplanung zum Beispiel.
Für Klimaschützer Prinz Andrew ("Auch mit kleinen Fußabdrücken macht man einen großen Unterschied") sind lange Wochenenden, Parties und Auftritte auf Klimakonferenzen ohne Privatjet immer noch nicht denkbar, schreibt BILD. - Für mich sind solche Meldungen keine Aufregen, sondern eine große Entlastung. Erkenne ich doch daran, dass die Klima"Experten" ihre Warnungen -und somit Aufforderungen an andere- selbst nicht ernst nehmen.

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