Erschüttert

Während man anderswo begeistert, oder, naja, zumindest froh ist, wenn Terroristen gefasst werden, sind andere eben erschüttert. Nun ja, so sind sie, die Brandenburger…

Potsdam/Mühlenfließ (dpa/bb) – Die Festnahme eines weiteren verdächtigen Neonazi-Terroristen in Mühlenfließ (Potsdam-Mittelmark) hat in der Gemeinde Bestürzung ausgelöst. Man sei „erschüttert“ über die Nachricht, sagte der stellvertretende Direktor des zuständigen Amtes Niemegk, Thomas Griesbach, der Nachrichtenagentur dpa.
 Spezialkräfte der GSG 9 hatten am Donnerstag in dem Mühlenfließer Ortsteil Grabow den 32 Jahre alten Andre E. aus Sachsen festgenommen. Er wird beschuldigt, in zwei Fällen die terroristische Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) unterstützt zu haben.
 Andre E. ist nach dpa-Informationen der Zwillingsbruder eines im Land bekannten Rechtsextremisten. „Ich persönlich kenne ihn nicht“, sagte Vize-Amtsleiter Griesbach. Auf die Frage, ob die rechte Szene in Mühlenfließ und Umgebung aktiv sei, sagte er: „Nein.“ Wenn sich der Verdacht einer Verbindung zu der Neonazi-Terrorgruppe erhärte, werde man sich aber sicherlich mit dem Ordnungsamt zusammensetzen und über Konsequenzen beraten.
 Die Gemeinde Mühlenfließ liegt am Tor zum Fläming. In der Region südwestlich von Berlin war bis zum Frühjahr die rechtsextreme Vereinigung „Freie Kräfte Teltow-Fläming“ aktiv. Im April wurde sie von Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke (SPD) verboten.

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