einfach organisiert leben #4

Prokrastination – besser bekannt als Aufschieberitis – plagt uns alle immer wieder einmal.

Manche Menschen versuchen mit to-do-Listen dem ganzen Herr bzw. Frau zu werden. Viele interessante Beiträge rund um das Thema “Listen” sind am Blog Kunterbunt von Franka zu finden.

Nicht selten werden diese Listen jedoch als Last empfunden. Vor allem dann, wenn sie immer länger statt kürzer werden. Und wenn manche Dinge ewig und immer wieder auf dem Plan stehen, dann wird die to-do-Liste zur sichtbar gemachten Aufschieberitis.

einfach organisiert leben

Das Erfolgserlebnis fehlt

Grundsätzlich finde ich to-do-Listen sehr gut und es ist auch ein sehr befriedigendes Gefühl, Listenpunkte zu streichen. Aber in manchen Phasen des Lebens läuft es nicht so einfach rund. Es kommt mehr Arbeit dazu als am Tag erledigt werden kann, die Liste wird immer länger und die Frustration steigt.

Vor allem fehlt es an wirklichen Erfolgserlebnissen, denn nachdem die Liste nie zu Ende abgearbeitet werden kann hat das etwas von Sisyphos.

Die Formel zum erfolgreichen Tag

In einem Seminar, das ich vor vielen Jahren besucht habe, bekam ich den genialsten und gleichzeitig einfachsten Vorschlag, wie man sein Leben besser in den Griff bekommt und gleichzeitig zufriedener und glücklicher wird.

Ich habe es ausprobiert und erfolgreich meine Aufschieberitis in den Griff bekommen. Das kannst Du auch! Die Regeln sind einfach und ohne zusätzlichen Aufwand in den Alltag zu integrieren.

Du wirst sehen, Dein Leben wird mit der Zeit immer einfacher und ruhiger und gleichzeitig wirst Du immer glücklicher und zufriedener werden.

Lebensregelen

Wenn Du Dich an diese einfache Formel hältst, dann wird plötzlich jeder Tag zu einem erfolgreichen Tag.

1. Mach etwas für Dich!

Indem Du Dir täglich etwas Gutes tust, nimmst Du Dich selbst wichtig. Du achtest und respektierst Dich und verbringst eine schöne Zeit mit Dir selbst.

Für eine gewisse Zeit bist Du selbst oberste Priorität. Es ist Deine Aufgabe etwas zu tun, was Dir Freude macht und Dir gut tut.

Viel zu oft nehmen wir uns selbst zurück und unsere Wünsche und Sehnsüchte gehen in den Anforderungen des Alltags unter. Diese Regel wird das künftig verhindern und mehr Achtsamkeit in Deinen Alltag bringen.

2. Mach etwas für jemand anderen!

Wenn Du Mutter bist dann fällt Dir dieser Punkt ganz sicher nicht schwer. Aber auch sonst ist es für uns oft viel leichter etwas für jemand anderen zu tun als für uns selbst. Und trotzdem haben wir am Abend oft das Gefühl zu wenig für die Menschen, die wir lieben, getan zu haben.

Dieser Punkt der Regel macht sichtbar, dass Du für andere Menschen etwas tust. Du bist kein Egoist sondern lebst in einer Gemeinschaft und machst etwas für andere.

Mach Dir das bewusst und erkenne, dass Du ein wertvoller Teil Deiner Familie und Deines Freundeskreises bist.

3. Mach etwas Unerledigtes!

Suche Dir eine Aufgabe, die Du unerledigt vor Dir her schiebst und erledige sie mit Freude. Konzentriere Dich ganz darauf diesen einen Punkt Deiner persönlichen todo-Liste zu erledigen. Denk in dem Augenblick auch nicht daran, was noch alles nicht getan ist und auf Dich wartet.

An diesem Tag wartet keine weitere unerledigte Aufgabe auf Dich. Alles andere ist erst am darauf folgenden Tag dran!

Denn egal wie viel Unerledigtes darauf wartet erledigt zu werden, Du bist erfolgreich weil Du an diesem Tag diese eine Aufgabe, für die Du Dich entschieden hast, abschließen konntest.

Hol Dir jeden Tag Dein Erfolgserlebnis und sei stolz auf Dich selbst!

Rückblick auf den Tag

Wenn Du am Abend auf den Tag zurück blickst, dann erinnere Dich daran, dass Du einen guten und erfolgreichen Tag hattest. Du hast alles erledigt, was Du Dir vorgenommen hast und kannst mit einem zufriedenen Gefühl einschlafen.

Diese Formel wirkt 100%ig

Soviel sei verraten, ich habe noch nie einen besseren und kraftvolleren Rat bekommen als diesen. Als ich begann, mich an diese einfachen 3 Regeln zu halten, hat mein Leben eine ganz unerwartete Wendung genommen.

Anfang war es für mich schwer etwas für mich selbst zu tun. Etwas für jemand anderen ist mir immer sehr leicht gefallen und das Unerledigte hat sowieso ganz laut “hier” gerufen.

Aber mit der Zeit hat sich das verändert. Es ist mir immer leichter gefallen etwas zu finden, was ich für mich selbst tun wollte. Mein Leben hat immer mehr Spaß gemacht.

Gleichzeitig war es immer schwerer etwas zu finden, was unerledigt ist. Das war echt seltsam und hat mich nach einiger Zeit dazu veranlasst, mit dieser Formel wieder aufzuhören.

Ich dachte sie hat ihre Schuldigkeit getan und ich brauche sie nicht mehr.

Nichts ist von Dauer – oder doch?

Leider war dieser Zustand nicht von Dauer, langsam aber sicher hat sich der Schlendrian wieder eingeschlichen und auch die Unzufriedenheit kam wieder auf.

Zum Glück habe ich mich daran erinnert wie gut mir diese einfachen Regeln getan haben und ich habe damit wieder begonnen.

Und seitdem mache ich das konsequent und werde damit auch nicht mehr aufhören. Wenn ich meinen morgendlichen Spaziergang mache überlege ich mir, was ich heute tun werde.

Und das Schöne daran ist, dass ich mich dann auch auf die unangenehmen Aufgaben freue. Interessanterweise macht es für mich wirklich einen sehr großen Unterschied für den Tag eine einzige Aufgabe in Angriff zu nehmen und damit mein Tagessoll erfüllt zu haben.

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Im Gesamtindex “Beiträge” findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.


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