Frau Aigner erkennt den Kapitalismus

Ilse Aigner

Ilse Aigner (Foto: J. Patrick Fischer, wikipedia)

Ich brau­che wohl keine Links  zu dem die Medien der­zeit stark beschäf­ti­gen Thema zu set­zen: es geht darum, dass offen­bar statt Rind-  Pferdefleisch in Fertigessen auf­ge­taucht ist. Dazu wird über­all sehr viel gesagt und geschrie­ben…

Worauf ich hin­ge­gen hin­wei­sen möchte ist diese Aussage von “unse­rer” Verbraucherschutzministerin, Ilse Aigner (CSU):

Im Rindfleisch steckt nicht nur gedop­tes Pferd, son­dern auch eine „enorme kri­mi­nelle Energie“.
(Focus)

Mir ist nicht so ganz genau bekannt, wo Frau Aigner die letz­ten 48 Jahre ihres Lebens ver­brachte. Vielleicht auch hat es sich in Bayern noch nicht so her­um­ge­spro­chen; aber das, was wir da gerade erle­ben nennt man “Kapitalismus“.

Wenn es mög­lich ist, mit weni­ger Ausgangskosten höhere Gewinne zu errin­gen, dann wird jeder, der daran ver­die­nen kann genau das tun: daran ver­die­nen.

Sich nun hin­zu­stel­len und sich über­rascht zu zei­gen, dass das auch mit kri­mi­nel­ler Energie ver­bun­den sein kann, ist ent­we­der wahn­sin­nig naiv oder unglaub­lich däm­lich.

Und noch etwas zeigt die­ser Fall auf: dass kaum noch jemand weiß, wer die Zutaten lie­fert und die Lebensmittel her­stellt, die wir für drei Groschen fünf­zig in den Supermärkten kau­fen. (Ich erin­nere nur an die aktu­elle Werbung, bei der 4 Minutensteaks für knapp einen Euro ange­bo­ten wer­den.) Doch wenn lebende Tiere ein­mal durch Europa gekarrt wer­den, um sie kos­ten­güns­tig im Osten zu schlach­ten um sie anschlie­ßend (eben­falls kos­ten­güns­tig) im Südwesten zu ver­ar­bei­ten, wun­dert es nicht, dass auf dem wei­ten Weg dazwi­schen sich auch mal ein Stück bil­li­ges Pferdefleisch zwi­schen die Rinderhälften “ver­irrt”.

Nic


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