Everwood: Staffel 1

93_d__0_EverwoodSeason1Schöpfer: Greg Berlanti

Sender: The CW (früher The WB)

Umfang: 23 Folgen je 45min

Erstausstrahlung: 16. September 2002

Eigentlich ist es gar nicht so lange her, aber es kommt mir so vor als würden Welten dazwischen liegen, als ich das letzte Mal Everwood gesehen habe. Seither hat sich mein Serien- und Filmgeschmack weit verändert und ich hätte nicht mehr damit gerechnet nochmal von dieser Serie gepackt zu werden.

In der ersten Staffel des Familiendramas erlebt man, wie der berühmte Chirurg Andy Brown (Treat Williams) seine Frau und damit auch die Mutter seine zwei Kinder verliert und sich dann entschließt New York zu verlassen, um in der Kleinstadt Everwood ein neues Leben anzufangen. Natürlich sind nicht alle Beteiligten damit einverstanden und so erlebt man die Höhen und Tiefen eines allein erziehenden Vaters in Mitten der Rocky Mountains.

Natürlich ist der Plot leicht durchschaubar und teilweise auch mit echt bitteren Klischees belastest: Der pubertierende Sohn. Der überforderte Vater. Das nette Mädchen von nebenan und deren strenger Vater… Aber bei einem Drama oder vor allem bei einem Familiendrama kommt es keines Wegs auf eine überzeugende oder einzigartige Story an. Sondern viel mehr auf deren Umsetzung und die vielen Kleinigkeiten. Da hätten wir einmal diese Kleinstadt, deren Alltag und Bewohner sehr amüsant ins Licht gerückt werden. Natürlich ist das teilweise übertrieben, aber man merkt ja, dass es metaphorisch gemeint ist. Durch die vielen kleinen Situationen zwischen den Bewohnern und den „Neuankömmlingen“ entsteht ein sehr angenehmer leichter Humor, der nicht aufgezwungen wirkt und mir einfach nur ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

EverwoodDie Entwicklung der Charaktere ist derweil auch nicht ganz uninteressant. Denn auch wenn die wesentlichen Charakterzüge schnell erkannt werden, wurde wie ich finde relativ authentisch und Realitätsnah gezeigt, wie jeder einzelne mit dem Verlust seiner Mutter/Frau umgeht. So beginnt Andy an seiner Entscheidung zu zweifeln, die Großstadt verlassen zu haben und bekommt von vielen Seiten Vorwürfe. Der ältere Sohn Ephram (Gregory Smith) beginnt sich abzukapseln und findet nur bei einer Person Trost (natürlich bei einem Mädchen). Und auch die kleinste Tochter Delia (Vivien Elisabeth Cardone) geht auf ihre eigene Art damit um. Besonders gefallen hat mir dabei auch, dass keine der vielen Perspektiven der Geschichte Vorrang hat und und es viele kleine Geschichten gibt, die sehr ausgeglichen sind und wo für jeden etwas dabei ist.

Die erste Staffel Everwood bildet so den Einstieg in eine sehr liebevoll gestaltet Familienserie und hat mir gezeigt, dass das Jugend- und Familiendrama wohl immer mein heimliches Lieblingsgenre bleiben wird. Die restlichen Staffeln warten schon auf mich…

 


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