[Filmbesprechung] Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht (Teil 1)

[Filmbesprechung] Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht (Teil 1)Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht (Teil 1)

DVD-Erscheinungstermin: 30. April 2012

Buchvorlage

Soundtrack

USA, 2011

IMDb: 4,7 [Stand: 23.11.2011]

Titelsong: Christina Perri – A Thousand Years

Trailer

Kinobesuch: 23. November 2011

Meine Bewertung

[Filmbesprechung] Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht (Teil 1)

 

Achtung: Da ‘Breaking Dawn’ der vierte Teil der Reihe ist, kann diese Bewertung SPOILER über die vorherigen Teile enthalten!

Inhalt: Bella hat sich für ihre große Liebe Edward entschieden und damit das Herz ihres besten Freundes Jacob gebrochen.
Edward und Bella feiern eine Traumhochzeit und verbringen daraufhin wunderbare Flitterwochen auf einer Insel in der Nähe von Rio de Janeiro. Bella wünschst sich nichts mehr, als ‘richtige’ Flitterwochen und noch vor ihrer Verwandlung zum Vampir Sex mit ihrem Ehemann zu haben. Obwohl Edward große Zweifel und Ängste hegt, gibt er Bella schließlich nach. Niemand konnte jedoch ahnen, dass es einem Paar aus Mensch und Vampir möglich sein könnte, ein Kind zu zeugen. Doch Bella muss feststellen, dass ihre Periode ausgeblieben ist. Was jedoch in Bella heranwächst, ein Kind, ein Vampir oder ein blutrünstiges Monster, das weiß niemand. Bella entscheidet sich dafür, den Fötus, komme was wolle, auszutragen, auch, wenn sie dafür mit ihrem Leben bezahlen muss.

Meine Meinung: Als großer Twilight Fan habe ich sehnlichst auf den neuen Film gewartet, jede Neuigkeit, sei es Trailer oder Castinterview, in mich eingesogen. ‘Breaking Dawn’ wurde filmisch sehr gut umgesetzt, wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit wieder nur eingefleischte Twilight-Fans begeistern können.

‘Breaking Dawn’ war schon immer das Buch der Saga, welches mich am wenigsten überzeugen konnte. Zum einen hat mir die Entwicklung der Handlung nicht zu gesagt, zum anderen hat es mich gestört, dass dieses Buch nicht nur aus der Sicht von Bella geschrieben ist, sondern auch ein sehr großer Teil davon von Jacob erzählt wird. Daher war ich sehr überrascht, dass es dem Regisseur Bill Condon gelungen ist, einige Aspekte, die mir beim Lesen nicht gefallen haben, ansprechend abzuändern, sodass ich nach dem Film sehr zufrieden das Kino verlassen habe.

Angefangen bei der wohl schönsten Trauung und witzigsten Hochzeitsfeier, die ich seit langem in einem Kinofilm gesehen habe, war ich schon nach den ersten Minuten vom Film völlig eingenommen. Ich hatte damit gerechnet, dass gerade diese Szenen vor Kitsch nur so triefen, dem ist aber keinesfalls so. Gerade Charlies Witz und der Charme anderer Familienmitglieder geben der gesamten Hochzeit das gewisse Etwas, sodass die Romantik und die Emotionen nicht aufgesetzt oder übertrieben wirken.

Auch die Flitterwochen nehmen im Gegensatz zum Buch einen großen Teil des Filmes ein und wurden fantastisch umgesetzt. Kristen Stewart und Robert Pattinson spielen in meinen Augen viel überzeugender und authentischer, als in allen bisherigen Teilen zusammen. Kristen Stewart kann lächeln! Kaum zu fassen oder? Aber in ‘Breaking Dawn’ tut sie es tatsächlich sehr oft und es steht ihr verdammt gut. Während ich die Emotionen der beiden in den vorherigen Teilen nie ganz glauben konnte, weil sie trotz der gefühlvollen Dialoge sehr distanziert wirkten, so konnte ich in diesem Teil zum ersten Mal erkennen, dass Bella und Edward tatsächlich zusammen gehören. Die Funken fliegen, es knistert und hat mir ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert.

