[Family Sunday] Belohnung des Hausspions

[Family Sunday] Belohnung des Hausspions
‚Treten sie näher und staunen sie, denn heute wird es wieder Germtastisch.‘ Also wenn ich mir einen Ausrufer leisten könnte, dann würde der dies durch unser Dorf schreien, so laut er nur kann. Obwohl, wenn ich die heutigen Buchteln ans offene Fenster zum Auskühlen gestellt hätte, wären die schon alle von ganz alleine daher spaziert und etwas davon zu naschen. Es kam zumindest Oma dran vorbei.
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Eigentlich eine ganz witzige Geschichte: Ich mache meinen Germteig zu fast 90% schon am Tag davor, damit er ziemlich lange im Kühlschrank fermentieren kann und ich am nächsten Tag auch nicht so viel Arbeit damit habe. Arbeitsaufteilung, gell? Dann kam es eben dazu, dass meine Buchteln schon um 07:00 zum auskühlen bereit am Fensterbrett (eh in der Küche standen). Es dauerte keine 10 min., bis ich fast einen Herzinfarkt bekommen habe. Oma war auf dem Weg hinters Haus kurz einmal beim Fenster stehen geblieben um nachzusehen, was denn heute wieder am Programm steht.
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Ihr wisst doch, Omas werden bei uns auch ‚liebevoll‘ Hausspione genannt. Sie sehen alles, wissen alles und man kann nichts, wirklich gar nichts, vor ihnen verbergen. Also, der Kevin nichtsahnend trocknet der sein G’schirr ab und aus heiterem Himmel sagt eine Stimme: ‚Buah, host scha Wuchtln bochn? Du bist owa fleißi‘ (Für alle die sich jetzt den Kopf kratzen wegen der Mundart: ‚Boah, hast schon Buchteln gebacken? Du bist aber fleißig‘) Zunächst ist mir alles im Körper eingefroren. Wer rechnet denn schon um 07:00 morgens, dass jemand an deinem gekippten Fenster so ein Kommentar loslässt? Nach etwa (gefühlten) 10 Stunden in der Schockstarre (in Wirklichkeit vielleicht 2 Sekunden), konnte ich ihr dann endlich eine Antwort geben.
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Und was erwartet sich Oma nach so einer anstrengenden Spionageaktion? Natürlich, dass der Kevin dann mit einem Teller voller Buchteln zu ihr rüber spaziert. Sie war ja im Prinzip nicht ganz unbeteiligt an diesen leckeren Germteilchen. Von ihr stammt nämlich ein Teil der Füllung. Wie ihr vielleicht wisst oder auch nicht, haben wir ja einen kleinen Obstgarten. Dort steht ein Birnenbaum und der trägt halt eben einmal im Jahr so richtig viele davon. Nur können wir die nicht alle auf einmal wegfuttern, sonst würden die unangenehmen Gase (die so eine Birne leider als Nebenprodukt in uns auslöst) ein Ozonloch über unserem Haus entstehen lassen. Kein Scherz.
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Deswegen macht sich Oma immer die Arbeit und kocht die meisten zu Kompott ein, damit wir auch das ganze Jahr über etwas davon haben. So lässt sich nicht nur die Umwelt retten (kein Ozonloch – YAY), sondern wir haben auch immer etwas auf Vorrat, wenn einmal der Schmarren-Guster über uns herfällt. Denn man muss wissen, über die Wintermonate ist unser Kompottkonsum echt enorm. Das Comfort-Food Kaiserschmarren wärmt nämlich nicht nur den Körper, sondern auch die Seele.
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Gibt’s bei euch auch immer Kompott oder eher die in Dosen gekauften Früchte? Selbermachen schmeckt doch eh am Besten :-P
Vom morgentlichen Schock erholt und mit bereits abgelichteten Buchteln geht’s dann eben rüber zur Oma und was sagt der Opa, als der mich mit dem Teller sieht? ‚Buah, host scha Wuchtln bochn? Du bist owa fleißi‘ – GENAU DAS SELBE! Die beiden (obwohl sie sehr viel und laut streiten) sind einfach Seelenverwandt und das ist auch schön so. In manchen Zeiten könnte ich beiden zwar am liebsten meine Meinung sagen, aber ich denke, so sind ältere Menschen einfach. Eben NICHT einfach mit ihnen umzugehen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie lange sie gebraucht haben, dass die meine Piercings und das Tattoo akzeptiert haben. Uiuiui.
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Gut, das war es nun wieder mit meinem Wort zum Sonntag, ich wünsche euch und euren Lieben einen erholsamen Sonntag, ruht euch noch etwas aus, ihr habt es verdient. Eigentlich wollte ich es nicht sagen, aber morgen ist wieder Montag. *DUCK und WEG[Family Sunday] Belohnung des Hausspions
BIRNEN BUCHTELN

