E H E C – wer ist gefährdet?

Grundsätzlich kann sich jeder mit dem EHEC-Bakterium anstecken. Bei diesem hochinfektiösen Bakterium reichen schon weniger als 100 Bakterien, um eine Infektion auszulösen ( zum Vergleich: zu einer Lebensmittelinfektion durch Salmonellen kommt es dagegen nur, wenn ein Lebensmittel rund eine Million Salmonellen enthält).

File:Escherichia coli (MCC).jpg

Gefährdet sind vor allem Kinder, ältere Menschen sowie Menschen, die mit Immunsuppressiva (Medikamenten zur Unterdrückung des Immunsystems, wie sie zum Beispiel bei Autoimmunerkrankungen und Organtransplantationen eingenommen werden müssen) behandelt werden.

Besonders aufpassen müssen auch Schwangere, da eine Infektion mit EHEC das Risiko einer Fehl- oder Frühgeburt erhöhen kann. (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe DGGG: Pressemeldung als PDF).

Wie vermindert man die Ansteckungs- oder Infektionsgefahr?

Verzicht auf  rohes Fleisch wie Tartar oder Mettwurst. Auch auf Rohmilchprodukte aller Art sollte man verzichten. Rohmilchprodukte werden in Deutschland auf der Packung zwingend mit dem Hinweis “mit Rohmilch hergestellt” gekennzeichnet. Obst und Gemüse – laut aktuellen Meldungen wohl vor allem Salat, Gurken und Tomaten – müssen gründlich gewaschen werden vor Verzehr, auf Fertigsalatmischungen sollte man eventuell vorerst verzichten.

Wichtig ist außerdem, die Hände, Arbeitsflächen und Küchenutensilien nach der Zubereitung von rohem Fleisch gründlich zu säubern. Die DGGG empfiehlt darüber hinaus, Hand- oder Geschirrtücher bei 60 Grad zu waschen, wenn sie mit rohem Fleisch in Berührung gekommen sind.

Hinweise, dass ein intaktes Darmimmunsystem eine Infektion mit EHEC verhindern kann, gibt es (leider) nicht  – allerdings auch nichts Gegenteiliges.

Wie wird eine EHEC-Infektion behandelt?

Das entscheidet allein der Arzt. Wenn blutiger Durchfall auftritt, sollte dieser umgehend aufgesucht werden.

Bei blutigem Durchfall unklarer Ursache  sollte man nicht zu Selbstmedikations-Präparaten, die den Durchfall stoppen, greifen. Denn diese – wie zum Beispiel mit dem Wirkstoff Loperamid, bekämpfen nicht die Ursache des Durchfalls, sondern sorgen nur für eine Verlangsamung der Darmtätigkeit. Damit hat der Darm länger Zeit, Wasser und Mineralstoffe zurückzugewinnen, der Stuhl wird dadurch wieder fester. Im Fall von Durchfällen, die durch das EHEC-Bakterium ausgelöst werden, ist das aber absolut unerwünscht, denn so hat nicht nur der Darm mehr Zeit, sondern auch das Bakterium – und so werden vermehrt dessen Giftstoffe freigesetzt und gelangen in den Blutkreislauf. Die gefährlichen Auswirkungen der EHEC-Infektion werden also so nur verlängert und verstärkt.

Was ist mit Homöopathie? Im Fall einer EHEC-Infektion ist von einer Behandlung mit homöopathischen Mitteln abzuraten – hier führt kein Weg am Arztbesuch vorbei, wenn man sich und sein Leben nicht gefährden will.

Was man selber durchaus machen sollte und darf, ist der Ersatz von Flüssigkeit und Mineralstoffen. Denn wie bei jeder Erkrankung mit häufig auftretendem Durchfall verliert der Körper viel Wasser und wichtige Mineralien. In der Apotheke gibt es hierzu standardisierte, nach WHO-Kriterien zusammengesetzte Trinkpulver, die vom Körper schnell und gut aufgenommen werden.


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