Eine kleine Durchsage - oder so

Ich weiß nicht ob es euch aufgefallen ist - aber mir ist es aufgefallen, dass ich in den vergangenen Wochen keine vernünftigen Ideen für meinen Blog hatte. Klar, ich habe Rezensionen geschrieben und bei den Leselaunen mitgemacht - mit Ausnahme von dieser Woche - aber sonst hatte ich Schwierigkeiten Zeit in neue Ideen zu investieren, schlicht und ergreifend, weil ich keine Zeit dafür hatte.
Als ich meinen ersten Post über "Moderne Helden" geschrieben habe - am 8. Dezember 2014 - und "Life in Petricolour" ins Leben gerufen habe, war dies zu dem Zweck eine Platform zu haben, in der ich meine Gedanken und Meinungen über Geschichten aussprechen kann. In erster Linie sollte sich das nicht auf Bücher beschränken. Aber nach und nach hat sich mein Blog zu einem Bücherblog entwickelt, vielleicht, weil ich in die Community reingerutscht bin, vielleicht, weil ich Bücher mag und sie gerne lese, vielleicht, weil mir nichts Besseres einfiel. Ich weiß nur, wenn ich es nicht gewollt hätte, wäre es auch nicht passiert. Ich wollte gelesen werden und ich dachte, wenn ich das lese, was andere lesen, wenn ich Rezensionen schreibe, dann würde ich Erfolg haben. "Erfolg" ist ein sehr subjektiver Begriff und ich habe tatsächlich Leser dazu gewonnen und ich bin über jeden davon glücklich. Aber ich bin nicht mehr glücklich über das, was ich schreibe.
Ich weiß nicht, wann es passiert ist, aber irgendwann habe ich angefangen mich unter Druck gesetzt zu fühlen. Das habe ich sehr oft, auch in Situationen die nicht das Internet betreffen. Ich hatte das Gefühl ich müsste Inhalte liefern, so viel wie möglich. Ich dachte: "Drei Posts in der Woche, das kriegst du hin! Die Leute dürfen nicht vergessen, wer du bist!" Das habe ich mir zu verschulden. Ich dachte, ich müsste so viel Arbeit hinein stecken, um interessant zu bleiben. Aber irgendwann ist der Inhalt im Inhalt verloren gegangen. Es kann sein, dass ihr diesen Eindruck nicht bekommen habt. Das freut mich. Ich sehe die Leute die regelmäßig kommentieren, und ich bin sehr glücklich darüber. Aber ich habe letztens angefangen einen Post zu tippen, über ein Thema, das mir wichtig war... oder ich glaubte, dass es mir wichtig war. Bis ich die Sache überdacht habe und das Dokument geschlossen habe, weil ich mich gefragt habe: Wieso schreibst du diesen Post wirklich? Möchtest du informieren, belehren, oder einfach deine Gedanken loswerden? Ich hatte keine Antwort darauf, also habe ich den Post auf Eis gelegt.
Es kann sein, dass einige von euch denken, dass ich übertreibe, dass ich es selbst Schuld bin, dass es dazu gekommen ist - und ja, ihr habt recht. Ich bin irgendwann faul geworden, oder übereifrig, eine gefährliche Mischung von beiden und schlussendlich hat sich eine Blockade vor meinem Kopf geschoben, die dazu geführt hat, dass ich eben keine "vernünftigen Ideen" mehr habe, um diesen Blog aufrechtzuerhalten.
In den letzten Wochen ist mir klar geworden, was mir wirklich wichtig ist, und das ist Geschichten schreiben. Ich habe hin und wieder durchblicken lassen, dass ich einem Projekt arbeite und ich auch plane, es irgendwann an eine Literaturagentur oder einen Verlag zu schicken. Es zu veröffentlichen. Das war schon immer mein Ziel gewesen, seitdem ich angefangen habe längere Geschichten zu schreiben. Ich habe gemerkt: Es ist mir sehr wichtig. Wichtiger als dieser Blog, um ehrlich zu sein. Und diese Erkenntnis hat ein wenig Last von meinen Schultern genommen. Der Moment in dem ich realisiert habe, dass ich einfach nie einer dieser "Buchblogger" sein werde, die vom Verlag Rezensionsexemplare geschickt bekommen, die regelmäßig auf Messen zu treffen sind, und die 50 Kommentare unter ihren Posts sehen. Ich bewundere das Engagement dieser Buchblogger, aber ich weiß jetzt, dass ich nie daran kommen werde - weil ich lieber etwas anderes mache.
Die letzten Wochen, in denen ich also keine Ideen hatte, habe ich an meinem Manuskript gearbeitet. Und ich freue mich euch sagen zu können, dass ich gestern Abend den 2. Entwurf fertig gestellt habe. Ich freue mich auch schon total, mit dem 3. Entwurf zu beginnen, denn das wird die Fassung sein, die die Testleser zu Gesicht bekommen. Auf Twitter habe ich schon viele Zwischenschritte dokumentiert und ich bin sehr glücklich damit. Als ich meinen Beitrag über "Kill Your Darlings" geschrieben habe, war ich auch sehr glücklich damit. Ich weiß nicht, wie viele diesen Post gelesen haben, aber es war der erste Post, der mich seit langem wieder begeistern konnte. Weshalb ich jetzt einen Entschluss gefasst habe.
Vermutlich werdet ihr in Zukunft weniger von mir lesen. Ich habe erkannt, dass ich höchstens einen Post in der Woche schaffe - mit dem Schreiben, was meine höchste Priorität ist und der Uni, die ich natürlich nicht vernachlässigen kann. Dieser Post wird vermutlich keine Rezension, auch wenn ich sie nicht ganz ausschließe. Ich weiß nicht, ob ich immer dazu komme bei den Leselaunen mitzumachen. Ich mag die Aktion, aber ich habe diese Woche gemerkt, dass ich einfach nicht in "Stimmung" dafür war. Rückblicke wird es immer noch geben, aber ich weiß nicht in welcher Form. Was sich ändern wird, ist, dass ich mehr über meine Projekte reden werde. Ich möchte euch teilhaben lassen an dem, an was ich gerade arbeite. Ich weiß nicht wie viel ich sagen kann oder werde. Ich bin sehr beschützerisch was mein "Baby" angeht, weshalb ich das vermutlich an den Reaktionen abschätzen werde... ich werde demnächst u.a. auf dem Blog anfangen nach Testlesern zu suchen. Es soll eine Reise werden. Eine Reise, in der ich wachse - und zwar nicht als Blogger, sondern als Autor.
Ich kann verstehen, dass es viele die bisher mitgelesen haben nicht interessieren wird. Weshalb ich es euch nicht übelnehme, solltet ihr meinen Blog nicht mehr lesen wollen. Wer mag es schon, wenn ein Blog eine plötzliche Wendung macht? Okay, ich entferne mich nicht so weit von meinen bisherigen Themen - aber es ist trotzdem eine größere Veränderung für mich, weshalb ich versuche, meine Community ein wenig zu ändern und "Gleichgesinnte" zu finden, wie z.B. Tina von Monsters and Magic und Steffi von Fieberherz, die ihre Reise als Autoren ebenfalls auf ihren Blogs festhalten.
Ich dachte, es wäre fair euch meinen Entschluss mitzuteilen, anstatt ihn einfach nur umzusetzen. Was ihr darüber denkt, würde mich total interessieren. Aber ich bin euch ohnehin schon dankbar, dass ihr diesen ziemlich langen Text durchgelesen habt. Also - danke, echt.
Alles Liebe,Sanne

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