Ein paar Sprachregeln zur Weihnachtszeit

Um Sie schon mal auf Weihnachten und Silvester einzustimmen, und um Ihnen Hilfestellung bei der richtigen Wortwahl beim Gespräch bei Tisch oder am Glühweinstand zu geben, ein paar Hinweise und besinnliche Videos.

1. Berlin
Nennen Sie den Platz des Attentats nicht "an der Gedächtniskirche", sondern wie von ARD, ZDF und Springer rechtzeitig gesetzt: "Breitscheidplatz". Und lassen Sie erkennen, dass sie zuerst an einen Unfall dachten, als sie zuerst davon hörten. So wie der Tagesthemen Moderator an jenem Abend:

Bis zum Anschlag am 19.12.2016 hätten nur Fußballfans und Berliner gewusst, wo der Breitscheidplatz liegt. Aber jetzt kennt ihn jeder. Das ist richtig so, denn wir wollen den Eindruck vermeiden, dass es die Islamisten auf die Kirche abgesehen hatten. Es ist nur Zufall, dass der größte Weihnachtsmarkt Berlins rund um die berühmteste Kirche Berlins steht: Die Gedächtniskirche. Ein weiterer Zufall ist es, wie doppeldeutig ihr Name seit dem Anschlag ist.

2. Köln
Auf Weihnachten folgt Silvester. Und die "Silvesternacht von Köln" fand nicht auf der Domplatte statt sondern "in der Nähe des Hauptbahnhofs", wie die ARD ganz richtig schreibt:

Auch hier hatte es die Infanterie der Islamisten nicht auf die Kirche, die Christen, die christlichen einheimischen Frauen abgesehen. Nein, es ist frei erfunden und selbst die Bibel muss man da kritisch lesen, wenn da steht, Invasoren greifen zuerst nach den Frauen und erstechen die Männer. Pfui. Sowas erzählt man doch nicht in der besinnlichsten Zeit des Jahres.
Wir wollen nicht streiten, hören Sie

3. Dortmund
Habe ich Sie immer noch nicht überzeugt? Also, die Angriffe des islamistischen Packs in Dortmund fanden nicht an der Reinoldikirche statt, sondern am Platz von Leeds. Wenn Sie hier ein Muster erkennen, dann wohl nur weil sie schon zu sehr mit rechtem Gedankengut vertraut sind.

Wollen Sie etwa behaupten, die Islamisten hätten es auf unsere Kirchen und Gemeinden abgesehen? Sitzen Sie etwa dem islamophoben Gerede vom Hass auf die Ungläubigen auf? Dann sind sie schon viel zu weit rechts.

4. Neukölln
Von Berlins Vorzeigebezirk für gelungene Integration, der bis vor kurzem von der heutigen Bundesfrauenministerin Giffey verwaltet wurde, lernen wir: Schüsse in die Luft mit Kriegswaffen sind Ausdruck der Freude.

Ich wünsche Ihnen weiterhin eine besinnliche Adventszeit. Und falls Sie sich auf dem Weihnachtsmarkt immer noch unwohl fühlen, dann machen Sie etwas nicht richtig. Hören Sie auf Berlins Schausteller Peter Müller: Fühlen Sie sich so sicher wie in Abrahams Schoß.

Ausführung!


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