Ein Brief an Eltern

Der Brief einer Grundschullehrerin aus Harburg an die Eltern ihrer Schülerinnen und Schüler erregt nach wie vor die Gemüter in Norddeutschland. In dem Schreiben hatte sich die 46-jährige Pädagogin über das schlechte Benehmen ihrer Erstklässler und die diesbezügliche mangelnde Unterstützung der Mütter und Väter beschwert. Sicherlich ist es nicht unproblematisch, bei solch einem emotional aufgeladenen Thema zu pauschalisieren. Und hilfreich ist sicherlich auch nicht, dass diese Diskussion jetzt öffentlich über die Medien geführt wird. Ich will mich dort auch gar nicht einmischen. Als Lesepate an einer Grundschule, an der ich fünf Jahre lang eine ganze Klasse bis zu deren Wechsel in die weiterführenden Schulen betreut und jede Woche zwei Stunden Regelunterricht gegeben habe, kenne ich aus eigenem Erleben das Verhalten der Schüler, die Einstellung vieler Eltern und die manchmal verzweifelten Versuche der Lehrerinnen und Lehrer, den Boden unter den Füßen nicht ganz zu verlieren. Was soll ich sagen? Ein gewisses Verständnis für die Harburger Lehrerin habe ich schon.


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