Es muss nicht die Chemiekeule sein

Damit es möglich ist, unbedenkliche und umweltfreundliche Maßnahmen wirksam anwenden zu können, müssen Schädlinge rechtzeitig erkannt werden. Deshalb sollte der Gartenfreund seine Es muss nicht die Chemiekeule seinPflanzen regelmäßig auf Schädlingsbefall überprüfen. Für bestimmte Fälle besteht sogar Melde- und Bekämpfungspflicht.

Biologische Bekämpfung

Völlig unbedenklich sowohl für Mensch als auch für die Natur ist der Einsatz von biologischen Schädlingsbekämpfung – Verfahren. Diese bestehen eigentlich nur darin, dass man gegen die Schädlinge ihre jeweiligen natürlichen Feinde einsetzt. So kann zum Beispiel zur Bekämpfung der Schildlaus eine Wespenart gezüchtet und eingebürgert werden. In Gewächshäusern können Weiße Fliegen und Spinnmilben durch rechtzeitige Freilassung von Schlupfwespen in Schach gehalten werden. Der Einsatz dieser Mittel ist nicht immer einfach, weil es sich dabei um Lebewesen handelt. Daher sollte man sich bereits vorab darüber genau informieren.

Natürliche Insektizide

Besonders beim biologischen Düngen wird immer wieder der Einsatz von Kräutern als Pflanzenschutzmittel empfohlen. Die Wirkung dieser beruht auf mehreren Faktoren. Sie werden wegen ihrer Wirkung auf Pflanzen geschätzt, aber auch weil sie deren Widerstandskraft stärken. Darüber hinaus dienen sie auch der direkten Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen. Für die Herstellung von Tees übergießt man frische oder getrocknete Kräuter mit heißem Wasser und lässt diese 24 Stunden ziehen. Tee aus Farn wird gegen Mehltau, Rost und verschiedenen Milben eingesetzt.

Brüher werden auf dieselbe Weise hergestellt, nur dass man sie 24 Stunden auf kleinem Feuer 20 Minuten lang kocht und anschließend zugedeckt abkühlen lässt. Vergorene Jauchen als flüssigen Dünger stellt man her, indem man grüne Pflanzenteile in ein Holzfass füllt und so viel Wasser darüber gießt, dass alles bedeckt ist. Der Inhalt des Fasses muss während des Prozesses mehrmals täglich durchgerührt werden, damit Sauerstoff dazu kommt.

Nach ca. zwei Wochen hört die Jauche auf zu schäumen und kann in einem Verdünnungsverhältnis von 1:10 eingesetzt werden. Doch auch bei dieser wird Verdünnung besteht Gefahr, dass Pflanzen verätzt werden. Daher sollte die Jauche auf die Erde und nicht auf die Pflanzen gegossen werden. Brennnesseljauche benutzt man ganz allgemein zur Düngung und Stärkung. Jauche oder Brühe aus Wurmfarn wird gegen Blattläuse eingesetzt, aus Schachtelhalm gegen Mehltau, Rost und Schorf.

Knoblauch – und Zwiebeljauche gegen die verschiedensten Pilzkrankheiten. Der Vorteil solcher natürlichen Insektizide liegt darin, dass sie schnell abgebaut werden. Trotz allem, sollte man auch diese sparsam und gezielt einsetzen, weil ihre Wirkung genauso Schädlinge wie auch nützliche Bodenlebewesen treffen kann. Fazit: Wer natürliche Insektizide als Pflanzenschutzmittel verwendet, der kann ruhigen Gewissens behaupten, diesbezüglich umweltfreundlich gehandelt zu haben.


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