Finanzen in den Philippinen

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Die Philippinen sind ein Entwicklungsland. Das heisst, dass viele praktisch ohne finanzielle Mittel über die Runden kommen müssen. Klar ist so das Risiko dann auch hoch für uns “Reiche Ausländer”. Diese Tatsache ist Grundlage für diesen Artikel. Der wichtigste Tipp, der in diesem Zusammenhang gilt: gesunder Menschenverstand. Aufgrund meiner langjährige Erfahrung möchte ich dem Reisenden Informationen und Unterstützung bieten zum Finanziellen Aspekt bei Reisen auf den Philippinen. Und um Geld ausgeben zu können, muss zuerst welches her:
Geldautomaten:

Grundsätzlich kann bei praktisch jedem Geldautomat mit fast jeder europäischen Kreditkarte Einheimisches Bargeld in Pesos abgehoben werden. Sicherheitshalber informiert euch beim Kreditkarten Institut vor der Reise, ob dies auch mit eurer Kreditkarte Möglich ist.
Bei Bargeldbezug mit einer Kreditkarte werden Gebühren abgezogen. Diese Gebühren fallen je nach Bank entweder pro Bezug, oder pro bezogener Betrag an. Wenn zweiters der Fall ist, ist es Ratsam, grössere Beträge auf einmal abzuheben als viele kleine Beträge.
Die Kreditlimite der Karte kann in vielen Fällen problemlos telefonisch geändert werden. Ich empfehle, diese auf ein absolutes Minimum zu senken für die Dauer der Reise.
+ Bei einem Verlust der Karte ist das Risiko kleiner
— Man muss immer die Limite im Auge behalten
um mit Kreditkarten Bargeld zu beziehen, wird immer ein Code verlangt. Es ist daher ratsam, sich diesen Code zu beschaffen bevor man auf die Reise geht wenn man ihn nicht bereits weiss.
Bargeldautomaten stehen in öffentlichem Raum. Bei einem Bezug darauf achten, dass der Bezug entweder in einem Gebäude oder direkt in einer Bank geschieht. Möglichst nicht nachts auf offener Strasse in einem Schummrigen Viertel.
Bei Reisen in ländliche Gebieten sind Geldautomaten eher Mangelware. Es gibt aber auch dort in vielen kleinen Städten kleine Banken. Zum Teil sind die Geldautomaten dort innerhalb des Bankgebäudes und nach Geschäftsschluss nicht mehr zugänglich.
Häufig sind die Automaten in einem kleinen extra Raum untergebracht. Dieser Raum kann mit einer Türe geschlossen werden. Dort kann man ungestört Geld abheben. Allerdings sind diese kleinen Räume nicht klimatisiert, lasst euch aber trotz Hitze und langer Warteschlange nicht Stressen.
Fazit: Kreditkarten sind relativ sicher, da versichert. Bei Verlust wird in den meisten Fällen über Hotline-nummern die Karte umgehend ersetzt. Allerdings kann die Karte nicht überall verwendet werden, wobei man dann schon mal Probleme bekommen kann wenn man dann dringend Bargeld benötigt.

