DynDNS-Angriff kam von Millionen Geräten

wurmmiraibotnetzDer Angriff auf den Nameservice-Provider Dyn, der durch seinen Dienst DynDNS weltweit bekannt ist, hat vorgestern das halbe Internet lahmgelegt. Keine Verbindung mehr zu Twitter, Paypal, Netflix, Amazon, Airbnb und Spotify…

Brave New World oder Neuland?

Es war ein verteilter Angriff, der von zig Millionen unterschiedlicher IP-Adressen kam. Und es war nahezu alles dabei, was irgendwie über das Internet kommunizieren kann: Drucker, Router, Webcams und Armbanduhren.

Vermutlich waren auch die neuen Aufkleber (Dash Buttons) für Waschmaschinen, Kaffeemaschinen und andere Geräte, mit denen man bei Amazon auf Knopfdruck Waschpulver, Pads oder Windeln nachbestellen kann, mit im Spiel.

Eine umfassende Analyse hat Dyn bisher noch nicht veröffentlich, gab aber an, mit Hilfe der Sicherheitsfirma Flashpoint und des CDN-Betreibers Akamai könne bestätigt werden, dass eine Quelle dieses Angriffs infizierte Geräte des Mirai-Botnetzes gewesen seien.

Hintertüren sind inzwischen Mittel der Politik

Die Politik tut nicht gegen diese Entwicklung. Im Gegenteil, sie unterstützt Hintertüren und Abhörschnittstellen in allen Geräten und kauft sogar sogenannte Zeo-Day-Exploits, um die Bürger damit besser bespitzeln zu können.

Das gerade con CDU/CSU und SPD verabschiedete BND-Gesetzespaket zeigt deutlich auf, was Merkel & Co. von informationeller Selbstbestimmung halten! Deshalb ist auch die Wahl zwischen Konservativen und Sozen inzwischemn wie die sprichwörtliche Wahl zwischen Pest und Cholera.

Ein guter Zeitpunkt, sich einmal zu fragen: Tut mein Router, meine Digitaluhr, mein Smartphone, meine Webcam oder mein Drucker eigentlich noch, was ich will – oder nur noch das, was ihm Kriminelle oder gar ausländische und deutsche Geheimdienste zu tun vorgeben?