Frauen sind gut gegen Männer

Auch wenn der letzte Frauentag nun schon über einen Monat her ist, so taucht dennoch das Thema Frauenquote immer regelmäßiger in unseren Medien auf. Und ich bin davon ehrlich gesagt positiv überrascht. Scheint sich doch diese Traumkoalition immer mehr für bestehende Ungerechtigkeiten in der von ihr maßgeblich geprägten Gesellschaft rechtfertigen zu müssen. Ich kann bei Kristina Schröder die Dämme zur Verhinderung der gesetzlichen Einführung einer Frauenquote schon brechen hören. Denn die Arbeitsministerin Ursula von der Leyen schafft es regelmäßig in Berlin mittelschwere Erdbeben auszulösen sobald sie von gesetzlich verordneten Maßnahmen zur Schaffung von Gleichstellung redet.

Verinnerlichen wir uns nochmal die Fakten

Am Frauentag diesen Jahres ist ein Video über den YouTube-Äther gelaufen in der James Bond-Darsteller Daniel Craig in die Kleider einer Frau schlüpft. Seine Geheimdienstvorgesetzte zählt ihm die Fakten auf, warum das Thema Gleichberechtigung uns eigentlich schmerzhaft unter den Fingernägeln brennen sollte.

Dass die Fakten so ungerecht verteilt sind habe ich in dem Ausmaß nicht gewusst. Frauen erledigen zwei Drittel der gesellschaftlichen Arbeit (ich denke mal, dazu gehört auch Heimarbeit) und haben dabei gerade mal zehn Prozent des weltweiten Gesamteinkommens. Nur ein Prozent des gesellschaftlichen Eigentums gehört Frauen.

Gut, ich gehe bisher auch meistens bei Diskussionen zum Thema Frauenquote von meiner Lebenswirklichkeit aus. Und nicht von dem was in Bangladesh, Uganda oder Italien der Fall ist. Schließlich gibt es für die Industrieländer den "Tag gleicher Bezahlung". Das ist der statistisch festgestellte Tag nach dem 1. Januar an dem Frauen das gleiche Einkommen aufweisen wie Männer. In Deutschland ist das der 25. März. Und das nur weil ihre Körperausstülpungen anders verteilt sind als die ihrer Mütter.

Frauen sind gut gegen Männer

Nur noch einen abschließenden Fakt zur Gleichstellungsdiskussion:

Wissenschaftlich kann festgestellt werden, dass eine grundlegende Schulbildung für Frauen in Entwicklungsländern die größten Erfolge bei der allgemeinen Bewältigung von Armut vorzeigen kann. Frauen bekamen dadurch ein besseres Selbstbewusstsein, konnten eigene ökonomische Initiativen starten und sagten dem männlichen Partner ganz klar, dass sie Familienplanung betreiben wollen. Frauenbildung ist der effektivste Schlüssel in diesen Ländern zur Begrenzung des Bevölkerungswachstums und der Vererbung von Armut. Ich glaube ich brauche dabei nicht zu erwähnen, dass legalisierte und medizinisch gut gesicherte Möglichkeiten zur Abtreibung von unerwünschtem Nachwuchs enormen Einfluss auf die Lebensplanungen dieser Frauen hat.

Dass Frauenbildung auch eine der besten Waffen zur Bekämpfung von Korruption ist zeigt nicht schon allein der Unterschied zwischen Industrieländern und Entwicklungsländern. Nein auch der Vergleich zwischen den Erste-Welt-Ländern zeigt, dass da, wo Gleichberechtigung weiter vorangeschritten ist (Schweden, Finnland, Norwegen) als anderswo (Deutschland, Frankreich, Italien) es auch viel weniger Korruption gibt. Und Korruption ist schließlich was Schlimmes. Da sind wir uns doch alle einig.

Karte weltweite Korruption

Quote nur GEGEN Männer

Wenn jetzt also die männlich geprägte Wirtschaft eine gesetzlich verordnete Geschlechterquote als "falsch" ansieht und deshalb die Ungerechtigkeiten bis auf Jahre oder Jahrzehnte fortschreiben möchte, dann ist das...

... ihr gutes Recht!

Also mal wirklich! Wir wundern uns mit welcher fassungsloser Arroganz die arabischen, männlichen Despoten sich an ihrer Macht klammern und gleichzeitig vermeiden wir es, den deutschen Wirtschaftsdespoten ihre Alleinherrschaft streitig zu machen!

MännerwirtschaftUnd nein, mit freiwilliger Selbstverpflichtung geht das nicht! Man muss immer Druck machen! Überlegen sie doch mal! Wenn Männer da einfach nachgeben würden - das wäre doch nicht rational! Welcher Politiker, welcher Wirtschaftsboss, welcher Schuldirektor macht denn gerne seinen Platz frei für jemand anderen?

Männer benachteiligen Frauen schließlich intuitiv. Das ist biologisch, dass man sich immer an seines gleichen halten wird! Das kann man nicht wirtschaftsrational erklären geschweige denn durch Bittstellen abstellen! Und erst recht nicht mit freiwilligen Selbstverpflichtungen wenn gleichzeitig die Drohung von Konsequenzen ausbleibt!

Als ob die arabischen Despoten mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung dazu gebracht werden könnten, ihre Foltergefängnisse zu schließen und ihre erbeuteten Milliarden zurückzugeben. In welcher Welt lebt denn diese Bundesregierung?

gebieterGrunddaneben ist denn auch der Zeitraum bis zu welchem Stichtag diese Planerfüllung vorangeschritten sein soll. In 2013 soll eine Evaluation stattfinden. Aha. Also genau dann wenn eine neue Regierung gewählt wird und dieselben Streitgespräche noch einmal geführt werden und dann die zukünftige konservative Frauenministerin zusammen mit der Wirtschaft sagen würde: "Ja, wir haben Fortschritte erzielt. Wir hatten leider nur ein Jahrhundert zu wenig Zeit. Versuchen wir es nochmal mit gutem Willen. Diesmal wird es aber bestimmt klappen!"

Ist doch klar, dass die deutsche Wirtschaft da sagt: "Die Idee finden wir gut! Das Leitziel auch! Aber wir wollen nicht dazu gezwungen werden!" Viel durchschaubarer können die es auch nicht mehr sagen. (Nur Jürger Becker und Didi Jünemann können das noch.)

Schröder vs. Leyen

Ich drücke jedenfalls Ursula von der Leyen meine Daumen, dass die die Schröder endlich aufs Kreuz legt. Die letztere Frau ist ein unerträgliches Hindernis. Böse ausgedrückt soetwas wie der gelehrige Sklave, der über seinen Herrscher nur gute Dinge sagt, weil der ihn doch so gut behandelt. So kann man Konservatismus natürlich auch verstehen.

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