Ein Schwarm schwarzer Schwäne

Ein Schwarm schwarzer Schwäne

Kürzlich hat mich ein Kollege gefragt, ob er seine Goldvreneli verkaufen solle. Er habe gehört, dass der Goldanstieg nichts als eine Blase sei und bald platzen werde, außerdem sei Gold zur Vorsorge für Notzeiten nicht geeignet, da man es nicht essen könne.

Da hat er natürlich Recht, der Gute. Goldvreneli kann man nicht essen, darum habe ich auch Ravioli, Schnaps und Zigaretten im Notfallschrank.

„Wenn du unbedingt deine Goldvreneli loswerden willst“, sagte ich ihm, „dann kauf dir davon Pasta, Reis und Bohnen. Vielleicht auch einen oder zwei volle Kanister mit Benzin. Allerdings musst du diese dann am Hausmeister vorbeischmuggeln. Der mag kein Benzin im vierten Stock. Aber an deiner Stelle würde ich die Goldvreneli behalten. In der Krise kannst du sie vielleicht gegen einen Sack Kartoffeln und eine Butterstolle tauschen.“

„Mein Bankberater hat aber gesagt, dass Gold nichts mehr bringt, wenn der Aufschwung kommt. Ich soll lieber Zertifikate kaufen.“

„Die kannst du aber auch nicht essen“, bemerkte ich. „Genauso wenig wie Papiergeld. Aber dein Bankberater hat Recht: die Zertifikate bringen ihm mehr.“

„Aber die Krise ist doch längst vorbei. Die Wirtschaft brumme, sagen die Experten. Das größte Problem ist doch zurzeit nur noch der von und zu Guttenberg, der seine Doktorarbeit zusammenbasteln ließ.“

„Das Brummen in der Wirtschaft kommt vom Sand im Getriebe und der gute Gutti ist nur ein Beweis dafür, wie sich das Volk immer wieder blenden lässt. Übrigens hast auch du in der Schule gespickt. Gerade schlittern wir wieder in die nächste Ölkrise. Der verrückte Gaddafi massakriert sein eigenes Volk und Libyen fällt als Öllieferant aus. Wenn der alte Spinner und seine Saubande erledigt sind, geht es erst recht los. Andere Staaten werden folgen. Vor allem die mit Öl. Ist das etwa keine Krise?“

„Aber all diese nordafrikanischen Staaten werden jetzt demokratisch. Und das ganz von selbst, ohne dass die Amerikaner ihnen Demokratie bringen müssen. Du siehst einfach zu schwarz.“

„In der Tat, zurzeit sehe ich ganze Schwärme von schwarzen Schwänen. Dabei würde einer bereits reichen.“

„Dann soll ich also meine Goldvreneli behalten?“

„Du könntest ein paar gegen meinen Schnaps tauschen. Ich habe letztes Jahr ein traumhaftes Zwetschgenwasser gebrannt.“

Lasst euch nicht beirren. Euer Traumperlentaucher



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