Im Gegensatz zu Kristen Stewart und Robert Pattinson, konnte Taylor Lautner mich leider wieder gar nicht überzeugen. Erst einmal war ich froh, dass Jacob in diesem Teil tatsächlich nur knapp 5 Sekunden mit nackten Oberkörper zu sehen ist. Somit sollte Edwards Frage ‘Doesn’t he own a shirt?’ aus dem dritten Teil beantwortet sein. Ja, er besitzt welche, sogar einige und es hat dem Film sehr gut getan, dass er seine T-Shirts anbehalten hat. Mal davon abgesehen, dass ich mich sowieso schon immer dem ‘Team Edward’ zugehörig gefühlt habe, so konnte ich die Szenen, in denen Taylor Lautner seinen Astralkörper zur Schau stellte, niemals ernst nehmen. Klar, diese Szenen gibt es auch im Buch und es hat auch durchaus seinen Sinn und eine Erklärung, dass Jacob meist leicht bekleidet durchs Leben geht. Aber mal ehrlich, man kann einfach nicht ernst bleiben, wenn im Kino 40-jährige Frauen, oder nennen wir sie ‘Twi-Moms’, beim Anblick des halbnackten Taylor Lautners wie Teenies anfangen zu kreischen und beinahe in Ohnmacht fallen. Und das ist kein Scherz, sondern tatsächlich bei meinen Kinobesuchen passiert. Bereits als ich die englischen Trailer zum Film gesehen habe, musste ich über die schauspielerische Leistung von Taylor Lautner den Kopf schütteln. Auf jeden Fall hat die deutsche Synchronstimme für Jacob, Max Felder, einiges wieder gut gemacht, sodass die Szenen mit Jacob erträglich sind.

Wie ich bereits geschrieben habe, hat Bill Condon einige Sachen abgeändert, die mir im Buch nicht gefallen haben. Zum einen hat er die Szenen um Jacob und Bella, in denen es darum geht, dass die beiden ohne einander nicht leben können und dass Jacob sich immer noch nicht auf ein Mädchen geprägt hat, deutlich abgekürzt. Im Film gibt es kein großes Drama, in dem Jacob immer wieder aus Wut aus dem Haus der Cullens flüchtet, wenige Sekunden später allerdings wieder voller Reue zurückkehrt. Auch hier sei wieder gesagt, dass diese Szenen im Buch von Bedeutung sind und sich später aufklären, allerdings war dieses Hin und Her beim Lesen mehr nervig als emotional. Ob es ein Fehler für den zweiten Teil sein wird, diese Momente im ersten Teil zu streichen, wird sich noch zeigen.
Ein großer Vorteil des Films im Gegensatz zum Buch ist die Darstellung des Edward. Auch wenn ich Edward seit dem ersten Buch verfallen bin, fand auch ich seine übertrieben wehleidige Beschreibung in ‘Bis(s) zum Ende der Nacht’ bisweilen unerträglich. Im letzten Buch, gerade nach den Flitterwochen, war nichts mehr von dem Edward übrig, der mir in den vorherigen Teilen das Herz hat höher schlagen lassen. Nein, vielmehr war er nur noch ein Häufchen Elend. Im Film blüht Edward allerdings richtig auf. Er tobt um sich, er zeigt lautstark, dass er mit Bellas Entscheidung, das Baby zu behalten, unzufrieden ist. Edward sitzt nicht an Bellas Krankenbett und verhält sich so, als sei seine Liebste bereits gestorben.

In ‘Breaking Dawn’ gibt es zwei besonders erwähnenswerte Szenen. Eine, die mich vor Fremdschämen beinahe lauthals schreiend aus dem Kinosaal hat rennen lassen und eine andere, die filmisch wirklich brillant ist.
Leser der Twilight Saga wissen, dass die Werwölfe in ihrer Tiergestalt über die Fähigkeiten verfügen, per Gedanken miteinander zu kommunizieren. Warum auch immer war dies im Buch völlig angenehm zu lesen, doch dies dann im Film umgesetzt zu sehen, hat mich einfach nur zum Lachen gebracht. Die Szene, in der alle Werwölfe an einem Fluss aufeinander treffen und per Gedanken miteinander reden ist nicht nur lächerlich, sondern passt meiner Meinung nach absolut nicht zum Rest des Films. Die zuvor aufgebaute Atmosphäre ist mit einem Mal zerstört.
Ganz fabelhaft ist im Gegensatz dazu die gesamte Darstellung rundum Bellas Schwangerschaft. Kristen Stewart als abgemagerte Bella ist wirklich grauenhaft anzusehen. Durch die Geburtsszenen wird dem Ganzen allerdings noch die Krone aufgesetzt. Vorbei ist es plötzlich mit der dramatischen und emotionalen Stimmung und sie macht Platz für gruselige und ekelerregende Szenen, die für die außergewöhnliche Geburt mehr als passend sind.

Das Ende des ersten Teils ist für mich nicht sonderlich überraschend, das heißt, ich hatte bereits erwartet, an welcher Stelle des Buches ein Schnitt für den zweiten Film gemacht wird (wie wahrscheinlich die meisten Leser der Bücher). Auch dieser Moment ist filmisch ein großes Highlight von ‘Breaking Dawn’!

Fazit: Dass die Handlung des Films nicht jedermanns Geschmack ist, steht außer Frage. Doch dafür sollen bitte nicht die Filmemacher und Schauspieler verantwortlich gemacht werden, sondern Stephenie Meyer als Autorin der Bücher. Bill Condon hat mit seiner gesamten Crew das Beste aus der Vorlage herausgeholt. Filmisch ist ‘Breaking Dawn’, bis auf ein paar Ausnahmen, großes Kino und lässt auf einen genauso gelungenen zweiten Teil hoffen.


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