Freies Texten – Selbst und ständig erarbeitete Unabhängigkeit

Als Selbständiger und vor allem selbständiger Texter hat man vielleicht zwar sein Hobby zum Beruf gemacht oder folgt jedenfalls einer gern ausgeübten Tätigkeit, aber das Überleben als freier Schreiberling ist nicht leicht.

 Zuallererst scheint es in der öffentlichen Meinung außer Journalisten und Autoren niemanden zu geben, der gegen Bezahlung schreibt. Berufe wie Werbe- oder SEO-Texter sind nicht jedem bekannt. So befinden sich Menschen, die diese Profession gewählt haben, stets auf der Suche nach neuen Projekten und Aufträgen, wenn sie nicht in einem Angestelltenverhältnis arbeiten.

Als Mitarbeiter in einer Agentur zum Beispiel kommt die Arbeit natürlich automatisch hereingerollt, aber nicht jeder in dieser Sparte will oder kann, sich mit einer klassischen Jobsituation anfreunden. So sind allein unter Übersetzern schon 50% selbständig.

Urheberrecht

Nicht leichter gemacht wird die Situation für freie Texter durch momentane Urheberrechtsdebatten, die teils so weit gehen, dass sie das Ergebnis des Schreibens als frei verfügbares Gut behandeln wollen, dass jeder weiter verwenden darf. Das bezieht sich natürlich dann aber auf jegliche kreative Arbeit von Musik über Kunst etc.

Malte Welding schrieb kürzlich sehr ausführlich darüber, wie er mit Schreiben seinen Lebensunterhalt verdient und beschrieb detailliert, dass der Weg dahin, bis er davon leben konnte, ein wahrlich nicht rosiger war. Dabei geht er auch auf die Diskussion um das Urheberrecht ein.

Man muss zwar nicht unbedingt wollen, dass sich die Rechte auf selbst Produziertes weit über den Tod hinaus erhalten, aber manch einer, der jeglichen direkten Schutz künstlerischer Produkte durch ein Urheberrecht abschaffen möchte, schießt definitiv ebenso über das Ziel hinaus.

Projekte finden

Freiberuflich muss man sich in egal welchem Metier wie eingangs erwähnt immer auf der Jagd nach etwas zu tun befinden. Viele Texter erhalten über Agenturen Aufträge oder suchen auf Seiten wie Textbroker nach Aufgaben für zwischendurch.

Texterin gesucht

Texterin gesucht

Gut ist, wenn man sich etwas weiter aufgestellt hat, also vielleicht textet und übersetzt. Übersetzer finden, je nach Spezialisierung, immer etwas zu tun.

So schafft man Abwechslung im Selbständigenalltag und macht sich interessant für verschiedene potentielle Projekte. Plattformen wie twago helfen einem, je nach Spezialisierung, auch zu neuen Aufträgen.

Diese richten sich an Freiberufler aller Art, allem voran Programmierer und Texter. Auf vielen Seiten wird man sogar jedesmal benachrichtigt, wenn jemand auf der Seite etwas neues eingestellt hat, dessen dafür benötigte Fähigkeiten auf einen passen.

Freiheit

Bei allem, was an Unsicherheit manchmal in dieser Art von Beschäftigung mitschwingt, bleibt festzuhalten, dass viele Leute die Selbständigkeit nicht gegen ein Angestelltenverhältnis eintauschen würden.

Zu groß ist die Lebensqualität, die für viele mit einer relativ freien Zeiteinteilung einhergeht und mit der Unabhängigkeit, dass man sich seine (zeitlich begrenzten) Arbeitgeber aussuchen kann.

Der Gastautor Johannes Heim arbeitet im Online-Marketing bei twago, der Projektplattform für Freelancer.

Bilder / Grafiken: Pixabay

 


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