Flüchtlingspanik völlig überzogen

Die Öffentlich- Rechtliche Anstalt für betreutes Denken schürt in zunehmendem Maße Angst vor- und Abneigung gegen die Zuwanderer aus südost. Weder das eine, noch das andere davon ist gerechtfertigt

breaksomeeggsKommentar – Es ist höchste Zeit, die gesteuerte öffentliche Wahrnehmung der Zuwanderung etwas gerade zu biegen. Das letzte, was wir derzeit brauchen, sind Untergangsszenarien, Deutschland und ganz Europa betreffend. Dass es bis 2020 zu Bürgekriegen kommen könnte, dass Flüchtlingshorden marodierend europäische Landstriche durchstreifen und alles rauben, was nicht abgeschlossen ist, dass schon bald die öffentliche Ordnung zusammenbräche und dann das Kriegsrecht ausgerufen werden müsste, das alles ist barer Unsinn. Aber wo alle dasselbe denken, denkt zumeist keiner viel. Daher zum Vergleich ein paar Zahlen:

1945 lag unser Land in Trümmern, Deutschland war am Boden zerstört. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt strömten aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten an die 12 Millionen Menschen nach Deutschland und wurden dort mehr oder weniger herzlich aufgenommen. Ist Deutschland daran zerbrochen? Nein.

Dann kamen die Kriegsheimkehrer. Waren es Ende 1944 noch zwei Millionen Kriegsgefangene gewesen, schnellte die Zahl mit der Kapitulation Deutschlands auf etwa 11 Millionen nach oben. Auch diese Zuwanderer hat Deutschland verkraftet, obwohl es wirtschaftlich am Ende war. Nicht zu vergessen die vielen Spätheimkehrer. Dann folgten etwa 14 Millionen Gastarbeiter in den 60er und 70er Jahren, die wir für unser ‘Wirtschaftswunder’ dringend benötigten. Ist deshalb irgend ein Deutscher verhundert? Nicht, dass ich wüsste. In den 90er Jahren und danach folgten zudem mehr als vier Millionen Aussiedler und Spätaussiedler aus dem postsowjetischen Raum.

Nun werden viele denken: „Das waren ja aber auch welche von uns. Sie hatten keine dunkle Hautfarbe und waren zudem christlich geprägt, nicht muslimisch.“ Und eben hier liegt der Hund begraben. Entscheidend ist nicht die Frage, ob in den nächsten Jahren noch mal ein- oder zwei Millionen nachkommen. Entscheidend ist vielmehr die Frage, wie wir diese Menschen vernünftig in unsere Gesellschaft integrieren. Der Nationalitätenbegriff des 19. und 20. Jahrhunderts hat heute ausgedient. Heutige Nationalität ist nicht länger abhängig vom Geburtsort, der Haarfarbe der Eltern, der DNA oder Volkszugehörigkeit. Statistisch gesehen befinden sich derzeit etwa 17 Millionen Ausländer in Deutschland und sie allesamt sind faktisch Deutsche.

Entscheidend ist nicht die Frage, wieviel Menschen noch zu uns fliehen werden, sondern vielmehr, wie es uns als Nation gelingt, diese Menschen in unsere Gesellschaft zu integrieren. Ob es uns gelingt, die Zuwanderer wenigstens ein Stück weit für unsere Kultur zu begeistern und ob wir es schaffen, dass diese Menschen sich in Deutschland an unserer Seite wohlfühlen, weil sie uns gut leiden können. Ob die Hautfarbe meines Nachbarn weiß, schwarz, gelb, braun oder rot ist, interessiert mich nicht. Meinetwegen kann er auch grün sein. Das einzige was zählt, ist, dass wir einander anlächeln, wenn wir uns begegnen. Dass wir unseren zugezogenen Freunde von nebenan bei Behördenkram unterstützen, so wie diese uns helfen, wenn der Wind das Dach beschädigt hat.

Wenn wir nicht dazu bereit sind, mit ihnen zu sprechen, wie sollen sie dann unsere Sprache lernen, was viele gerne würden. In früheren Jahren war dies kein Problem. Schwaben, Pfälzer, Holsteiner und Saarländer haben auch nicht vom ersten Tag an mit dem Rest Deutschlands unter einem Dach gelebt. Sie alle kamen nach und nach hinzu, zuletzt das Saarland, welches noch bis 1956 französisch war. Der Wille zur Intergration war damals hoch und er ist es auch heute noch, solange nicht nationalistisch bis transatlantisch angehauchte Mendienhuren dies durch ihr verantwortungsloses Geschreibsel konterkarieren.

Entscheidend sind heutzutage nicht Rasse, Herkunft oder Ethnie, als vielmehr die Bereitschaft von uns, mit den Zuwanderern eine gemeinsame nationale Identität zu entwickeln, die beiden Seiten genügend Spielraum lässt, um ihre kulturellen Eigenheiten ausleben zu können, ohne dabei die Grenzen des anderen zu verletzten. Gelingt uns dies, so verlieren jene Geostrategen, die diese Wanderbewegung inszeniert haben, auch noch den letzten kleinen Strohhalm, mit dem sie Europa schon so oft zum eigenen Machterhalt missbraucht haben.

Hilfreich wäre hierbei ein Blick hinüber zu unseren russischen Nachbarn. Russland ist ein Vielvölkerstaat mit 23 verschiedenen Volksgruppen auf einem Gebiet von etwa 22,4 Millionen km². Vom Schwarzen Meer bis zur Pazifikküste sind es 10.000 km und von der Süd- zur Nordgrenze 5.000 km. Insgesamt umfasst das russiche Gebiet 11 Zeitzonen. All das ist für die Russen managebar. Dort leben schon seit Jahrhunderten die unterschiedlichsten Völker friedlich Seite an Seite und sind es auch nicht anders gewohnt. Nicht, weil sie es ohnehin nicht ändern könnten, sondern, weil sie es so wollen.

Quellennachweis und weiterführende Links:



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