Folge 1 – Opium für die Seele

Es lag in Dennis‘ Natur, die Menschen in seiner Umgebung zu täuschen und zu enttäuschen. Er gab Versprechen, doch von einhalten war bei ihm nie die Rede. Er gelobte Besserung, doch hinter seinem Rücken kreuzten sich die Finger. Denn er konnte nicht anders. Es lag in seiner Natur. Und welcher Mensch war schon imstande seine eigene Natur zu unterdrücken? Geschweige denn zu besiegen?

Behutsam zog er sich den goldenen Ehering vom Finger, während er darauf wartete, dass ihm die Tür geöffnet wurde. Man sollte nicht wissen, dass Dennis verheiratet war. Außerdem würde ihm mit dem Ring in der Tasche sein Verrat nicht ständig vor Augen gehalten werden.
Er war sich der Tragweite seines Tuns vollends bewusst. Seine geplante Tat würde nicht nur Vertrauen zerstören, sondern seine gesamte Existenz bedrohen. Seine Frau gab ihm Halt. Sie half ihm in schweren Zeiten. Und doch konnte er nicht umhin, sie zu betrügen. Dafür gab ihm die Lust viel zu viel zurück. Es berauschte ihn, er verzehrte sich danach. Und nebenbei konnte er, wenn alles so lief wie geplant, ihr und sein Leben noch ein Stückchen angenehmer machen. Dazu musste er nur gewinnen. Denn Dennis ist spielsüchtig.
Er befühlte die Auswölbung in seiner Hosentasche. Zwei dicke Bündel mit 50-Euro Scheinen drückten von der Innenseite und nahmen allen Platz in der Tasche ein. Zehntausend Euro, so viel waren auf dem Konto, das seine Frau und er für ihr ungeborenes Kind eröffnet hatten. So viel Geld war mittlerweile zusammengekommen. Und so viel hatte er abgehoben.
Mit Geschick und ein wenig Glück würde er mit dem Doppelten oder sogar dem Vierfachen heimkehren. Dann würde seine Frau schnell einsehen, dass Spielen nichts Schlechtes ist.
In freudiger Erwartung verlagerte Dennis vor der Tür sein Gewicht von einem auf den anderen Fuß. Nervös schaute er die Gasse entlang, denn so ganz legal war die Pokerrunde, die er besuchen wollte nicht. Die legalen Geschäfte gingen nicht hoch genug mit den Gewinnen. Um wirklich abzusahnen musste er ins Zwielicht treten. Wohl war ihm nicht bei dem Gedanken, aber er tat es schließlich nicht nur für sein eigenes Wohlbefinden. Nein, es ging auf um seine Familie. Darum nahm er sich die Ersparnisse. Sie besaßen nicht genug Geld, aber er konnte es ihnen beschaffen. Und er wird. Kein Mensch konnte Dennis nun davon abhalten seinen Fuß durch diese Tür zu setzen. Natürlich musste man ihm erst mal aufmachen, aber es ging scheinbar nur um Formalitäten. Der Türsteher machte zwar keinen vertrauenserweckenden Eindruck, aber Dennis kannte schlimmere. Hier kannte man ihn noch nicht. Das war sein Vorteil, denn so konnte er mit seiner Technik alle anderem überrumpeln. Bestimmt dachten sie von ihm, er wäre eine kranke verlorene Seele, die man ausnehmen könnte. Aber er würde es ihnen zeigen.
Dennis hörte ein Geräusch hinter der Tür. Das Schloss wurde entriegelt und dann ging langsam die Tür nach innen auf. Eine Stimme im Dunkeln befahl ihm einzutreten und das Geld bereitzuhalten.
Damit war also das Spiel eröffnet. Und Dennis würde nicht verlieren.


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