Ebola – der Fluch des schwarzen Kontinents

Afrikanische Staaten wie Guinea, Sierra Leone und Liberia erleben derzeit den gewaltigsten Ausbruch von Ebola in der Geschichte ihres Kontinents. Mehrere tausend Menschen sind daran bereits in den letzten Monaten gestorben und das Virus frißt sich immer tiefer hinein in die afrikanische Gesellschaft

Ebola mit makulopapulösem Ekzem

Ebolapatient mit makulopapulösem Ekzem

Im Netz kursieren zur Zeit Berichte, in denen die Gefahr dieses Erregers nicht richtig eingeschätzt wird. Um dies zu verdeutlichen; hier ein paar Zahlen zum Stamm Ebola Zaire.

  • 1976 – Beim ersten bekannten Ausbruch der Krankheit am Ebola River im ehemaligen Zaire, heute Demokratische Republik Kongo (DRC), erkrankten 318 Personen an dem Virus. Davon starben 280 Patienten, das sind 88 Prozent.
  • 1994 erkrankten in Gabun 49 Menschen an dem Erreger. Davon starben 32, das sind 59 Prozent.
  • 1995 -In der DRC erkrankten 315 Menschen an Ebola. Davon starben 255 Personen. Die Todesrate liegt hier somit bei 81 Prozent.
  • 1996 – Gabun. 31 Menschen erkrankten an Ebola. Tödliche Verläufe: 21. Todesrate 68 Prozent.
  • Im selben Jahr kam es zu einem erneute Ausbruch in Gabun. 60 Menschen erkrankten, davon starben 45 Patienten. Das sind 75 Prozent.

Die Liste ließe sich fortsetzen, offenbart jedoch letztlich beim Subtyp Zaire eine Letalität von 77,3 Prozent.

Woran erkennen Sie, dass Sie Ebola haben?

Zunächst beginnt es mit eher unspezifischen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Halsschmerzen. Sie fühle Sich abgeschlagen und erschöpft, Ihre Muskeln und Gelenke schmerzen etwas. Im weiteren Verlauf bekommen Sie Durchfall. Sie müssen Sich immer häufiger übergeben, Ihre Magengegend beginnt zu schmerzen. Auf Ihrer Haut bildet sich ein fleckiger Ausschlag mit knotenartigen Erhebungen. Ihre Bindehäute beginnen zu brennen, zunehmender Schluckauf quält Sie und auf einmal beginnt sich Nasenbluten einzustellen, das nicht aufhören will. Sie scheiden jetzt anstatt Durchfall etwas anderes aus. Blut. Es läuft in den Darm und in den Magen, von wo es immer wieder erneut ausgeschieden und erbrochen wird. Dann sterben Sie, wissen nun jedoch immerhin, woran.

Das grenzenlose Versagen der WHO

Wir sind es von der Truppe nicht anders gewohnt. Diesmal jedoch sind die Folgen entsetzlich. Die Krankheit breitet sich fast ungehindert aus während die Gegenmaßnahmen bei weitem nicht ausreichen. Man hat’s halt so laufen lassen, darauf vertrauend, dass die Opferzahlen sich in den gewohnten Größenordnungen bewegen würden. Man irrte. Die einzigen, die wirklich etwas gegenzuhalten haben, entstammen der Organisation Ärzte Ohne Grenzen. Diese jedoch sind hoffnungslos unterfinanziert, daher fehlen den Medizinern die Mittel, um wirksame Maßnahmen in ausreichendem Umfang umsetzen zu können. Daher ist es besonders wichtig, diese Organisation jetzt durch Spenden zu unterstützen. Andere Einnahmequellen haben diese Ärzte nicht.

  • Spendenkonto:
    Ärzte ohne Grenzen
    IBAN: DE72 3702 0500 0009 7097 00
    BIC: BFSWDE33XXX
    Bank für Sozialwirtschaft
    Konto: 97 097
    BLZ: 370 205 00

Im folgenden, knapp halbstündigen Interview haben wir zu Gast Dr. med. Alexander von Paleske. Er war von 1987 bis 2001 leitender Arzt am Mpilo-Hospital Bulawayo/Simbabwe und erneut ab 2010. Von 2001 bis 2009 war er leitender Arzt am Princess Marina Hospital Gaborone/Botswana und ist jetzt wieder in Simbabwe tätig. Er publiziert auf Nachrichten Heute, einer Website des eidgenössischen Journalisten Stephan Fuchs, der ihm so eine Plattform bietet.

Zum Interview mit Dr. v. Paleske

Quellen:



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