Moneychanger:
Der meist gewählte Weg für Touristen an einheimisches Bargeld zu kommen sind die Moneychanger. Naturgemäss befinden sich diese in einer Gegend die auch den weniger “vertrauenswürdigen” Personen bekannt ist. Daher hier ein paar Tipps dazu:
Nach Möglichkeit immer in einem von der Strasse nicht einsehbaren Moneychanger wechseln.
Geldwechseln nur am Tag oder an gut beleuchteten Orten. Diebe scheuen das Tageslicht.
Kundschaftet vorab die Örtlichkeiten aus, damit ihr genau wisst, wohin ihr euch wenden müsst. Das strahlt Sicherheit aus.
Einen Monechanger mit einer Türe verwenden. Türen sind Sichtschutz.
Es gibt auch Moneychanger, die nicht auf den ersten Blick ein solcher sind. zB: Western Union. Wählt man solche Moneychanger, sinkt das sicherheitsrisiko enorm, Probleme beim Wechseln zu bekommen. Die Angestellten dort sind gut Bezahlt und haben einen festen Job. Aslo haben Sie es dort nicht nötig, die Touristen übers Ohr zu haben.
Wählt einen Moneychanger, die einen Guard am Eingang stehen haben. Ist zwar keine Garantie für Sicherheit, aber Diebe schreckt das allemal ab.
Rechnet VOR dem Geldwechseln GENAU nach, wieviel ihr bekommt aufgrund der Wechselkurse die im Office angeschlagen sind.
Zählt JEDE Note, auch wenn es 1 lange dauert. Zählt das Geld SOFORT nach erhalten und bleibt an Schalter und blockiert ihn. Wenn ihr den Schalter verlasst und ihr zu wenig bekommen habt, kann niemand etwas beweisen. Am allerwenigsten Ihr.
Beobachtet, ob die Person die euch das Geld aushändigte ihre Finger irgendwo in der Nähe des Ausbezahlten Betrages hat. Diese Personen sind geschult im “wegzaubern” von bereits ausgezahltem.
Zählt das Geld am Schalter so, dass niemand der anwesenden Personen den gewechselten Betrag sehen kann. Es gibt Zeitgenossen, die das genau beobachten und weitermelden.
Wenn Möglich geht man zu zweit, dann kann man die Aufgaben Teilen, insbesondere das nachzählen geht dann schneller und sicherer.
Geht nicht mit einem Rucksack, einem Plastiksack, Handtaschen oä. in einen Moneychanger und kommt damit wieder heraus. Na ja, ist wohl klar warum..
Je länger sich eine Ausländer in einem Moneychanger Aufhält, desto höher ist der Betrag den er abhebt umso lohnender ist das Ziel.
Nicht mit noch offener Geldbörse auf die Strasse hinaustreten, während man noch das Geld verstaut. Verstaut das Geld bereits im Office so, dass es die Kleidung nicht ausbeult. Verteilt es Möglichst an verschiedene Orte in der Kleidung.
Nach dem Wechseln umgehend und auf direktem Weg ins Hotel oder die Unterkunft zurückkehren.
Verhaltet euch “Normal” wenn ihr in einen Moneychanger geht. Wenn ihr euch immer wieder umschaut als wäre euch James Bond auf den Fersen, erregt Aufmerksamkeit.
Verlasst umgehend den Bereich des Moneychangers, sobald das Geschäft erledigt ist und diskutiert nicht noch mit einheimischen oder Freunden davor. Lasst euch unmittelbar nach Verlassen auch nicht in Gespräche verwickeln von Personen die Ihr nicht kennt.
Auf direktem Weg ohne Umwege oder Stopp Overs ins Hotel oder in die Unterkunft. Erst da seid ihr “sicher” und könnt nochmals alles Druchzählen und dann sicher verstauen.

Wieviel Bargeld:
Das Ist ein sehr subjektives Thema. Zu Beginn der Reise reicht es, 2000 – 3000 Pesos zu wechseln, weil die Wechselkurse in den Flughafen nicht die besten sind. Ist dies erstmal erledigt, geht es für die meisten nach dem Flug sicher in ein Hotel oä. Je nach Tageszeit bei Ankunft in der Unterkunft kann man dann einen Moneychanger oder einen Geldautomaten in der Gegend suchen. Meistens kann man auch in der Hotellobby wechseln, natürlich wieder zu schlechteren Konditionen. Es ist recht schwer, im vorherein zu sagen, wieviel Bargeld mitgeführt werden soll. Je nach Reiseroute mehr oder weniger. Deshalb versuche ich das hier mit folgenden Beispielen zu verdeutlichen. Diese Beispiele basieren auf 2 Erwachsenen und 2 Kindern.
Beispiel 1: 30’000 Pesos
Wenn man. nach El Nido fährt, bracht man sicherlich sehr viel Bargeld, weil es dort keine Bankautomaten gibt (bitte um Korrektur und hinweise, war noch (!) nicht dort…)
Beispiel 2: 4000 Pesos
Bleibt man in Manila oder einer Grossstadt, kommt man überall an Bargeld. Aber es gibt auch ein hohes Risiko, dieses “loszuwerden”. Ich persönlich würde in Manila nie mehr als 4000 Pesos in bar mitnehmen. Kreditkarten sind hier erste Wahl.
Beispiel 3: 10’000 Pesos in kleinen Noten
Auf einem Trip durch den Dschungel mit Motorrad, Bike oder per Pedes kommt man immer mal wieder in einem kleinen “SariSari” Store vorbei wo man Cola, Chips oä kaufen kann. Hotels könnten dann schon Mangelware sein und eventuell auch keine Kreditkarten akzeptieren. Also muss auch mal 2000 Pesos +/- ausgelegt werden können, wenn man ein Bett und eine Dusche einem Mückenüberfall im Dschungel bevorzugt.
Beispiel 4: 15’000 Pesos
Mit dem Bus und der Fähre nach Mindoro und 3 Tage im Hotel. Unterwegs kann man nirgendwo Geld abheben, dafür aber ausgeben. Am Zielort sind dann wieder Bargeldbezüge Möglich

