Erkenne dich selbst

Gnothi seauton (griechisch Γνῶθι σεαυτόν gnṓthi seautón, durch Elision auch Γνῶθι σαυτόν gnṓthi sautón „Erkenne dich selbst!") ist eine vielzitierte Inschrift am Apollotempel von Delphi, als deren Urheber Chilon von Sparta, einer der „Sieben Weisen", angesehen wird.

Selbsterkenntnis ist die Voraussetzung zur Verbesserung. Ich komme meiner Stilschwäche einen weiteren Schritt auf die Spur. Heute nehme ich an der Trainer C Fortbildung „Recurve Schießtechnik" des NSSV in Clauen teil. Referent ist Rainer Schemeit. Ein Teil des Seminars ist die Schusstechnikanalyse mittels einer GoPro-Kamera, wobei meiner Arbeitsgruppe die Aufgabe zufällt, sich das anzuschauen und für die Seminargruppe aufzubereiten.

Ich bin interessiert daran, mich als Trainingsobjekt zur Verfügung zu stellen. Dabei filmt man mich von allen Seiten, wobei sich die Perspektive von oben herab als die effektivste herausstellt. Man kann darauf gut sehen, dass mein Rückengürtel leicht links neben das Ziel zeigt, aber auch, dass der Bogenarm dabei nicht in Richtung des Ziels steht, sondern ein paar Grad nach rechts. Somit entsteht ein zu großer Winkel zwischen Schultergürtel und Bogenarm.

Das Filmmaterial kann ich leider nicht mitnehmen, aber auf einen kürzlich gemachten Foto sieht man schon die leichte Linksausrichtung der Schulter, wobei der Bogenarm wegen der Perspektive nicht sichtbar ist. Doch man kann es vermuten; aufgefallen ist es mir vorher nicht.

Ich interpretiere dies als spät erkannte Folge des Zuggewichtsproblems und beschließe, auch dieses Defizit als Auftrag zur Verbesserung anzunehmen.

Unter Beratung durch die beteiligten Trainer kann ich meine Oberkörperhaltung schon etwas verbessern, aber aufgrund des Kursformats können wir daran nicht systematisch arbeiten. Jedoch kann ich den Klicker gleich etwa 8 mm zurück stellen und ich nehme noch ein paar Hinweise zur Optimierung meines Schussablaufs mit:

  • in einen leicht erhöhten Voranker gehen, um die Schultern beim Auszug tiefer zu ziehen,
  • eine stärkere Schulterrotation vornehmen, um den Rückenzug vorzubereiten sowie
  • den Klickerdurchzug durch das Herunterziehen der Zugarmschulter vervollständigen.

Die Früchte dieser Analyse und Beratung kann ich heute nicht mehr genießen. Die Verbesserungsvorschläge muss ich erst noch in einen modifizierten Schussaufbau und -ablauf einbauen und trainieren. Es scheint mir, dass ich dabei die Haltung und Stellung des Kopfes auch noch verändern muss, weil ich bei den Schussversuchen Probleme mit dem Sichtfeld bekomme. Trockenversuche zuhause deuten darauf hin, dass ich den Kopf werde etwas weiter drehen und leicht weiter nach vorn neigen müssen.

Es gibt weiterhin viel zu tun. Ich bin von der Normalität noch weit entfernt. Diese Hallensaison wird zeigen, ob ich es schaffe, zurück zu kommen. Ich weiß nicht, was am Ende dabei heraus kommt. - Gnothi seautón!


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