Er werde seine Kraft auf das Amt des Außenministers konzentrieren, sagte Westerwelle

westerwelle

"Ich kann Ihnen versichern, dass das natürlich ein besonderer Tag ist, ein besonderer Tag auch für mich selbst."

Für den Parteivorsitz werde er nicht mehr kandidieren. Da sollen nun jüngere ran. Die Entscheidung sei ihm einerseits schwer, andererseits aber auch leicht gefallen, sagte Herr Westerwelle weise.

Ich frage mich bloggend, was eigentlich schwerer ist: Außenminister oder Parteivorsitzender. Oder: War nicht der Parteivorsitz Voraussetzung für das Amt. Kann man das Eine ohne das Andere? (Es sind die typisch-naiven Fragen eines unvoreingenommenen Lesers der FDP-Newsletter.)

A bissel Leid tut er mir schon, der lustige Guido, der einst mit einer 18 auf den Sohlen in die TV-Studios marschierte, der den Möllemann überlebte und sich dennoch den Genscher-Traum nie erfüllen konnte. “Hach-ja – Einmal vor allen TV-Stationen der Welt auf einem Balkon stehen, irgendwas sagen, was dann im Jubel der Zuhörer untergeht, egal ob man zuständig oder nicht…”

Der Nachfolger muss nun die FDP zurückrudern, muss sich für ein ungerechtes und kompliziertes Steuersystem einsetzen, für eine – mindestens! – Verdreifachung der Steuern des Hotelgewerbes, sollte jede Menge Krötentunnel bauen und die Atomlobby aus allen Ämtern raushalten… – was natürlich ein Scherz ist. Dennoch ist es gut vorstellbar, dass es Spaß-Guidos letzter Wille gewesen sein muss, mit einem Joke beerdigt zu werden.


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