Eine Liebeserklärung an alle Blogger da draußen!

Jeder Mensch braucht seine Rituale, denn Rituale machen das Leben einfach schöner. Wer seine Rituale hat, muss nicht vor jeder Bewegung neu überdenken, ob das jetzt Sinn hat, ob wir erst den linken Fuß nehmen und dann den rechten, und ob wir zwischen den Schritten atmen, oder besser davor oder danach. Nein, wir tun es einfach, weil wir uns daran gewöhnt haben, weil wir es ritualisiert haben. Und mein Ritual, um gut in den Arbeitstag zu kommen, ist der Blick ins Mailpostfach, um zu lesen, was andere Blogger geschrieben haben.

Was für ein Glück, dass man Blogs abonnieren kann!

Ich persönlich gehöre ja zu den Nachteulen, die einfach nicht einschlafen können. Manchmal wälze ich mich bis vier Uhr morgens rum und brüte geniale Ideen aus über Artikel, die ich schreiben werde, Cartoons, die ich unnnbedingt malen muss und erzähle mir Kurzgeschichten, die ich garantiert am nächsten Morgen “mal eben” aufschreiben werde. Wenn der Wecker dann klingelt, bin ich oft so gerädert, dass ich nichts davon hinkriege. Eine dumme Sache. Da muss ich noch dran arbeiten. Entweder ich starte eine Petition, um das Zeitsystem in Europa umzustellen (jetzt waren ein paar tausend Jahre lang die Frühaufsteher dran, lasst uns doch jetzt mal den Tag von 12 bis 24 Uhr einführen!) oder ich besorge mir Baldrian und trainiere um 21 Uhr ins Bett zu gehen. Das sind aber leider Projekte, die eine längere Planung erfordern und helfen mir gerade nicht viel. Was aber hilft ist: Neugier!

Das Eigenleben der Bloggerszene hat etwas Magisches

Wirklich wach werde ich in dem Moment, wo mir einfällt: Hey, gibt es was Neues zu lesen? Und dann arbeite ich mich durch mein Mailpostfach. Ich habe einige wirklich interessante Blogs aus den verschiedensten Bereichen abonniert. Wenn ich dann fertig bin, kenne ich zehn neue Tipps für XY, weiß, wer gerade an seiner Schreibblockade knabbert und kenne neue Marketingideen für Autoren. Es ist, als hätte ich mir meine eigene Morgenzeitung zusammengestellt, in der nur Artikel stehen, die mich interessieren. Und wisst Ihr, was mich dann motiviert, mich selbst auf den Hintern zu setzen und zu schreiben? Wenn all die Blogger da draußen sich nicht hingesetzt und konsequent gearbeitet hätten, hätte ich ja nix zum Lesen gehabt. Und wenn ich auch gelesen werden will, muss ich ja schließlich erstmal was schreiben, nä? Also: Immer ran an den Speck und schreibt, was das Zeug hält! Da draußen gibt es Leser, die sich auf eure Posts und Geschichten freuen!


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