Ein katholischer Missionar in Ostafrika (2)

(Fortsetzung der Besprechung dieses Buch von Vincent Donovan; 1. Eintrag hier)

„The process followed was simple. I would mention a religious theme or thought and ask to hear their opinion on it, and then I would tell them what I believed on the same subject.“ — Natürlich glaubten die Massai ebenfalls an einen Schöpfergott, der die Massai mehr liebte als andere Völker, „loved them fiercely, jealously, exclusively“. Daran knüpfte Donovan an und erzählte vom biblischen Gott, der zu einem anderen Volk — den Juden — ebenfalls ein besonderes Verhältnis hatte, der aber durch diese spezielle Beziehung hindurch alle Völker lieben und segnen wollte. Allerdings fiel des Abrahams Nachkommen immer wieder schwer, ihren weltweiten Auftrag ernst zu nehmen — und, so fragte Donovan — vielleicht gleichen ihnen die Massai in diesem Punkt? Vielleicht sollten sie sich wie Abraham „aufmachen“ (wenn auch nur symbolisch) in ein neues Land?
Dann fragten die Massai, ob denn das Volk, zu dem Donovan gehört, diesen Gott gefunden habe? Donovan: „No, we have not found the High God. My tribe has not known him. For us, too, he is the unknown God. But we are searching for him. I have come a long, long distance to invite you to search for him with us. Let us search for him together. Maybe, together, we will find him.“

– Hören wir, wie ganz anders Donovan vorgegangen ist als wir es uns vorstellen und gewohnt sind. Er kam nicht als der Allwissende, der die Wissenslücke seiner Zuhörer zu stopfen versuchte. Er kam als einer, der sich mit diesen Menschen auf einen Weg gemeinsamen Lernens machen wollte.

Wie sich im Laufe dieses Lernprozesses herausstellte: „I do not have to convince them of sin. They know of sin. What they did not know of was forgiveness.“ Donovan sah seine Aufgabe nicht darin „to bring salvation and goodness and holiness and grace and God, which were there before we got there [da bin ich mir -- ausser bei "God" nicht so sicher...]. But to bring these people the only thing they did not have before we came — hope — a hope imbedded in the meaning of life and death and resurrection of Christ.“ [Und dieser Gedanke freut mich ganz besonders, denn Wycliffe's Anspruch (Claim) heisst "wir übersetzen Hoffnung".]

(Fortsetzung folgt) – Aller Artikel der Serie hier



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