Ereignis des Tages: Bahnfahrt mit Besoffenen

Schönen guten Mittag, guten Morgen, gute Nacht oder wie spät es auch immer bei dir ist.

Wie geht es dir? Mir geht es gut. Draußen scheint die Sonne. Später gehen wir an den Strand…

ÄHM… Sorry! Themenwechsel.

Da ich ja jeden Morgen mit der Bahn auffe Ahbeit fahren muss, ich aber natürlich nicht im Büro schlafen will, sondern in meinem Bett, muss ich auch wieder zurückfahren. Soweit zur Einleitung. Nun zu meinem Problem:

Ich hasse es in den großen richtigen Abteilen zu sitzen, wo die richtigen Bänke sind (ihr wisst NATÜRLICH was ich meine, nach der grandiosen Beschreibung). Ich mag einfach nicht die Luft von so vielen verschiedenen Menschen einatmen und auch nicht so viel verschiedene Leute riechen, deshalb setze ich mich immer in die Bereiche mit den Klappsitzen. Ich fühle mich in meiner Individualität da nicht so eingeschränkt. Diese Platzwahl ist allerdings ein fataler Fehler! Hier wird man nämlich täglich von betrunkenen Herren mittleren Altern aufgesucht. Was ja an sich nicht so schlimm wäre, würde sie nicht alle immer das gleiche Gesprächsschema wählen.

Trunkenbold „Fährt der Zuuuuch bis nach XXX“

Ich „Ja.“

Trunkenbold „Hmm. Hassss u vielleichd ne Zigaredde?“

Ich „Nein.“

Trunkenbold „Komm schon. Ich geb dir auch n Euro dafür.“

Ich „Nein. Ich würd dir eine geben, aber ich hab keine.“

Gut… dann kommen die Trunkenbolde meistens zur Ruhe und beginnen auszudampfen. Der Verdacht, dass es sich bei der jeweiligen Person um einen Trunkenbold handelt, wird bestätigt!

Nach etwa der Hälfte der Fahrzeit beginnen meine Alkionen (so nenn ich sie gerne) dann scheinbar auszunüchtern und merken, dass sie stinken. Dann beginnt nämlich Reise nach Jerusalem. Sie wechseln nach jedem Halt den Sitzplatz und nomaden durch die Bahn in der Hoffnung, dass niemand merkt, dass sie besoffen sind und müffeln.

So isch des!