Freiheitsliebe berichtet - Probearbeiten, wie man Geld spart als Chef

In den meisten Arbeitsverträgen die heute geschlossen werden, wird eine feste Probezeit vereinbart in der von beiden Seiten gekündigt werden kann. Damit es zu einer Anstellung kommen kann, wird meistens eine Bewerbung benötigt und in manchen fällen auch noch eine Probearbeiten vereinbart. Das man dieses Probearbeiten auch einfach ausnutzen kann, um bei temporären Engpässen Mitarbeiter zu haben, zeigte mir meine Erfahrung in einem Supermarkt der Norma-Kette. Ich bewarb mich online für eine Stelle in einer Filiale in meiner Nähe und erhielt nach 4 Wochen auch eine Rückmeldung, dass ich doch bitte, falls noch Interesse bestehe, an einem Montag um 6 Uhr vor dem Laden sein solle. Man würde mich hereinlassen und einweisen in den Job.

Der Ablauf

Anfangs sprach man noch von einem einzigen Tag zur Probe arbeiten, den ich auch mit vollem Elan antrat. Pünktlich um 6 Uhr morgens fand ich mich vor dem Laden ein, wurde hereingelassen und sollte direkt anfangen zu arbeiten. Im Gegensatz zu den Angestellten des Ladens erhielt ich allerdings keine Berufsbekleidung sondern sollte in meiner Zivilkleidung arbeiten. Als erstes Gemüse und Molkerei Produkte verräumen. Aufgrund von Erfahrung im Einzelhandel keine wirkliche Aufgabe, so dass ich ziemlich schnell fertig war und mich nach weiterer Arbeit erkundigte. Nach Zögern seitens meines "Chefs" drückte dieser mir einen Besen in die Hand und ich sollte den Laden fegen. Eine Arbeit, die ich an diesem Tag noch häufiger erledigen sollte, meistens, wenn man keine produktivere Beschäftigung für mich fand. Nach dem ich den Laden des öfteren gefegt hatte, gefühlte 100 Mal die Gänge nach leeren Kartons abgesucht hatte, von denen es allenfalls bei jedem Gang einen gab, schickte man mich nach 5 Stunden nach Hause mit der Bitte doch morgen zum erneuten arbeiten auf Probe wieder zukommen.

Der zweite Tage - Wir brauchen sie heute doch nicht

Nach dem ich mich am nächsten Tag erneut einfand und den Laden gekehrt, Brötchen gebacken und Pappe aus den Gängen entfernt hatte, wurde mir mitgeteilt, dass ich nach Hause fahren könne. Man würde mich heute nicht benötigen, da die Ware erst Morgen käme. Ich sollte also zum dritten Mal zur unbezahlten Probearbeit erscheinen und wieder in Zivilkleidung arbeiten.
Der dritte Tag - Ware kommt, kein Vertrag, aber lernen sie schon Mal
Morgens 6 Uhr - Ich fand mich erneut im Laden ein und fegte wieder zwei Stunden den Laden, backte Brötchen und suchte vergeblich nach Pappe, da die Lieferung zu spät kam. Nach dem die Lieferung irgendwann erschien und eine feste Angestellte nach Hause geschickt wurde, wurde mir offenbart ich solle doch bitte die Getränke machen. Man stellte mir zwei vollgepackte Paletten hin mit der Anweisung, dass diese innerhalb von 15 Minuten verräumt seien müssen.
Gut - Ich wollte den Job und Herausforderungen war ich nicht abgeneigt, außerdem hatte ich schon in einem größeren Getränkemarkt gearbeitet, so dass ich die Paletten spielend innerhalb von 10 Minuten verräumt hatte, was natürlich direkt kontrolliert wurde. Da die Paletten durch Regen und ähnliches dreckig waren, versaute ich mir mein T-Shirt, worauf ich aufgefordert wurde doch bitte mit Jacke zu arbeiten. Das Angebot mir ein T-Shirt der Kette zugeben, wurde mir auch zu diesem Zeitpunkt nicht gemacht, obwohl ich wusste, dass im Mitarbeiterraum einige davon lagen.
Am Ende des dritten Probetages teilte man mir dann mit, man könne mich noch nicht einstellen, da der Chef, welche die Personalfragen regelt nicht da sei, aber ich könne mir ja schon mal die dreiseitige PLU-Liste mitnehmen und die Nummern der Produkte auswendig lernen, damit ich optimal vorbereitet sei, wenn man mich einstellte.
Ich nahm sie mit, lernte sie aber nicht, denn wie erwartet meldete sich nach den drei Wochen, die der Chef angeblich weg sein sollte, niemand und das Schild "Aushilfe gesucht" hin weiter im Schaufenster.

Fazit - 3 Tage verschenkt

Ich habe also drei Tage gearbeitet, wie ein vollwertiger Mitarbeiter, habe meine privaten Klamotten versaut, war denke ich auch nicht richtig versichert und gehört habe ich von ihnen auch nichts mehr. Sollte das gängige Praxis sein, kommen da mit Sicherheit einige Stunden kostenloser Arbeit für den Laden zusammen. So kann man auch Arbeitskräfte und Geld einsparen. Nehmen wir einfach für temporäre Engpässe Probearbeiter und schicken wir unsere Angestellten nach Hause.
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