„Ich kann nichts mehr essen“

Unser ältester Enkel ist mit seinen Eltern wieder gut zu Hause angekommen. Ein fünftägiger Ausflug hatte die Familie in das Heimatland von Oma verschlagen, in dem sie die Urgroßmutter des Kleinen und deren dort lebende Kinder und Enkelkinder besucht haben. Der Kurzferien-Aufenthalt hat unserem Enkel so gut gefallen, dass wir als Zwischenmeldung von ihm zu hören bekamen: „Ich will hier zehn Jahre wohnen bleiben.“ Verständlich, weiß ich doch aus Erfahrung, dass man verwöhnt wird bis zum Gehtnichtmehr. Wobei das mit dem Gehtnichtmehr zuweilen wörtlich zu verstehen ist, was denn auch unser Enkel am eigenen Leibe erfahren musste. Die Rundumsorglosversorgung beinhaltet nämlich auch die permanente Versorgung mit Essen – morgens, mittags, abends und natürlich zwischendurch. Immer lecker, aber irgendwann kommt zwangsläufig der Punkt, an dem nichts mehr geht, rein gar nichts mehr. Und so kamen dem Kleinen, als es am letzten Abend hieß: „Aan tafel alsjeblief“, buchstäblich die Tränen mit der Bemerkung: „Ich kann nichts mehr essen.“ Was soll ich sagen? Alles Übungssache, und das mit dem Einteilen lernt er auch irgendwann.

CIMG1937 KopieWahrzeichen aus Omas Heimatland: Een echte molen.


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