Duriangedicht


Ich geh‘ durch den Urwald ganz munter fürbass.
Es regnet recht heftig und ich werde nass.
Doch ohne Verdruss stapf‘ ich durch den Salat,
da seh‘ ich, am Ast baumelnd, einen Primat.
Ich grüße ihn fröhlich: „Tagchen Herr Vetter,
na das ist doch mal ein herrliches Wetter.“
Der Affe jedoch hockt stumm auf seinem Platze:
Ihm regnet’s aufs Fell und mir auf die Glatze.
Dabei knabbert er an ‘ner Durianfrucht
Ich merk‘s am Geruch, habe danach gesucht.
So beschließen wir beide, noch hier zu verweilen
und einträchtig uns nun die Stinkfrucht zu teilen.
Doch irgendwann ist dieses Obst dann verspeist,
der Pelzmensch verschwindet und ich steh’ verwaist
im Dschungel. Es regnet, ich kann es kaum fassen:
Mein Vetter, der Affe, er hat mich verlassen.

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