Filmtipp – I’m a Cyborg, but that’s okay

Ende Mai führte ich eine Kategorie für den ritterstand ein, die ich in den letzten Monaten ein klein wenig vernachlässigt habe – den Filmtipp. Doch erst vorgestern habe ich einen Streifen aus dem fernen Korea kennengelernt, der mich quasi zwingt erneut zum Filmtipp für euch zu greifen. Und wie schon beim ersten Film Oldboy führte bei I’m a Cyborg, but that’s okay wieder einmal Park Chan-Wook Regie.

Filmtipp – I’m a Cyborg, but that’s okay

Young-goon (Lim Su-jeong) wird wegen eines vermeintlichen Selbstmordversuches in eine Nervenheilanstalt gesteckt. Doch eigentlich wollte sie nur ihre Batterien aufladen. Denn Young-goon hält sich für einen Cyborg. Und dieser Cyborg hat nur eine Aufgabe: die weißen Menschen umbringen und ihrer Großmutter die falschen Zähne bringen!

Park Chan-wook ist ein Ausnahmeregisseur. Das hat er mit der Rachetrilogie (u.a. Oldboy) bewiesen und hier bei I’m a Cyborg, but that’s okay demonstriert er es ebenso. Kein Wunder, dass er derzeit für Hollywood am Film Stoker arbeitet (dessen Drehbuch übrigens Wentworth Miller aus Prison Break geschrieben hat!).

I’m a Cyborg, but that’s okay (wenn euch der Titel zu lang ist, versucht es mit dem koreanischen Ssaibogeujiman gwaenchanha) ist eine herrlich skurile Liebesgeschichte zweier Insassen einer Nervenheilanstalt.  Und während man bei vergleichbaren Filmen eine Distanz zu der Gedankenwelt  der Geisteskranken bewahrt, fühlt man hier emotional mit, weil die Inszenierung genauso schräg ist, wie die Menschen, die sie zeigt. Unvergessen bleiben aber die Charaktere, die diese Klinik mit Leben füllen. Asiaten bekommen es einfach hin, menschliche Wesen mit all ihren Eigenheiten zu zeichnen – auch wenn es für manch Andere sehr skuril wirkt.

Kern der Handlung ist selbstverständlich die verquere Romanze zwischen Young-goon und Il-Sun (Rain, der bereits im Blockbuster Ninja Assassin die Hauptrolle übernahm). Sie entwickelt sich langsam und der Höhepunkt ist auch gleichzeitig das Ende des Films. Sehr faszinierend ist dabei, wie beide Patienten sich gegenseitig (unbewusst) von ihren Psychosen heilen. Der Film lässt sich übrigens sehr gut mit Die fabelhafte Welt der Amelie vergleichen. Auch hier ist die Lovestory unkonventionell und verwischt die Grenzen zwischen Traum und Realität. Wer den französischen Film mag und gleichzeitig etwas für den asiatisch-abgedrehten Stil übrig hat, wird also voll auf seine Kosten kommen. I’m a Cyborg, but that’s okay ist zwar viel abgedrehter als Amelie… but that’s okay.


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