Eşya: Zur Dunkelheit bekennen

Eşya: Zur Dunkelheit bekennenEsya
"Absurdity Of ATCG (II) - Emergent Form"

(Bandcamp)
Weiter geht es mit Ayse Hassan, Bassistin bei den Savages und gleichwertigen Teilhaberin von Kite Base auf der Suche nach dem Sinn des menschlichen Seins. Die vorliegende EP ist die dritte im Themenverbund nach "Absudity Of Being" und "Absurdity Of ATCG (I)" und wenn sich mit dieser eine Form, eine Konstante herausbildet, dann ist es hier definitiv eine alles umfassende Düsternis. So kalt, so dunkel waren selbst die beiden ersten Platten nicht - die sieben Stücke inklusive des Bonustracks "Obsolete" zeigen Hassan als tiefschwarze Zweiflerin, bereit, für ihren Teil die Schattenseiten des Lebens offenzulegen. Schon im Sommer dieses Jahres verriet sie dem Netzmagazin The Rodeo die Grundidee ihres Triptychons: "Ich glaube, jeder Mensch hat oder wird an einem Punkt seines Lebens emotionales Leid erfahren. Meiner Meinung nach ist es wichtig, darüber zu reden, unsere Geschichten zu teilen und solche Erlebnisse, Gedanken und Gefühle nicht zu unterdrücken, so dunkel sie auch sein mögen."

"Die Musik, die ich schaffe, kommt aus der Frustration und der Wut, aber auch dem Staunen und der Hoffnung. Sie ist ein integraler Bestandteil meines Seins", und weiter führt sie aus: "Was ich hier abbilde, sind Realität, Wahrheit, Ehrlichkeit - ich möchte den Menschen, der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten und zeigen, wie die Wirklichkeit tatsächlich ist. Und dass wir alle die Wahl haben und eine Entscheidung treffen können." Musikalisch hat sie sich diesmal fast durchgängig dem Cold Wave verschrieben, die Stücke zucken allesamt mit elektronischen Beats, unterfüttert von schweren Bässen und frostigen Synthtexturen. Wenn der erste, erstaunlich tanzbare Track "Blue Orchid" noch an die legendäre Anne Clark erinnert, sind "Fear" oder "Eidolen" ungleich finsterer geraten, knirschende Störgeräusche, verzerrte Akkordeon-Melodien, dazu Hassans gleichförmiger Gesang, bemüht, die fast erhabene Grundstimmung nicht durch allzu häufige Ausbrüche zu stören. Wohl der, die ihre Ängste und Schwächen in so wunderbare Klänge zu wandeln vermag.

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