Fastenzeit verhindert Vitaminmangel

Fastenzeit - so nennen wir umgangssprachlich die vierzig Tage vor Ostern. Woran denken wir spontan beim Wort „Fasten“? – Mit dem Fasten verbinden wir freiwilligen Verzicht und Einschränkung auf diverse Annehmlichkeiten des Alltages: weniger Essen, weniger Alkohol, weniger Internet, weniger telefonieren, um nur einiges zu nennen. Aber das Fasten ist nur ein Aspekt der Fastenzeit. Denn neben dem Fasten gehört auch das Beten und Almosen geben zu einem Dreiklang, der die Fastenzeit im Leib und in der Seele zum Schwingen bringt. Dieser Dreiklang zeigt an, daß die Fastenzeit mehr ist als nur eine Verzichtszeit. Die Fastenzeit möchte uns zu einer ehrlichen Bekehrungszeit einladen. Daher kann es für uns hilfreich sein, nicht nur zu schauen, wo muß ich verzichten, sondern: wo darf es ein mehr geben. Wie steht es um unsere Seele?
Unseren Körper wissen wir zu pflegen. Es leuchtet jedem schnell ein, daß er eine gewisse Versorgung braucht: Wasser, Nahrung, Hygiene, frische Luft, Bewegung, Vitamine und eventuell Medikamente. So schnell würden wir nicht auf die Idee kommen, diese Grundbedürfnisse des Körpers einzustellen. Die Folgen können wir uns leicht vorstellen.
Anders sieht es da schon mit unserer Seele aus. Was gönnen wir unserer Seele? Erfährt sie die gleiche Zuwendung wie unser Körper?Müssen wir sie überhaupt pflegen? Bei unserem Körper sind Mangelerscheinungen schneller wahrnehmbar als bei unserer Seele.
Wenn wir in unserem Körper einen Vitaminmangel feststellen, wissen wir, wie wir ihm entgegenwirken können. Aber welche Vitamine können wir unserer Seele zu gute kommen lassen; welche Vitamine stehen unserer Seele zu Verfügung?
Im folgenden möchte ich einige Vitamine für die Seele vorstellen, die zum Nachdenken aber auch zum Weiterenwickeln eigener Vitamine anregen wollen.
Vitamin HL, wie Humor und Lachen. In manchen Lebenssituationen ist es hilfreich, diesen mit einem gesunden Humor bzw. Lächeln zu begegnen. Neue Lebensqualität kann schon aufkeimen, wenn wir nicht bei jeder Gelegenheit jammern müssen.
Vitamin L, wie Lesen. Das Lesen guter Bücher und Zeitschriften, vor allem in der Bibel, kann den Glauben und das Glaubenswissen vertiefen. Es hilft uns auch, in manchen Gesprächsituationen uns nicht in die Irre führen zu lassen, wenn es um die Leugnung von Glaubenswahrheiten geht.
Vitamin N, wie Nächstenliebe. Eine Möglichkeit in der diesjährigen Fastenzeit einmal zu überlegen, welchen Nachbarn/ welche Nachbarin müßte ich mal wieder bewußt besuchen.
Vitamin G, wie Gebet. Wie steht es um mein Gebetsleben? Welche Gebete meide ich? Eine Einladung, neue Gebetsformen kennenzulernen, wie zum Beispiel den Rosenkranz, den Kreuzweg, Bibelbetrachtung, stille Andacht vor dem Tabernakel und die hl. Messe unter der Woche zu besuchen, soweit möglich, und nicht nur am Wochenende.
Vitamin Z, wie Zuhören. Keine leichte Übung, das Zuhören. Genau hinhören, was sagt der andere. Viel ist schon gewonnen, den anderen einmal ausreden zu lassen und nicht gleich seine Ideen und Sichtweise der Dinge herauszuposauenen.
Vitamin V, wie Versöhnung. Frieden im Herzen - ich mache den Anfang, nicht der Nächste.

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