Zutaten

Germteig:
  • 200 ml Milch, lauwarm (47°C)
  • 2 Packungen Trockengerm (oder 1 Würfel frischer Germ)
  • 1 TL Zucker
  • 500 g Mehl
  • 75 g Zucker
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 75 g Butter, weich
  • 1 Ei
  • 2 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Butter, geschmolzen
Füllung:
  • 2 Birnen, klein gewürfelt
  • 50 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Nelken, gemahlen
  • 1 Prise Kardamon, gemahlen
Füllung: (ALTERNATIV)    
  • 1 Glas Birnenkompott
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Nelken, gemahlen
  • 1 Prise Kardamon, gemahlen   

Zubereitung

  1. Für den Germteig: Am besten am Vortag zubereiten und im Kühlschrank 6 Stunden gehen lassen. Man kann ihn aber auch nur 1 Stunde bei Raumtemperatur an einem geschützten Ort gehen lassen. 
  2. Die lauwarme Milch mit dem Germ und dem Zucker mischen und warten bis die Mischung zu blubbern anfängt.
  3. Das Mehl, den Zucker und den Vanillezucker in eine große Schüssel oder in die Schüssel der Küchenmaschine sieben und eine kleine Vertiefung in der Mitte formen.
  4. In diese Vertiefung kommt die Milch-Mischung und man fängt zu kneten an. 
  5. Während dem Kneten noch das Ei, die Eigelb und die Butter hinzufügen. Sobald sich der Teig zusammengefunden hat noch die Prise Salz und für etwa 10 min. kneten oder bis ein geschmeidiger Teig entsteht.
  6. Diesen Teig nun entweder über Nacht im Kühlschrank oder für mindestens 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen oder bis er sich verdoppelt hat.
  7. Für die Füllung: Die Birnen zusammen mit dem Rest in einem Topf erhitzen und solange kochen, bis die Birnen weich sind und die meiste Flüssigkeit verdampft ist. Mit der alternativen Füllung gleich verfahren, nur die Birnen vorher abtropfen lassen und klein würfeln. Kalt stellen!
  8. Sobald sich der Teig verdoppelt hat, wieder zusammenkneten und in 15 gleich große Portionen teilen.
  9. Eine Back- oder Auflaufform mit 20x30 cm gut einfetten und beiseite stellen.
  10. Den aufgeteilten Teig nun zu kleinen Kugeln formen und diese flach ausrollen. Je 1 TL Füllung in die Mitte des Fladens geben und gut verschließen. Mit der Naht nach unten in die Backform legen.
  11. Danach mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und wieder 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen oder bis sich die Buchteln verdoppelt haben.
  12. Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze (Umluft hier nicht empfohlen) vorheizen und den Rost UNTEN platzieren.
  13. Die aufgegangenen Buchteln mit der geschmolzenen Butter bestreichen und für 20-25 min. backen oder bis sie goldbraun sind. Lieber etwas früher aus dem Rohr nehmen, denn dann bleiben sie länger weich.
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[Family Sunday] Belohnung des HausspionsEuer Kevin von [Family Sunday] Belohnung Hausspions

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