Reiseschecks:
Ich persönlich benutze nie Reiseschecks, auch wenn diese versichert sind. Reiseschecks nicht überall akzeptiert, was bei Bargeld ganz anders aussieht. Schecks müssen auch erst bestellt werden und meist gibt es ein kompliziertes System von Unterschrift, Gegenunterschrift und Kopie etc. Dann muss noch ein passendes Wechselbüro gefunden werden das die Reiseschecks Einlöst. USD$ Schecks werden eher gewechselt als CHF Schecks. Schweizer Franken sind in den Philippinen eine eher exotische Währung. Mit Euro-Schecks ist die Change schon grösser diese Einlösen zu können.
Empfehlung: wer Unbedingt Schecks mitnehmen will, muss damit rechnen, diese nicht überall und vor allem nicht “einfach so” einlösen zu können.
+ Versichertes Geld, Ersatz ist schnell bestellt
– Ersatz muss erst bestellt werden
– Werden nicht überall akzeptiert

Das sind die Tipps und Beispiele die mir zum Thema Geld in den Philippinen einfallen und die ich persönlich Bestätigen kann. Ich habe auch schon sehr (!) grosse Beträge gewechselt und hatte unter Berücksichtigung dieser Tipps nie irgendwelche Probleme Finanzieller Art mit dem Gesetz. Ich bin auch nicht paranoid, wenn dieser Eindruck hier entstehen sollte. Diese Tipps sind für Ausländer in einem Entwicklungsland einfach eine Hilfe und auch ein Schutz für die einheimische Bevölkerung. Es geht darum, Mögliche Reibungen mit gesetzlichen oder Menschlichen Konflikten so gut wie möglich zu eliminieren, wobei diese Tipps sicher nicht alles abdecken können.
Gerne nehme ich auch weitere Tipps in die Liste auf. Benutzt dazu bitte einfach die Kommentare.

Wichtige Informationen:

es gibt Internationale Bestimmungen, wieviel Ausländisches und Einheimischen Geld in die Philippinen Importiert werden darf. Diese Bestimmungen können von Land zu Land variieren. Es kann zu empfindlichen Strafen und sogar Gefängnis kommen, wenn diese Bestimmungen verletzt werden. Informiert euch also vorher, wieviel Bargeld ihr auf der Reise Mitnehmen dürft, sei es bei der Einreise in die Philippinen oder bei der Ausreise.
Devisenausfuhr aus der Schweiz: Unbeschränkt, Stichkontrollen. Bei mehr als 10’000 CHF riskiert man nähere Untersuchungen (Stand 5.12.2014). Infos hier

Devisen Ein und Ausfuhr in die Philippinen: Maximal 10’000 Pesos dürfen ein,- und Ausgeführt werden Maximal 10’000 USD$ dürfen ein, -und Ausgeführt werden

Währungsrechner:

Und zum Schluss noch ein kleiner Tipp: ich habe immer etwas Klimpergeld in der Tasche Griffbereit. Einen Peso, 5 Peso, 10 Peso, Centavos und was da alles so an Münzen existiert. Es gibt immer viele Bettler oder Kinder, die sich nicht mehr abwimmeln lassen. Am einfachsten kann man da mit einem schnellen Griff in die Tasche die Situation bereinigen. Ein Paar Peso ist viel Geld für die Armen, und mir tun die paar Peso nicht weh.

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