Esstempo, Omelett und Selbsteinschätzung: bunt Gemischtes zu “Übergewicht”

Wir essen zu schnell. Was die Forschungsgruppe um Christoph Beglinger vom Universitätsspital Basel  als Forschungsergenbis laut diesem Artikel ist für mich mit einigen Fragenzeichen zu versehen. Zum einen haben sie nur zwanzig Personen mit Übergewicht getestet und zwanzig Personen ohne. Das ist eine geringe Zahl um daraus auf “alle” schließen zu dürfen. Auch sagt der Artikel leider gar nichts darüber aus, wie die Gruppen zusammengesetzt waren. Dass man mit viel Hunger schneller isst, klingt logisch. Aber warum sollen nicht Übergewichtige (wie übergewichtig waren denn die Übergewichtigen in der Studie?) nicht so hungrig sein wie Übergewichtige? Vielleicht hat die Studie ja zu viele Morgenmuffel erwischt unter den Nicht-Übergewichtigen, die überhaupt nicht gern frühstücken und zu viele  Frühstücksliebhaber unter den Übergewichtigen. Ob ihre morgendlichen Essgewohnheiten überhaupt berücksichtigt wurden und wie früh am morgen das war, davon steht in dem Artikel auch leider nichts.

Die Schlussfolgerung der Studienleiter ist wieder mal typisch: Die Dicken schlingen zu schnell, daher nehmen sie zu viele Kalorien in zu kurzer Zeit auf. Deshalb sind sie dick. Also …. hätten Dicke bessere Essmanieren und mehr Selbstdisziplin hätten sie längst einen schlanken Körper. …

Vielleicht sollte man als dicker Mensch einfach nur das Richtige Frühstücken. Wie zum Beispiel die Spanier ein Omelett mit Kanariengras und Amaranten, welche den Fettabbau unterstützen und zudem satt machen, wie hier in nicht so gutem Deutsch zu lesen ist. Zudem soll Kanariengras das Cholesterin senken. Wer sich fragt, was denn Kanariengras ist, hier eine Erklärung. Auf jeden Fall besser ins Omelett als dass man es als teures Pulver löffelt. Sofern es auch schmeckt, natürlich.

Offenbar sind Männer weit weniger Diätanfällig als Frauen, was man in seiner Verwandt- und Bekanntschaft sicher auch beobachten kann. Woran das liegt? Sie sind sich selbst gegenüber einfach toleranter und sehen sich nicht als dickes Problem, selbst wenn sie aus dem hochgelobten, heiligen BMI-Raster herausfallen. Dabei sind 67% der deutschen Männer zu dick und nur rund 30% erkennen das auch. Ist das nicht furchtbar, findet die Apothekenumschau, deren Meinung derzeit in vielen Onlineartikeln nachgebetet wird. Es ist wirklich ein hartes Brot, Männern diverse Diätmittelchen aus der Apotheke verkaufen zu wollen, wenn sie nicht erkennen wollen, dass sie diese sooo drigend brauchen.

Und wofür sind die Menschen angeblich zu dick? Die Arbeitslosenzahlen sind niedrig, also können sie arbeiten. Der Konsum ist gut, also können sie die Wirtschaft ankurbeln. Die Geburtenzahlen sind nicht mehr sooo im Keller, also können sie sich fortpflanzen. Und länger leben tun wir ohnehin im Durschnitt alle und das schiebt sich ständig nach oben. Fragt man sich, ob nicht vielleicht an dieser Einstufung des BMI etwas faul ist und nicht an der Selbsteinschätung deutscher Männer.

 


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