Eine Meinung: Microsoft vs. Google

Vor knapp einem Jahr (29.11.2013) brachte Microsoft die Website Scroogled online. Dort beschuldigten sie Google, dass man sich für Geld bessere Platzierungen in der Suchliste kaufen könne. Dies ist für die meisten Internetuser keine besonders neue Information und vor allem kleinere Seiten leiden darunter. Doch nun hat die Kampagne von Microsoft einen neuen Punkt gefunden, den sie ausschlachten können. Der einstige Softwaregigant, der nur für Windows bekannt war, liefert sich eine einseitige Schlammschlacht mit dem wichtigsten Internetkonzern. Microsoft beschuldigt inzwischen Google, dass sie die Daten ihrer Nutzer lesen und überwachen würden. Im Shop auf der Seite Scroogled könnt ihr sogar T-Shirts und Tassen kaufen, die genau diese Vorwürfe gegen Google tragen.

Scroogled Keep Calm T-shirt (Small) view 1

Bildquelle: http://dri1.img.digitalrivercontent.net/Storefront/Company/msintl/images/English/en-INTL_Scroogled_Keep_Calm_Tshirt_S_DHF-01116/en-INTL_L_Scroogled_Keep_Calm_Tshirt_S_DHF-01116_mnco.jpg

Immer wieder taucht dabei das Zeichen von Google Chrome, dem Internetbrowser des Internetkonzerns auf. Man könnte sich jetzt fragen, was das soll. Die interessantere Frage scheint mir aber, was Microsoft damit bezweckt. Könnte es eine Kampagne gegen Google Chrome sein, die den Internet Explorer zurück ins Rennen bringen soll? Einen Browser, der von fast allen Internetnutzern gemieden wird, da er unsicher und unpraktisch ist? Warum legt sich Microsoft mit einem anderen Konzern derartig an? Schließlich wurde das Unternehmen bei der Vorstellung der E3 selbst stark angegriffen. Mit der NSA-Affäre in den Ohren und der Kinectkamera im Auge brach der Shitstorm über Microsoft herein. Als auch noch herauskam, dass das von Bill Gates und Paul Allen gegründete Unternehmen einer der eifrigsten Informanten der NSA war, konnte die Netzgemeinde kaum mehr an sich halten. Die XBox One wurde verteufelt und von unzähligen Weihnachtszetteln gestrichen. Einen derartigen Gegenwind hat das Unternehmen wohl selten bis gar nicht erlebt. Man sah sich gezwungen, sich von einigen Mitarbeitern zu trennen und das Produkt umzubauen. Von dem Plan, dass die Konsole nur mit Kinect laufen sollte, wurde Abstand genommen. Microsoft zeigte Reue und versuchte wenigstens einen Teil der ehemaligen Interessenten zu retten.

Doch kommen wir zur Ausgangsfrage zurück. Warum wirft ein Unternehmen mit Steinen nach Google? Google ist sicherlich auch kein Unschuldslamm. Die Internetkrake ist bekannt dafür Informationen zu sammeln. Dies konnte noch verstärkter durchgeführt werden, als Google YouTube kaufen konnte. Wer in den letzten Wochen auf YouTube unterwegs war und versucht hat einen Kommentar zu schreiben, der hat gesehen, wohin Google seine Tentakel ausgestreckt hat.

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War es also ein Versuch von Microsoft uns vor Google und dessen Sammelwut zu warnen? Ein Steinwurf obwohl man selbst im Glashaus sitzt? Ein stark zu bezweifelndes Motiv. Viel eher sieht es nach unfeinen Geschäftsmethoden aus, die da benutzt werden. Inzwischen haben sich auch viele Blogger und Zeitungen diesem Thema angenommen. Selbst der Spiegel berichtet von Microsofts Angriff auf Google. Ein Angriff der eher ein Schuss ins eigene Bein war, denn kaum ein Internetuser nimmt Microsofts Scroogle-Kampagne ernst. Zu klar ist die Absicht Microsofts zu durchschauen und zu sehr sitzt der Konzern selbst in der Scheiße. Tut uns leid Mircosoft aber da habt ihr euch ins eigene Fleisch geschnitten und jetzt hört auf damit und bringt lieber eure XBox One zum Laufen…


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